Nümbrecht Q1 Tournier 2026


Nach jeder Saison, noch bevor es in die wohlverdienten Ferien geht, veranstaltet der Verband die obligatorischen Qualifikations-Turniere. Die dort erzielten Ergebnisse entscheiden maßgeblich darüber, in welcher Liga sich die Mannschaft nach dem Sommer wiederfinden wird. Vor genau dieser Herausforderung standen die Mädels des HSV Wuppertal am vergangenen Samstag. Der Modus: 25 Minuten Spielzeit pro Partie, ohne Seitenwechsel. Das bedeutet: Volle Konzentration ab der ersten Sekunde, denn die Uhr tickt unbarmherzig herunter.

Als jüngerer Jahrgang in der B-Jugend sind die Ambitionen sowohl beim Trainerteam als auch bei den Spielerinnen hoch – jetzt schlug die Stunde der Wahrheit, ob die Mannschaft das Zeug für die oberen Ligen hat. Ursprünglich waren fünf Teams geladen, doch nach der kurzfristigen Absage der HF Erftstadt blieben vier Konkurrenten für drei begehrte Weiterkomm-Plätze. Rein rechnerisch hätte ein einziger Sieg für das Ticket zur nächsten Runde gereicht. Aber niemand fährt 100 Kilometer, um nur das Nötigste abzuliefern. Die HSV-Mädels hatten definitiv mehr im Sinn.

HSV Wuppertal – SSV Nümbrecht Handball (15:12)

Direkt zum Auftakt ging es gegen den Gastgeber aus Nümbrecht. Es gibt dankbarere Aufgaben, um in ein Turnier zu starten – und das merkte man dem HSV-Spiel anfangs auch an. Nach nur drei Minuten lagen unsere Mädels mit 0:3 im Hintertreffen; der Wecker hatte wohl etwas zu früh geklingelt. Erst nach über fünf Minuten erlöste uns der erste Treffer, doch die Deckung stand noch nicht stabil. Die ersten zehn Minuten blieben zäh. Doch dann platzte der Knoten: Der HSV bewies echten Siegeswillen. In der 13. Minute glichen die Mädels zum 7:7 aus, und ab der 15. Minute wurde die Führung nicht mehr hergegeben. Der HSV fand seinen Rhythmus, hielt den Gastgeber clever mit drei Toren auf Distanz und brachte den 15:12-Auftaktsieg sicher über die Zeit.

HSV Wuppertal – HC TV Rhede (17:11)

Auf diese Begegnung mussten die mitgereisten Familien geschlagene zwei Stunden warten. Rhede hatte zuvor mit einem deutlichen 21:4-Kantersieg gegen Oppum ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und untermauert, dass sie das Turnier gewinnen wollen. Vielleicht hatte Mike die Mädels deshalb so intensiv und akribisch auf den Gegner eingestellt. Die Ansprache wirkte: Nach gerade einmal 17 Sekunden zappelte der Ball zur 1:0-Führung im Netz. Nur ein einziges Mal wackelte die Partie kurz, als Rhede in der 5. Minute auf 3:2 verkürzte.

Danach brannten die Wuppertalerinnen ein spielerisches Feuerwerk ab. Es war eines der besten Spiele, die ich je vom HSV gesehen habe – hier passte einfach alles. Eine überragende Torhüterleistung mit etlichen Glanzparaden traf auf eine perfekt verschobene Betonabwehr. Die Mädels aus Rhede wirkten phasenweise völlig fassungslos; ihr gefürchtetes Tempospiel kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Mit einer absolut überzeugenden Mannschaftsleistung verbuchte der HSV einen verdienten 17:11-Erfolg.

HSV Wuppertal – Handball Oppum (12:4)

Vor dem letzten Spiel hieß es wieder: eine Stunde Pause, die die Mädels für ein wenig Entspannung in der Sonne nutzten. Das Turnier war zu diesem Zeitpunkt praktisch schon entschieden. Nur eine utopisch hohe Niederlage hätte uns noch Platz 1 kosten können; das Weiterkommen war ohnehin fix. Das Trainerteam nutzte die Situation für ein taktisches Wagnis und setzte auf das Rotationsprinzip: Die Stammkräfte nahmen auf der Bank Platz, und die Spielerinnen aus der zweiten Reihe bekamen wertvolle Spielanteile.

Ein Risiko, das man sich erlauben konnte – doch die Mädels auf der Platte dachten gar nicht daran, Punkte abzugeben. Sie bewiesen eindrucksvoll, dass auf die gesamte Kaderbreite Verlass ist. Zwar brauchten die Fans etwas Geduld (das erste Tor fiel erst nach fünf Minuten), doch nach dem zwischenzeitlichen Anschluss zum 2:1 in der 7. Minute lief das Spiel fast nur noch auf ein Tor. Es war beeindruckend zu sehen, wie dieses Team spielerisch und menschlich weiter zusammenwächst. Am Ende stand ein souveräner 12:4-Sieg zu Buche.

Ein rundum erfolgreicher Turniertag, der definitiv Appetit auf mehr macht! Ist der HSV nun so bärenstark oder erwischten die Gegner einen schwachen Tag? Wahrscheinlich eine gesunde Mischung aus beidem. Man spürt, dass die Laufwege und Absprachen immer besser greifen. Und wenn unsere Torhüterinnen einen Sahne Tag erwischen, ist diese Mannschaft nur schwer zu schlagen. Jetzt warten wir gespannt auf die Auslosung für die Q2-Turniere, die in Kürze veröffentlicht wird

Übrigens…

die Probleme nach der Quali wollen einfach nicht abreißen. Jetzt, wo ich die Bilder noch gerettet habe, kommt schon das nächste Problem um die Ecke gekrochen. Entweder hat mir NextGEN jetzt komplett den Hahn abgedreht, oder es hat sich irgendetwas so aufgehängt, dass die Lightbox nicht mehr funktioniert. Jetzt musste ich mein eigenes, noch nicht ganz fertiges Plugin als Notlösung für NextGEN benutzen, um euch hier zumindest die paar Bilder zeigen zu können.

Wie ich das sehe, stehe ich vor einem Riesenproblem, das sich schon seit Wochen – oder besser gesagt Monaten – hinzieht und das ich die ganze Zeit versuche zu umgehen. Aber wenn das so weitergeht, wird mir wirklich nichts anderes übrig bleiben, als die gesamte Galerie von NextGEN aufzugeben und mir eine neue, moderne Alternative zu holen. Das kostet zwar etwas, aber zumindest wäre ich dann für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite.

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