Einfach mal losgehen

Eigentlich war der Plan für heute Morgen ganz einfach: Rausgehen und ein wenig bewegen. Ganz minimalistisch, ohne die große Kamera, nur mit dem Handy im Anschlag und meinen geliebten Podcasts und Hörbüchern im Ohr. Seit etwa zwei Jahren versuche ich jetzt schon, mich auf diese Weise ab und zu von dem ganzen Trubel um mich herum abzuschotten.

Manchmal überkommt mich nämlich das Gefühl, dass meine eigenen Aktivitäten und diese viel zu knapp bemessenen Pläne mich erst recht in unnötige Stresssituationen treiben. Anstatt die freie Zeit einfach zu genießen und ein gesundes Gleichgewicht zu finden, manövriere ich mich immer wieder in eine Sackgasse, aus der ich danach nur schwer wieder herausfinde. Typisch ich, oder?

Aber jetzt ist Schluss damit! Ich habe es endlich geschafft, das umzusetzen, was ich mir vor ein paar Wochen vorgenommen habe.

Jetzt werde ich mehr an mich selbst denken, bewege mich mehr und genieße einfach das Leben.

„Bewegen“ heißt in meinem Fall allerdings nicht joggen oder rennen. Um Gottes willen, nein! Einfach spazieren gehen – zwar mit einem strammen Schritt, aber eben spazieren. Heute war wieder so ein Tag. Leider bin ich viel zu spät aus dem Haus gekommen und die Temperaturen waren schon fast unerträglich. Trotzdem: Am Ende standen 11.000 Schritte auf dem Zähler, was grob 8 Kilometern entspricht. Nicht die Welt, aber immerhin!

Besonders kleinlaut wird man übrigens, wenn man an einen Kollegen von mir denkt. Der Gute ist 63 und hat letzte Woche an einer 100-Kilometer-Wanderung teilgenommen! 23 Stunden hat er durchgehalten. Das nenne ich mal eine echte Leistung! Rechnerisch war er zwar nur mit etwas mehr als 4 km/h unterwegs, aber während ich nach zwei Stunden schon wieder gemütlich zu Hause auf dem Sofa saß, musste er noch geschlagene 21 Stunden weiterlaufen…

Aber die Sache hat mich angefressen. Es ist eine interessante Geschichte, die ich weiter verfolgen werde. Wer weiß – vielleicht bin ich ja irgendwann auch mal so fit, um bei so einer Veranstaltung mitzumachen!

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