Auto Revuenon 35mm an der EOS R

Die Natur bekommt die so lang erwartete Nässe … endlich mal. Und obwohl so ein paar Tropfen bestimmt nicht viel ausmachen … ist es auf jeden Fall besser als apokalyptische Schauer, die von der vertrockneten Erde ohnehin nicht aufgenommen werden könnten.

Also, wenn es regnet, kann ich mich ein wenig den Plugins widmen, die ich eigentlich schon vor einem Monat mit Hilfe der KI für abgeschlossen erklärt habe. Man findet eben immer wieder einen Grund, etwas zu verändern oder dieses und jenes zu verbessern. Vor allem bei meinen beiden Riesenherausforderungen, die ich gebaut habe … der Verbesserung der Mediathek und dem Eigenbau meines Galerie-Plugins … Es sind Plugins, die schon längst am Laufen sind, und trotzdem gibt es immer wieder Kleinigkeiten, die die Nutzung erleichtern sollen, oder eben Erweiterungen, die noch dazukommen.

Und sonst? Da ich das Auto Revuenon 35mm f/2.8 nach meinem letzten Spaziergang wieder so richtig zu schätzen gelernt habe, möchte ich euch heute ein paar Hintergrundinformationen zu diesem kleinen Altglas-Juwel geben.

Wer sich mit Vintage-Linsen beschäftigt, stolpert früher oder später über den Namen „Revue“. Dahinter verbirgt sich eigentlich kein eigener Optik-Hersteller, sondern die damalige Hausmarke des legendären deutschen Versandhauses Foto-Quelle. Foto-Quelle ließ seine Kameras und Objektive in den 1970er und 1980er Jahren vor allem in Japan fertigen. Das bedeutet: Hinter dem Revuenon 35mm versteckt sich oft japanische Ingenieurskunst von renommierten Herstellern wie Chinon, Cosina oder Tomioka.

Was macht diese Linse so besonders? Zunächst einmal die Haptik. Das Objektiv ist ein echter Panzer – komplett aus Metall und Glas gebaut, bringt es zwar ein gewisses Eigengewicht mit, fühlt sich aber extrem wertig an. Gleichzeitig ist es so kompakt, dass es an meiner EOS R kaum ins Gewicht fällt – ideal für stundenlange Streifzüge.

Ich war richtig überrascht, als ich die Ergebnisse gesehen habe … und dank des neuen Workflows zur Einstellung der Schärfe bei den analogen Objektiven … ist sogar das Scharfstellen inzwischen kinderleicht. (Solange ich das Bild nicht verwackle, versteht sich.) Wie es aussieht, wechsle ich jetzt wohl vom 58mm Helios auf das 35mm Auto Revuenon.

Optisch liefert das 40 Jahre alte Schätzchen genau den Charakter, den wir am Altglas lieben. Die Schärfe in der Bildmitte ist bereits ab Offenblende (f/2.8) hervorragend. Zu den Rändern hin gibt es bei offener Blende einen weicheren Abfall und eine leichte Vignette (Randabdunkelung) – aber genau das lenkt den Blick wunderschön auf das Hauptmotiv und verleiht den Bildern diese unverkennbare analoge Atmosphäre. Zudem zaubert es natürliche, wunderbar kontrastreiche Farben auf den Sensor.

Mit dem klassischen M42-Schraubgewinde lässt es sich völlig problemlos adaptieren. Für mich ist das 35mm Revuenon aktuell eine fantastische, etwas weitwinkligere Alternative zum 58mm Helios

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