Der Wettinobelisk auf dem Lilienstein

Vor vier Jahren standen wir zum ersten Mal in der Sächsischen Schweiz. Damals haben wir die Festung Königstein besucht, und irgendwo zwischen den Mauern, dem Wind und der Aussicht haben wir uns ein Versprechen gegeben: Beim nächsten Mal steigen wir auf den Lilienstein.

Vier Jahre später war es endlich soweit. Wieder auf dem Weg nach Polen wollten wir zwei, vielleicht drei Tage bleiben, ein bisschen wandern, ein bisschen durchatmen, und natürlich unser altes Versprechen einlösen.

Doch das Wetter hatte andere Pläne. Wolken, Wind, Regengefahr – die Sächsische Schweiz zeigte uns ihre dramatische Seite. Unsere kleine Auszeit löste sich endgültig am Abend auf, aber den Lilienstein haben wir trotzdem erzwungen.

Noch im Trockenen, aber mit dem Gefühl, gegen die Uhr zu laufen, sind wir den Weg nach oben gegangen. Und dort oben, zwischen Felsen und Böen, stand er: der Wettinobelisk, seit 1889 hier, errichtet zum 800‑jährigen Jubiläum des Hauses Wettin.

Nachtrag: Ich musste den Beitrag ein wenig verändern … Sogar in dem Titel habe ich Juli und nicht August stehen gehabt. Ich weiß auch nicht, aber erst heute, nachdem ich ihn noch ein paar Mal gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass es komplett durcheinander war. So ist das eben, wenn man es schnell, schnell machen will!

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Hat dir dieser Einblick gefallen?
Erzähl doch anderen davon oder inspiriere sie für ihren eigenen Blog!

Folge mir oder teile auf: FacebookInstagramPinterest

Ein Blog wie czoczo.de lebt von Leidenschaft und Zeit.
Warum eigentlich ein Kaffee? Mehr dazu hier.

7 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  1. Liebe Elke … hehehe … Ja, der Trump wollte tatsächlich einen goldenen Trump hinstellen. Und in Polen hat man mit solchen Monumenten ja schon lange Erfahrung. Der Papst Johannes Paul II. steht dort in hunderten Denkmälern, oft von der Bevölkerung selbst errichtet.

    Ganz vergessen hatte ich auch den Präsidenten Lech Kaczyński, der beim Flugzeugabsturz ums Leben kam. In Warschau treffen sich seit Jahren jeden Monat Menschen am Ort des Gedenkens – Befürworter und Gegner – und schreien sich gegenseitig an. Monat für Monat. Ein Ritual, das zeigt, wie tief solche Symbole die Gesellschaft spalten können.

    Eigentlich wollte ich das gar nicht alles aufzählen … aber es ist schade, dass Erinnerungskultur so oft auf diese Weise entsteht: laut, konfrontativ, und manchmal völlig übertrieben.

    Gerade das Denkmal mitten in Warschau – die sogenannten „Treppen zum Himmel“ – ist ein gutes Beispiel dafür. Ein Monument, das mehr über die politischen Kämpfe erzählt als über den Menschen, dem es gewidmet ist. Es zeigt, wie sehr Denkmäler zu Werkzeugen werden: nicht für gemeinsames Gedenken, sondern für Macht, Identität und manchmal auch puren Unsinn.

  2. „heute keine von den mächtigen unsere Zeit bekommt von der Geselschaft solche zeichen“ Na, warte nur ab, Trump schafft sich seinen Obelisken garantiert noch selbst,*lol*. Oder hat er etwa schon?
    An August den Starken habe ich als polnischen König tatsächlich nicht gedacht.
    Liebe Grüße – Elke

  3. Hallo Marius
    Du hast bei diesem Bild eine sehr schöne perspektive gewählt, was mir besonders gut gefällt.
    Gruß
    Andreas

  4. Liebe Elke …
    Ja sie waren Sachsen mächtigste Adell aber auch der August Starke und seine Sohn August der III waren Könige von Polen Lituanische Union.
    Und zu dem Obelisk … Ja es ist bestimmt nichts was man als Kunst benennen kann:-) Aber alleine die wille der geselschaft ihre Adels zu wurdigen … heute keine von den mächtigen unsere Zeit bekommt von der Geselschaft solche zeichen
    Liebe Grüße czoczo

  5. Deutsch-polnische Geschichte? Lutz hat mich gerade mächtig verunsichert. Das Haus Wettin war doch meines Wissens eines der mächtigsten Adelsgeschlechter Sachsens. Egal – diese Obelisken stehen so oder ähnlich überall in Deutschland herum. Das war ganz offensichtlich Ende des 19. Jahrhunderts total „in“. Die meisten in unserer Gegend entstanden nach 1870/71. Und ich finde sie durch die Bank weg hässlich. Aber ein fotogenes Wahrzeichen sind sie allemal. Und dass ihr den Lilienstein erklommen habt, das war schon richtig gut.
    Mein Foto ist heute sehr experimentell, mal etwas anderes.
    Herzliche Grüße – Elke

  6. Lieber Marius,

    danke für Deinen Blick in einen Teil der deutsch-polnischen Geschichte, die mir reichlich unbekannt ist. Das Bild lässt die von Dir erwähnte Wetterdramatik sehr gut nachempfinden. Ein Superoto.

    Ich bin heute auch mal historisch unterwegs, auch sehr dramatisch, wenn auch in ganz anderen Zeiten an einem ganz anderen Ort. Und ich bin mal ganz früh dran im Monat.

    https://zwetschgenmann.de/black-white-2026-august/

    Liebe Grüße
    Lutz