Bei den alten Barbarossa zu besuch


Jedes Jahr wen ich nach Polen unterwegs bin, fahre ich an dem Denkmal vorbei. Schon von weiten ist es zu sehen und lädt den Entdeckung lustigen Reisenden, kurzen stop zu machen. Dies mal war es so weit.

Schon alleine die Zufahrtstrasse zu dem Denkmal war ein Erlebnis.
Zwanzig… oder doch waren das 40 Doppelkurven, auf jeden Fall so eine Serpentine strecke habe ich schon Jahrzehnte nicht befahren.
Gut das wir Morgen früh dort waren… also Gefahr einem Motorradfahrer den Kopf abzurasieren war nicht gegeben.
Kurze Zeit danach standen wir schon auf dem Parkplatz unter dem Denkmal. Von dort muss man nur noch eine ca. 1km lange Aufstieg zu Fuß „überleben“ der man aber als kleine Spaziergang gut überwinden kann – was macht man nicht um Jahre lange Vorhaben endlich zu lösen. (für Faulen und Wenig Trainierten waren dort auch Mitfahrt Gelegenheiten zu sehen… aber dafür sind wir nicht vier stunden im Auto gesessen). Wunderschöne Weg durch den Wald hat nur den Spannung erhöht und den Eingeschlafenen Beinen der kurze Bewegung hat auch gut getan.
Zwanzig Minuten… vielleicht halbe Stunde hat es gedauert bis wir ganz oben waren. .

Das Kyffhäuser-Denkmal
Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser, so die offizielle Bezeichnung, wurde durch den Volksmund schon kurz nach der Einweihung gekürzt. Kyffhäuser-Denkmal oder Kyffhäuser sind seitdem gebräuchliche Namen.

Allerdings verrät nur der offizielle Name die Bezugsperson für die Errichtung dieses, nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, zweitgrößten Nationaldenkmals in Deutschland. Wilhelm I. – preußischer König und deutscher Kaiser. Er, der mit der Reichseinigung von 1871 die Barbarossasage erfüllt und den alten Rotbart erlöst hat, wurde oft überschwänglich als der „Weißbart auf Rotbarts Throne“ bezeichnet. Von großen Teilen des Volkes verehrt löste sein Tod 1888 einen Denkmalkult aus, der typisch für die jungen Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts war.
Jede größere Stadt, jede Region wollte mit der Errichtung eines Denkmals seiner Person huldigen. Über 300 Kaiser-Wilhelm-Denkmäler wurden in Deutschland gebaut. Von ihnen existieren heute allerdings nur noch 43. Die meisten dieser Denkmäler befanden sich in den Stadtzentren und wurden zum Ende des 2. Weltkrieges zerstört.

Mit etwas Glück und dem Kunst- und Kulturverständnis russischer Offiziere überstand das Kyffhäuser-Denkmal seine schwierigste Phase – die Nachkriegsjahre. Sprengungsabsichten Frankenhäuser Kommunisten wurden durch die Standortkommandantur abgelehnt. Begründung: „Ihr Deutschen müsst endlich lernen mit eurer Geschichte und euren Denkmälern zu leben.“ (Quele- Kyffhaeuserdenkmal)

Der Kyffhäuserdenkmal ist wirklich was gewaltiges. Als zweit größte Denkmal Deutschland ist ohne Menschen als vergleicht auf den Bildern nicht mal zu erahnen. Aber wirklich es ist groß… sehr groß. Die 247 Stufen die ich in meinem Ersten Handy Urlaubs Projekt erwähnt haben … waren 247 Stufen in den Denkmal, die nach oben auf die Aussieht eben führten. Es gab aber noch 60 Stufen die man noch davor überwinde müste Es sind also 306 Stufen!
Viel … aber der Blick von Ganz Oben ist fantastisch !

