Münster – Liebfrauen-Überwasserkirche

Eigentlich wollte ich meinen gestrigen Ausflug nach Münster chronologisch erzählen und direkt beim Aufbruch beginnen. Aber das ist eine längere Geschichte. Deshalb steige ich mitten im Geschehen ein und zeige euch ein paar Glasfenster aus der Liebfrauen-Überwasserkirche. Es ist wahnsinnig, wie lange ich keine Kirche mehr fotografiert habe. Früher haben meine Städtetouren fast immer in einem Sakralbau begonnen. Nirgendwo sonst findet man so schnell den Zugang zur Seele eines Ortes.

Inzwischen sind die Türen leider allzu oft verschlossen, weshalb diese alte Tradition sang- und klanglos in Vergessenheit geraten ist. Auch die Kirchen im Rheinland und in der Umgebung strahlen heute meist wenig Anziehungskraft aus. Die Reformation hat ihre Spuren hinterlassen, und vor allem die Kriege, die dieses Land über Jahrhunderte in Schutt und Asche verwandelt haben.

Die Liebfrauen-Überwasserkirche – ein Name, den ich bis dahin noch nie gehört hatte und der mich leicht irritierte. Bestimmt stand das irgendwo ausführlich beschrieben, aber wie das so ist: Man liest es vorher nicht und steht plötzlich auf dem Schlauch. Aber wofür haben wir das Internet?

Überwasser war früher ein Stadtteil von Münster, der jenseits der Aa lag. Noch über die endgültige Eingliederung in die Gesamtstadt um 1173/74 hinaus bewahrte sich Überwasser ein eigenes kommunales Leben mit Selbstverwaltung, Marktrecht, Schöffengerichtsbarkeit und sogar einem eigenen Pranger, dem Schandpfahl. Passend dazu fiel damals der bischöfliche Entschluss, den Bewohnern dieser Gemeinde eine eigene Pfarrkirche zu stiften:eben Liebfrauen-Überwasser.

Münster – Liebfrauen-Überwasserkirche

Die Kirche selbst liegt wunderschön, allerdings war sie zurzeit komplett von Baumaschinen und Bauzäunen umringt, sodass sich kaum ein vernünftiger Blick auf das Gebäude erhaschen ließ. Deshalb sind die Fotos eben so, wie sie sind. Letztlich bin ich ohnehin wegen der Fenster dorthin gestreift, um für die Galerie ein wenig frisches Material zu besorgen.

So ist das mit mir: Erst der Blick auf die Ausbeute am nächsten Tag offenbart, wie unvorbereitet ich unterwegs war. Das ruft geradezu nach einer Wiederholung – dann mit mehr Planung und vielleicht auch mit Stativ im Gepäck.

Übrigens … mein Plugin der die Mediathek in eine gallerie verwendet geht weiter … was sagt ihr zu der neue Präsentation

Nicht Schlecht oder?

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