Sensation in der Oberliga: HSV-Mädchen fügen dem Topteam die erste Niederlage zu!
Samstagnachmittag beim HSV – Heimspieltag, ein Schlag auf den Schlag. Um 16:00 Uhr stand das Oberliga-Duell der weiblichen B-Jugend an. Nach der ziemlich heftigen Niederlage im Auswärtsspiel gegen die HSG Refrath/Hand saß der Frust natürlich tief. Aber wie man so schön sagt: Das war letzte Woche. Heute ist heute – und heute galt es zu zeigen, was in der Mannschaft wirklich steckt.

Blöd nur, dass der Gegner kein Geringerer als der ungeschlagene Tabellenzweite TV Issum war. Schon Anfang des Jahres trafen beide Teams aufeinander; damals musste ein Remis genügen. Doch ein halbes Jahr später sind die Karten neu gemischt. Schade nur, dass eine solche Spitzenpartie vor fast leeren Tribünen stattfindet – und das, obwohl der HSV mit erstklassigem Catering doch eigentlich für das perfekte Drumherum sorgt! Dennoch zahlt sich die harte Aufbauarbeit im Verein aus: Der HSV hat hier eine richtig starke Jugendmannschaft zusammengeschustert. Trainer Mike und sein Team haben hier sichtlich alles richtig gemacht. In Zeiten, in denen der Jugendhandball immer mehr um Mitglieder kämpft, baut sich beim HSV eine echte Einheit auf – eine Truppe, über die man im Handballkreis bald noch sehr viel sprechen wird.
Gegen Issum hieß es heute jedoch erst einmal: Gegenhalten und überleben. Und die Partie bot von der ersten Minute an eine Spannung, wie man sie selten erlebt. Hatte das verlorene Spiel der Vorwoche das Selbstvertrauen angekratzt? Denkste! Die Wuppertaler Mädchen wollten die Scharte unbedingt auswetzen und das Spiel mit einem Sieg krönen. Auch wenn bis zum Saisonende noch ein langer Weg vor ihnen liegt – die Mädels kamen aus der Kabine, als wäre rein gar nichts passiert. Sie wollten diesen Sieg, und das zeigten sie von Sekunde eins an.
Nach genau einer Minute stand es 1:1, doch danach kannte das Spiel nur noch eine Richtung. Die HSV-Abwehr zog ab der Sechsmeterlinie ein echtes Abwehr-Bauwerk hoch, an dem sich die Gäste erst einmal die Zähne ausbeißen mussten. Und wenn doch einmal eine Lücke blieb? Dann stand da noch Lena im Tor, die heute einen absoluten Sahnetag erwischt hatte. Nach 15 Minuten leuchtete bereits ein unglaubliches 9:1 von der Anzeigetafel. Solch eine Dominanz der HSV-Mädchen hatte man lange nicht gesehen; es passte schlichtweg alles. Zwar ließ die Konzentration zwischendurch für ein paar Minuten leicht nach, doch die Antwort folgte prompt. Zur Pause stand es hochverdient 14:5.




Hätte das Trainerteam in der zweiten Hälfte nicht frische Kräfte von der Bank gebracht – schließlich sollen alle Spielerinnen ihre wichtige Spielpraxis bekommen –, wer weiß, wie hoch der Vorsprung am Ende ausgefallen wäre. Doch von einem Bruch im Spiel war keine Spur: Die Ersatzbank stand den Stammspielerinnen in nichts nach, die Kadertiefe ist beachtlich.
Kaum zu glauben, aber dieses Spiel verdient das Prädikat Sensation. Der bis dato ungeschlagene Tabellenzweite aus Issum musste in Wuppertal eine echte Packung einstecken und kassierte seine erste Saisonniederlage. Mit einem souveränen 25:17-Sieg kann man diesen Nachmittag als rundum erfolgreich verbuchen. Schade nur um die spärliche Kulisse – solche Glanzleistungen und dieses Tempo hätten eine volle Halle mehr als verdient!

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