Das Wetter in Schlesien kann sich einfach nicht entscheiden. Immerhin ist es schön frisch geworden – und ehrlich gesagt ist das im Moment das Beste überhaupt! Den Regen, den wir aus der Sächsischen Schweiz im Gepäck hatten, hat sich seit Sonntag ab Breslau zum Glück eine Pause gegönnt. Die schweren Regenwolken hängen zwar immer noch drohend über der Region, aber zumindest lassen sie ihr Wasser gerade woanders abtropfen.
Und wir? Endlich konnten wir uns mal so richtig ausgiebig ausschlafen! Der Muskelkater vom Aufstieg auf den Lilienstein ist zum Glück weg. Man fühlt sich danach zwar nicht direkt wie ein junger Gott – auf keinen Fall! –, aber man kann sich zumindest wieder bewegen, ohne zu stöhnen. So konnten wir in Ruhe das erledigen, was wir uns vorgenommen hatten. Es ist ja sowieso am besten, den ganzen Orga-Kram sofort am Anfang des Urlaubs wegzuhauen, um sich am Ende nicht unnötig zu stressen.
Auf dem Plan stand heute so einiges: Erstmal den Friseurtermin für Maria erledigen. Danach ging es zum Foto-Service, um meinen kaputten Helios abzugeben. Vielleicht schafft es der gute Mann, dem alten analogen Objektiv ein zweites Leben einzuhauchen. Ich wollte es ja erst selbst reparieren… aber bei meinen zitternden Händen wäre die Wahrscheinlichkeit hoch gewesen, dass die Hälfte der winzigen Schrauben für immer im Nirwana verschwindet. Deswegen gebe ich lieber die 30 € ab und hoffe, dass das gute Stück danach wieder wie neu performt.
Nächste Station: Autowerkstatt. Irgendwas an der Vorderachse hat angefangen zu klopfen. Das macht es zwar nicht erst seit gestern, aber gefühlt höre ich das Klopfen immer öfter und deutlicher. Also, wenn man schon mal da ist, kann ein Kumpel das Auto direkt durchchecken und im Idealfall reparieren. Keine besonders tolle Urlaubsnachricht, aber wir müssen ja irgendwann auch wieder sicher nach Hause fahren – gemacht werden muss es so oder so.

Aber jetzt zum schönsten Teil des Tages: Wir haben uns vorgenommen, ein paar Gläser zusammen mit meiner Mutter einzumachen! Es gibt Erdbeeren und Johannisbeeren. Bis jetzt haben wir die Früchte immer eingefroren und so mit nach Deutschland genommen. Aber seitdem wir kein Fleisch mehr nach Deutschland schmuggeln (Fleisch ist in Polen inzwischen teurer als drüben, verrückte Welt!), wird eigentlich gar nichts mehr geschmuggelt… außer Pilze und eben Einmachgläser! Frische Johannisbeeren aus dem Wald sind einfach kein Vergleich zu dem, was man in Deutschland im Supermarkt kauft. Man kann also sagen: Wir haben heute offiziell mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest begonnen! 🙂
Für die Gurken aus dem Garten ist es leider noch ein wenig zu früh. Die Salzgurken werden diesmal also hier auf uns warten müssen – es sei denn, ich mache mich später noch einmal auf den Weg.
Wie ihr seht: Es war ein ziemlich chaotischer Tag. Aber trotz des Chaos konnten wir viel erledigen oder zumindest feste Termine abmachen. Hoffentlich finden wir jetzt bald auch mal die Zeit, um ein wenig zu entspannen – oder vielleicht doch noch etwas Spannendes zu erleben!
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