Wo Straßenkunst Geschichten erzählt und Wuppertal bunter wird.
Irgendwo habe ich neulich einen Slogan aufgeschnappt, der genau die Veränderungen widerspiegelt, die unserer Stadt durch die neuen Murals eine völlig neue Dimension verleihen. Einst, zur Zeit der industriellen Revolution vor 150 Jahren, gehörte Wuppertal zu den am schnellsten wachsenden Städten des Kaiserreichs. Doch irgendwann schien die Zeit hier einfach stehen geblieben zu sein.
Ab den 1980er Jahren kannte die Entwicklung gefühlt nur noch einen Trend: Große Unternehmen verließen die Stadt, und die letzten Traditionsgeschäfte, die unsere Innenstadt belebt hatten, schlossen ihre Tore. Wuppertal gehört heute leider zu den meistverschuldeten Kommunen der Bundesrepublik. Selbst Touristen ließen uns lange links liegen.
Doch langsam fassen wir wieder Mut: Die Besucher kehren allmählich zurück. Zwar bleibt unsere weltberühmte Schwebebahn für viele der einzige große Magnet, aber die Stadt verändert sich trotzdem. In den vergangenen 20 Jahren ist eine multikulturelle Gesellschaft herangewachsen, die unsere Atmosphäre enorm „bereichert.“

Und dann, fast wie aus dem Nichts, bekamen nicht nur die grauen Wände ein frisches Gesicht. Die gesamte Stadt hat durch diese Kunstwerke einen neuen Magneten, eine spürbare Frische gewonnen. Seit 2023 wächst diese Street-Art-Bewegung stetig weiter. Plötzlich wirkt Wuppertal ein bisschen wie New York, Paris oder London. Durch diese urbane Kunst hat unsere Stadt eine echte neue Chance bekommen – man spürt regelrecht, wie ein neuer Wind weht, und Wuppertal wird endlich wieder bunter.
Mateusz Gapski, auch bekannt als BEZT, ist ein renommierter Straßenkünstler aus Polen. Er schloss 2012 die Akademie der Schönen Künste Strzemiński ab und lebt und arbeitet derzeit in seiner Heimatstadt Turek. einst Teil des Duos Etam Cru, ist einer der weltweit gefragtesten Wandmaler
BEZT ist bekannt sowohl für seine großformatigen Wandgemälde, die er weltweit malte, als auch für seine Atelierarbeiten, die in Städten wie New York, Los Angeles, München, Miami, Paris, Berlin und vielen weiteren gezeigt werden.
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