Ein Tag zwischen Sonnenschein und Wehmut

Der erste Tag. Wir haben keine großen Pläne gemacht, sondern den Tag einfach so genommen, wie er kommt. Zum Glück hat uns das Wetter nicht im Stich gelassen: Auch wenn es ziemlich windig war, blieb es trocken und vor allem sonnig. Der perfekte Rahmen, um einfach mal auf der Terrasse den Grill anzuwerfen.

​Dabei gab es endlich das, was viel zu kurz kommt: lange, ungestörte Gespräche mit meinen Eltern. Man sieht sich einfach viel zu selten. Besonders meine Mutter ist mittlerweile schon ziemlich schwach und hat uns schon lange nicht mehr besuchen können. Es bleibt meistens bei unseren Besuchen bei ihnen – und die sind viel zu kurz.

​Ehrlich gesagt, diese Situation belastet mich psychisch immer mehr. Da ist diese ständige Angst vor dem, was irgendwann unvermeidlich ist. Sie bringt mich immer wieder an den Rand des Abgrunds. Es ist diese Last der Verantwortung für meine Eltern, die ich mit mir herumtrage. Ich habe das schon so oft in Gruppengesprächen thematisiert und stundenlang mit meiner Therapeutin analysiert, aber die Gedanken kommen immer wieder – besonders wenn ich hier bin.

​Es ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle: Das große Glück, wenn wir alle gemeinsam Zeit verbringen, und gleichzeitig der tiefe Schmerz bei dem Gedanken, dass dies das letzte Gespräch sein könnte. Genau deshalb versuche ich, jeden Moment zu nutzen, um mir später keine Vorwürfe machen zu müssen. Wir wollen ihnen hier einfach das zurückgeben, was sie sich selbst oft nicht mehr geben können: ein wenig Glück, ein bisschen Freude.

​Heute war es das gemeinsame Grillen. Und morgen? Das werden wir sehen.

Hat dir dieser Einblick gefallen?
Erzähl doch anderen davon oder inspiriere sie für ihren eigenen Blog!

Folge mir oder teile auf: FacebookInstagramPinterest

Ein Blog wie czoczo.de lebt von Leidenschaft und Zeit.
Warum eigentlich ein Kaffee? Mehr dazu hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert