Es ist wohl das erste Mal in der Geschichte meines Blogs, dass unsere Abfahrt auf diese etwas kuriose Weise endet. Kein nostalgischer letzter Spaziergang durchs Dorf… kein sentimentales „Auf Wiedersehen, wir kommen bald wieder!“. Um ehrlich zu sein: Die letzten Tage haben mir eher das Gefühl eines medizinischen Notfalleinsatzes vermittelt als das eines entspannten Urlaubs.

Bild zeigt: 07-365/2026, 365/2026, BW, Opole, Oppeln, Polen, Schlesien - Foto von Marius Launer alias czoczo

​Und trotzdem: Wir treten die Heimreise mit einem erstaunlich guten Gefühl an. Der Vater ist in Oppeln im Krankenhaus in den besten Händen und zum Glück auf einem sehr guten Weg der Besserung. Wir sind heute extra noch einmal hingefahren, um ein paar Minuten mit ihm zu verbringen und um mich – den ewigen Schwarzseher – zu vergewissern, dass wirklich alles in Ordnung ist.

​Auch die Mutter ist gut versorgt und muss jetzt einfach die paar Tage, die der Vater noch stationär liegt, tapfer durchstehen. Aber wie es aussieht, ist sie wesentlich zäher und stärker, als ich befürchtet hatte.

​Somit mischt sich in unsere Abfahrt eine große Portion Erleichterung. Der Kopf ist vom stressigen Wochenende endlich wieder halbwegs freigepustet, das Gedankenkarussell dreht sich deutlich langsamer…

​Vor uns liegt also „nur noch“ die 10-stündige Autofahrt in Richtung Wuppertal. (Ach, wie sehr ich diese Marathontouren inzwischen hasse – meine 58 Jahre alten Knochen protestieren jetzt schon bei dem bloßen Gedanken!).

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4 Kommentare

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  1. Liebe Chrictine
    Danke für dein Besuch und Kommentar!
    Zu wissen das es bei dem Vater schon besser ist … hat die fahrt ein wenig ruhige gemacht.
    Inzwischen ist er schon zu Hause…
    Liebe Grüße czoczo

  2. Hallo Marius,
    ich freue mich für dich und deine Familie, dass es deinen Eltern soweit gut geht. Aber bitte, hör mal auf, ständig deine 58 Jahre zu bejammern. Viele von uns, die hier lesen, dürften um einiges älter sein als du. Ich, beispielsweise, bin 73 Jahre alt und jammere garantiert nicht ständig, obwohl mich diverse Zipperlein plagen. Es geht nicht darum, dass man sich nicht mal über ein Unglück oder eine Erkrankung austauschen soll (deinen letzten Beitrag habe ich absolut verstanden und konnte deine Ängste nachvollziehen), aber alles nutzt sich irgendwann mal ab.
    Viele Grüße
    Elke

  3. Ich hatte – gerade in den letzten Jahren – immer Angst, dass wir im Urlaub schlimme Nachrichten erhalten könnten. Anderen Leuten ist das passiert und sie mussten vorzeitig abreisen. Die organisatorischen Klimmzüge waren erheblich. In unserem Fall waren die Sorgen unbegründet. Ich wünsche dir eine gute Reise und für deine Eltern das Beste.