Mein 72-Stunden-Nervenkrimi zwischen Ehrgeiz und 30 GB Bildern

Ich glaube, jetzt habe ich die Arbeit am Rechner endlich wirklich beendet… Ihr wart quasi seit einem Monat live dabei! Die Seite hat sich täglich verändert und ist dauernd hängen geblieben – aber so ist das eben, wenn man an einem noch atmenden, lebendigen Wesen strickt. Doch ich sage euch: Die ersten drei Wochen waren absoluter Kokolores im Vergleich zu dem, was ich in den letzten drei Tagen erlebt habe.

Der Plan und die Realität

Eigentlich war der Plan simpel. Das Theme, das ich seit vielen Jahren nutze und an hunderten Stellen angepasst habe, sollte zumindest optisch ein wenig modernisiert werden. Aber je mehr ich daran herumschraubte, desto langsamer wurde der Blog… und desto unruhiger wurde ich. Vor ein paar Tagen sagte mein Bruder zu mir:

„Weißt du, worin sich ein Profi von einem Amateur unterscheidet? Ein Profi fummelt so lange, bis es läuft. Ein Amateur fummelt so lange, bis es nicht mehr läuft.“

Und da ist verdammt viel dran! Hätte ich ihn direkt als Ratgeber ins Boot geholt, wäre ich garantiert viel früher fertig gewesen und hätte jede Menge Nerven gespart. Aber ich wollte es selbst wissen. Wenn ich schon so viel geschafft habe, dann werde ich das ja wohl auch noch hinkriegen! Außerdem hat man heute schließlich den allwissenden Gemini & Co. zur Hand.

Nachtschicht und das 30-GB-Armageddon

Mit einer gehörigen Portion Mut und Ehrgeiz habe ich mich am Samstag irgendwann zwischen 3:30 und 4:00 Uhr morgens an die Arbeit gemacht. Schon vor zwei Wochen wollte ich das Theme wechseln, hatte damals aber schnell aufgegeben. Diesmal lief es anders. Dank der kleinen Vorarbeit von damals ging es flott zur Sache. Das neue Theme stand fest, das Design für das neue czoczo.de hatte ich im Kopf und ich hatte mich in den letzten Tagen gedanklich schon an den neuen Look gewöhnt. Dass nicht alles sofort perfekt sein würde, war mir klar – aber das hat mich nur noch mehr angespornt. Endlich mal die alten Tapeten wechseln!

So entstand auf meinem lokalen Rechner das neue czoczo.de 2.0. Von Minute zu Minute entfaltete das Gerüst seine Wirkung und meine Selbstzufriedenheit wuchs und wuchs. Samstagabend was die lokale Version endlich fertig. Ich war bereit, das Ganze auf den Server zu überspielen.

Doch mein digitaler KI-Berater war da ganz anderer Meinung: „Bevor wir das auf den Live-Blog spielen, sollten wir ein Backup machen. Sicher ist sicher, man weiß nie, was schiefgehen kann.“

Wo er recht hat, hat er recht. Also fing ich an, eine Sicherheitskopie zu machen. Und hier begann das absolute Armageddon: 18 Jahre Bloggeschichte. Tausende – nein, zehntausende Bilder, die noch nie extern gesichert waren! Früher habe ich einfach ein Theme drübergebügelt und gut war. Diesmal wollte ich es so professionell wie möglich machen. Ich hatte nur nicht bedacht, dass meine Internetleitung für diese Datenmengen einfach nicht gemacht ist.

Mein Blog umfasst sage und schreibe über 30 GB Bildmaterial und fast 200.000 verschiedene Dateien in zig Versionen, Plugins und so weiter. Um sich darauf ohne Vorahnung zu stürzen, braucht man nicht nur Mut, sondern auch eine gesunde Portion Naivität! Vor allem, wenn nach stundenlangem Download kurz vor dem Ende der Abbruch kommt. Und dann noch mal. Und noch mal. Wahnsinn!

