
Ein Streifzug durch den Botanischen Garten in Bochum bescherte mir kürzlich diese wunderschöne Passionsblume. Dass die Aufnahme am Ende derart scharf geworden ist, grenzt an ein kleines Wunder, denn mein Autofokus hat zwischenzeitlich ordentlich gestreikt. Da die Blüte recht tief hing, blieb mir nichts anderes übrig, als die Schärfe im reinen Blindflug manuell einzustellen. Das Risiko hat sich gelohnt! So habe ich wieder ein faszinierendes Motiv für den Nature Thursday eingefangen. Ich hege ohnehin eine große Schwäche für Passionsblumen, auch wenn es mir zu Hause leider erst ein einziges Mal vergönnt war, sie zum Blühen zu bringen.
Gemini’s Klugscheißer-Ecke:
Passionsblume (Passiflora)
- Was ist das? Eine meist kletternde, rankende Pflanze aus den Tropen und Subtropen (besonders Süd- und Mittelamerika), die für ihre außergewöhnlich komplexen und exotisch wirkenden Blüten berühmt ist.
- Eigenschaften: Sie wächst extrem schnell und bildet lange Ranken aus. Das auffälligste Merkmal sind die großen Blüten mit einem markanten, oft mehrfarbigen Kranz aus Fäden (Nebenkrone) sowie den stark hervorstehenden Staub- und Fruchtblättern.
- Vorteile / Nutzen: Viele Passionsblumenarten bringen genießbare Früchte hervor – die bekannteste ist die Maracuja (Passionsfrucht). In der Pflanzenheilkunde wird das Kraut bestimmter Arten zudem als natürliches Beruhigungsmittel bei innerer Unruhe und Schlafproblemen geschätzt.
- Interessante historische oder kulturelle Info: Spanische Einwanderer und Missionare gaben der Pflanze im 17. Jahrhundert ihren Namen. Sie sahen in den markanten Blütenteilen Symbole für die „Passion Christi“: Die Fäden der Nebenkrone standen für die Dornenkrone, die fünf Staubblätter für die Wundmale und die Narben für die Nägel am Kreuz.
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