Die Barbarossa Sage
Zur Zeit der Kreuzzüge zog im Hochmittelalter auch der deutsche Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, zum Kampf ins heilige Land. Während des dritten Kreuzzuges kam der Kaiser im Jahre 1190 fernab der Heimat auf tragische Weise ums Leben: Der Nichtschwimmer ertrank in Kleinasien im Fluß Saleph bei dessen Durchquerung.
Doch schon bald entstanden Gerüchte und aus diesen die Sage, daß er gar nicht tot sei und wiederkommen werde. Man erzählte sich, dass er sich mit seinem gesamten Hofstaat verzaubert in den Bergen des Kyffhäusers aufhalten soll. Dort, in einem unterirdischen Schloss, sitzt der Kaiser an einem Tisch mit seiner goldenen Krone auf dem Kopf. Des Kaisers Bart sei bereits durch diesen Tisch hindurch gewachsen und reicht schon zweimal um diesen herum.

Wenn die Zeit reif ist, wird Barbarossa aus dem Berg herauskommen und sein Reich wieder neu errichten. Alle einhundert Jahre schickt er deshalb einen Zwerg hinaus, welcher nachsehen soll, ob die Raben noch immer um den Berg herumfliegen. Ist dies der Fall, ist die Zeit des Erwachens für den Kaiser Barbarossa noch nicht gekommen. Er verfällt für weitere einhundert Jahre in seinen Zauberschlaf.

Nach dem Tod des letzten Stauferkaisers Friedrich II. im Jahre 1250 zerbrach das deutsche Kaiserreich nach einer etwa einhundertjährigen Blütezeit in viele Kleinststaaten mit teilweise sehr gegensätzlichen Interessen. Die Sage spiegelte die Sehnsucht des einfachen Volkes nach einem einheitlichen Staat und einem weisen und gerechten Herrscher wider.

Ursprünglich bezog sich die Kaisersage auf jenen Friedrich II., einen Nachfolger und Enkel Barbarossas. Doch bereits im Mittelalter ging man dazu über, in Barbarossa selbst den schlafenden Kaiser im Berg zu sehen.


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es starke Bestrebungen zur Schaffung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates. Die Barbarossa-Sage wurde in dieser Zeit des Umbruchs zur deutschen Nationalsage. In Kaiser Wilhelm I. sahen nach dem Jahre 1871 dann auch viele Zeitgenossen jenen Mann, welcher die mythisch erwartete Erneuerung des Reiches vollendete. (Quele-Die Barbarossa Sage)

Diese Sage( die ich bis dem Tag nicht mal gehört habe) nutze ich um das Hit zu Sonntag wieder nach dem Urlaub aufzunehmen.
Das Deutsche Volkslied als Hit zu bezeichnen ist vielleicht ein fahler… trotz dem, bei mir verursacht er ein wenig Gänsehaut.
Also wieso den nicht

Interessante Links zu Kyffhäuserdenkmal und umgebung
Kyffhäuserdenkmal

3 Gedanken zu „Bei den alten Barbarossa zu besuch“

  1. Ich freue mich das es euch gefällt
    @ Mascha – Eine Gute neue Woche … Danke … Diese Wünsche habe ich wirklich gebraucht. Direkt von dem Urlaub bin ich auf 6Tage Nachtschicht Woche „geraten“ gerade (Es ist Sonntag 03:45) genieße ich ein paar Stunden frei um wieder Sonntag Abend zu Nachtschicht … Also langsam brauche ich wieder Urlaub :-(
    @Elke – freut mich wirklich :-)
    Liebe Grüße czoczo

  2. Also wart Ihr im Kyffhäuser…ja, ich kenne das Denkmal, konnte es als Kind besuchen. Damals gab es einen Bus dorthin (und an viele weitere schöne Orte), nach der Wiedervereinigung wurde die Verkehrsinfrastruktur zerschlagen und heute nützt uns auch das 9-Euro-Ticket nicht allzu viel…viele Orte bleiben unerreichbar.
    Das waren also die Stufen!
    Ich kenne die Sage, das Lied hatte ich aber noch nie gehört – danke für den schönen Beitrag!
    Liebe Grüsze und eine gute neue Woche
    Agnes

  3. Hallo Marius,
    ich muss zugeben, dass ich die Barbarossasage so genau überhaupt nicht kannte. Der Kyffhäuser war mir schon ein Begriff und auch, dass Barbarossa darin sitzen soll, aber das war auch schon so ziemlich alles. Da kenne ich mit der echten Historie eigentlich besser aus. Deshalb danke fürs Erzählen und vor allen Dingen für die tollen Fotos.
    Herzliche Grüße – Elke

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