Die Rettung im „Oldschool-Style“

Ein Glück, dass der Blog überhaupt noch heile ist und das Ganze überlebt hat. Allerdings nur, weil ich heute die Reißleine gezogen und es wieder auf meine ganz eigene Art gemacht habe: Keine Subdomain als Reserve, keine Sicherheitskopien, NEIN! Einfach wie immer: Theme rein und am laufenden System so lange fummeln, bis es passt.

Es tut mir leid – bestimmt waren heute viele von euch genervt, weil die Seite gesponnen hat. Aber drei Tage später sah ich einfach keine andere Lösung mehr. Entweder ich mache die Nacht durch, oder ich lasse es komplett sein. Mein Ehrgeiz hat gewonnen! Der Blog hat überlebt, und ich bin so gut wie fertig – mit den Nerven, aber auch mit der Arbeit. Es gibt nur noch eine einzige Kleinigkeit, die ich mir vielleicht morgen anschaue. Das Gerüst, das ich lokal gebaut hatte, musste ich leider aufgeben, weil es online nicht so wollte wie ich. Das Design wird sich also in den nächsten Tagen noch etwas einpendeln, aber von außen (und innen sowieso) sieht es schon jetzt so aus, wie ich es wollte.

Mein Fazit: Erfolg verbucht, aber der fette Speck bleibt

An dieser Stelle: Viele Grüße und danke für eure Geduld mit mir! Jetzt kann ich endlich wieder nach draußen gehen, neues Fotomaterial sammeln und Ideen für die nächsten Beiträge ausbrüten.

Übrigens: Gemini (und andere KIs) haben mir wirklich gute Dienste geleistet. Allerdings habe ich gemerkt, dass die kostenlosen Versionen viel schneller aufgeben und sich in Widersprüche verstricken als die Bezahlversionen. Aber auch die haben ihre Grenzen. Bei Chats, die über Stunden gingen, konnte sich die KI plötzlich nicht mehr an Dinge erinnern, die für das Thema total wichtig waren. Das hat mich echt überrascht und enttäuscht. Wenn dir die KI nach ein paar Stunden plötzlich von Dingen erzählt, die überhaupt nichts mit deinem Blog zu tun haben, guckt man blöd. Dass mal Code vertauscht wird oder aus 200 Zeilen Code plötzlich nur 20 Zeilen Verbesserung herauskommen – okay, das verkrafte ich. Aber die Hauptsache einfach komplett zu vergessen… das kenne ich sonst nur von mir, aber das erwarte ich nicht von einer KI!

Das dicke Ende kommt nämlich erst noch: Ich kann nach dieser langen Zeit jetzt zwar endlich einen riesigen Erfolg für mich verbuchen – das neue, zukunftsorientierte Gerüst steht! Aber bei czoczo.de ist es aktuell ein bisschen wie bei der Bundesbahn: Obwohl es planmäßig eigentlich gut voranfliegt, muss man im Hintergrund trotzdem immer wieder mit unvorhergesehenen Stillständen rechnen. Warum? Weil man das eine oder andere Problem einfach noch nicht im Kern gelöst hat.

Es steht mir nämlich noch verdammt viel Arbeit bevor. Die eigentliche Bremse ist die völlig übergewichtige Datenbank mit ihren mittlerweile fast 200 000 Einträgen und dem fetten Datenvolumen von über 30 GB. Die Bilder stecken alle weiterhin tief in der NextGen-Galerie fest und sind dort regelrecht mit ungesundem Speck ummantelt. Früher oder später muss diese Datenbank radikal abgespeckt werden. Wann genau das passiert und wie ich das anstelle, steht aktuell zwar noch in den Sternen – aber es kommt auf jeden Fall noch! Nur vorerst brauche ich von dem ganzen Computerkram einfach mal eine dicke, verdiente Pause.

Wie gefällt euch das neue Design? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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Ein Kommentar

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  1. Also ich würde das Hintergrundbild wegmachen- Sieht man eh nichts von. rechts nen Typen von hinten, links irgendeine beleuchtete Fassade. Mach es einfarbig.