Solange das Wetter noch hält und die Temperaturen angenehm bleiben, versuche ich das umzusetzen, was ich mir schon so lange vorgenommen habe: Einfach mit der Kamera losziehen und durch die Straßen schlendern. Der Weg selbst soll das Ziel sein.

Wie schon gestern habe ich mich auch heute wieder vom ÖPNV kutschieren lassen. Nach dem kleinen Chaos von gestern bin ich diesmal auf Strecken geblieben, die ich kenne – so ging diese kleine Expedition deutlich glimpflicher aus. So ist das eben, wenn man sein ganzes Leben fast nur mit dem Auto unterwegs war; da kann man sich glatt mit der Schwebebahn verfahren. 😉 Aber Spaß beiseite.
Ein paar Stunden war ich heute wieder kreuz und quer durch Wuppertal auf der Suche nach Motiven unterwegs. Viel Interessantes habe ich allerdings nicht mit nach Hause gebracht. Schon gestern habe ich gemerkt, dass meine fotografische Energie stark nachgelassen hat. Das fällt mir nicht nur bei der Bearbeitung am heimischen Rechner auf, sondern inzwischen eben auch draußen auf meinen Touren.
Es sind immer wieder dieselben Strecken, auf denen ich mich bewege. Inzwischen fehlt mir das Unerwartete, das Neue. Nichts ist mehr wirklich spannend, und das macht sich leider direkt bei der Ausbeute der Bilder bemerkbar. Sogar meine geliebten analogen Objektive üben gerade keinen wirklichen Reiz mehr auf mich aus.


Ich glaube, ich muss mein Revier wechseln und mich in Zukunft ab und zu mal außerhalb von Wuppertal bewegen. Wenn ich neue Wege gehe, kommen vielleicht auch die spannenden Geschichten zurück – und mit ihnen die Motive, die ich im Moment so vermisse.
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