​Ich heiße CZOCZO… nein, nicht wirklich (das ist mein Spitzname). Ich heiße Marius Launer, und vor inzwischen 56 Jahren habe ich das Licht der Welt erblickt.

​Das war ein schöner Maitag, an dem mich meine Mutter zur Welt gebracht hat – in einer kleinen Stadt in Schlesien: Koźle (Cosel).

​Nach ein paar Monaten lernte ich das Laufen und versuchte meine ersten Worte auszusprechen. Das waren sehr schöne Zeiten, die man kaum mit dem heutigen, von Stress geprägten Leben vergleichen kann.

​In dieser geschützten Umgebung habe ich langsam das Schreiben und Lesen gelernt. Die ersten Bücher habe ich förmlich verschlungen… Durch Bücher von Henryk Sienkiewicz (Nobelpreisträger 1905 mit „Quo Vadis?“) und Adam Mickiewicz habe ich entdeckt, wie interessant Geschichte sein kann – und wie wichtig Werte wie Stolz, Mut und Vertrauen im Leben sind.

​Erst jetzt, Jahrzehnte später, entdecke ich, wie sehr mich diese Bücher „geformt“ haben.

​Mit der Zeit legte ich die Bücher von Sienkiewicz (und andere) beiseite, und die Technik trat in mein Leben. Amateurfunk – das war mein Fenster nach draußen. Es ermöglichte mir, die Welt zu erkunden, ohne mein heimisches Wohnzimmer zu verlassen. Obwohl Amateurfunk bei uns zu Hause selbstverständlich war, da mein Vater Funker war, hatte ich lange Zeit kein Interesse daran. Mit 15 war plötzlich alles anders. Und so steht nun schon seit vielen Jahren ein Kurzwellenempfänger auf meinem Tisch.

​Aber die Welt kann man nicht nur durch Lesen oder Funken erkunden… Man kann die Welt wirklich besuchen und das wahre Leben sehen. Mit diesem Traum im Herzen habe ich irgendwann Polen den Rücken gekehrt, und unsere gesamte Familie wanderte nach Deutschland aus. Zurück in die Heimat meiner Großeltern… und meines Vaters.

​Zurück in eine neue Heimat (?)…

​Hier musste ich im Alter von 20 Jahren eine neue Sprache lernen und mich auf ein ganz anderes Leben einstellen. Inzwischen sind seit dieser Zeit sehr viele Jahre vergangen… Ich wohne schon länger hier als in Polen. Hier habe ich meine Frau kennengelernt, und unsere beiden Söhne wurden hier geboren. Und hier habe ich endlich die weite Welt gesehen und das moderne, westliche Leben kennengelernt.

​Zeit fürs Lesen… finde ich dadurch immer seltener. Und auch das Funken musste ich inzwischen aufgeben. Aber dafür widme ich meine Zeit umso mehr dem Erkunden der näheren Umgebung. Dem Entdecken und dem Festhalten im Bild. Die Fotografie ist meine große Leidenschaft geworden.

​Heute bin ich angekommen und lebe als leidenschaftlicher Fotoblogger in Wuppertal. Seit nunmehr 18 Jahren halte ich das Leben, die Straßen und die Natur sowie Sportveranstaltungen dieser Region auf meinem Fotoblog fest. Wuppertal ist meine echte Heimat geworden. Wenn Menschen im Internet nach einem authentischen Wuppertal Foto Blogger suchen, finden sie hier genau das: Meine ganz persönliche Sicht auf eine wunderbare Stadt.

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