Es ist wohl das erste Mal in der Geschichte meines Blogs, dass unsere Abfahrt auf diese etwas kuriose Weise endet. Kein nostalgischer letzter Spaziergang durchs Dorf… kein sentimentales „Auf Wiedersehen, wir kommen bald wieder!“. Um ehrlich zu sein: Die letzten Tage haben mir eher das Gefühl eines medizinischen Notfalleinsatzes vermittelt als das eines entspannten Urlaubs.

​Und trotzdem: Wir treten die Heimreise mit einem erstaunlich guten Gefühl an. Der Vater ist in Oppeln im Krankenhaus in den besten Händen und zum Glück auf einem sehr guten Weg der Besserung. Wir sind heute extra noch einmal hingefahren, um ein paar Minuten mit ihm zu verbringen und um mich – den ewigen Schwarzseher – zu vergewissern, dass wirklich alles in Ordnung ist.

​Auch die Mutter ist gut versorgt und muss jetzt einfach die paar Tage, die der Vater noch stationär liegt, tapfer durchstehen. Aber wie es aussieht, ist sie wesentlich zäher und stärker, als ich befürchtet hatte.

​Somit mischt sich in unsere Abfahrt eine große Portion Erleichterung. Der Kopf ist vom stressigen Wochenende endlich wieder halbwegs freigepustet, das Gedankenkarussell dreht sich deutlich langsamer…

​Vor uns liegt also „nur noch“ die 10-stündige Autofahrt in Richtung Wuppertal. (Ach, wie sehr ich diese Marathontouren inzwischen hasse – meine 58 Jahre alten Knochen protestieren jetzt schon bei dem bloßen Gedanken!).

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