Ich bin in letzter Zeit wieder richtig auf den Geschmack gekommen. Nicht nur die Schwarz-Weiß-Fotografie hat ihren Weg zurück zu mir gefunden, sondern auch eine bestimmte Form der Präsentation. Rahmen und kleine visuelle Spielereien hatten sich schon beim Türen Projekt hartnäckig gehalten. Inzwischen landen aber auch Murals und jetzt die neuen Schwarz-Weiß-Bilder in diesen digitalen Rahmen.

Eine wirklich gute Lösung ist das nicht – das sollte ich mir schnellstens wieder abgewöhnen. Bei den Türen passte es ganz gut, bei den Wandbildern kann ich es noch akzeptieren, aber hier bei Schwarz-Weiß? Es bedeutet nur unnötigen Stress beim Einbauen und bringt am Ende nicht viel. Und trotzdem: Irgendwie gefällt es mir eben doch.
Heute habe ich das klassische Schwarz-Weiß mitten in der City wieder für mich entdeckt. Für mich steht ohnehin fest: Streetfotografie sollte eigentlich immer Schwarz-Weiß sein. Es lenkt nicht durch bunte Farben ab, sondern reduziert den Moment auf das Wesentliche – auf Licht, Schatten und Emotionen.
Ich wollte mich heute endlich trauen, die Menschen ein wenig zu „belästigen“. Manche haben es nicht einmal bemerkt. Andere haben sich interessiert gefragt, was ich da eigentlich treibe, und wieder andere haben die Kamera gesehen und direkt mitgespielt. Es ist eine enorme Herausforderung, sich auf dieses Experiment einzulassen – vor allem mit den Unsicherheiten, die sich bei mir in den letzten Jahren aufgebaut haben. Das mulmige Gefühl einer möglichen Konfrontation war anfangs deutlich spürbar. Im Kopf hatte ich mir schon hunderte Antworten zurechtgelegt: Was sagst du, wie reagierst du, wenn dich jemand anspricht? Doch mit jeder Minute und mit jedem Bild legte sich die Anspannung etwas. Ich habe schlicht versucht, die Situationen so zu wählen, dass sich niemand gestört fühlte.
Die Unruhe kehrte allerdings zurück – und zwar am Rechner bei der Bildbearbeitung. Da war ich fast noch aufgeregter als während des Spaziergangs. Nachdem ich Adobe endgültig den Rücken gekehrt habe, stehe ich nun vor der nächsten Hürde: die Bilder in ON1 Photo RAW so zu entwickeln, dass ich restlos zufrieden bin. Bisher sind es viele Versuche, die mich meinem Ziel und der gewünschten Ästhetik zwar immer näher bringen, aber der absolute „Heureka“-Moment fehlt mir noch. Es ist eben noch nicht exakt das, was ich suche.





Die Streetfotografie bleibt für mich also eine doppelte Herausforderung, die ich noch nicht ganz gelöst habe – draußen auf der Straße und drinnen am Bildschirm. Diese paar Bilder von heute sind ein weiterer Versuch, das Thema für mich zu zähmen. Irgendwann werde ich sicher an der feinen Technik feilen, aber vorerst möchte ich mich dabei einfach nur frei und entspannt fühlen. Sich zu verstecken oder mit dem langen Teleobjektiv aus dem Hinterhalt zu fotografieren, ist schließlich nicht der Sinn der Sache. Es geht darum, mitten in der Menge das alltägliche Leben unserer heutigen Gesellschaft zu zeigen.
Ich bin gespannt, wohin mich dieses Vorhaben noch führt. Vorerst aber viel Spaß mit ein paar Bildern vom heutigen Spaziergang.
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Ja das ist war … micht hat das auch ein wenig überascht … aber nicht das das der Possiert hat aber das ich ihn getroffen habe 🙂 ich känne den und wie es aussieht er hat mich früher Erkannt als ich ihn
Viele Grüße czoczo
I love the way the man in your first photo is posing for you 🙂
Hallo Martin,
Die Idee mit dem Abrissblock ist schon Interessant… muss ich darüber sich gedanken machen. Vielleicht so wird man ruhiger schlaffen könenn.
Danke für dein besuch und Kommentar
VG czoczo
Und über allem schwebt der Datenschutz Inzwischen ist es echt schwierig geworden in der Strassenfotografiererei, was das Thema angeht. Ich achte inzwischen sehr darauf, dass die Menschen nicht sofort zu identifizieren sind bzw. nur Beiwerk in der Komposition sind. Sollte es mal anders sein, dann suche ich gerne das Gespräch mit den Menschen, was bis jetzt immer positiv war. Tatsächlich gab es überwiegend nette Gespräche und wenn jemand da überhaupt keinen Bock drauf hatte, dann hab ich die Fotos halt wieder gelöscht. Absolut kein Problem. Außerdem habe ich immer einen kleinen Abreißblock mit Einverständniserklärungen dabei. Damit ist man eigentlich safe.
Hi Olaf,
Ichz weis was Du meinst … und stimme ich Dir zu… aber in dem Fall sollten die Menschen mit den Papiertüten auf dem Kopf durch die Strassse gehen… sonnst mussen die IMMER bereit sein Fotografiert zu sein. Ob mit Kameras auf der Strasse oder die Milionen Menschen mit dem Handy. Natürlich es gibts Grenzen… die nicht gebrochen werden sollen. Der rest ist NUR wie wir gegenüber uns verhalten.
Aber wie gesagt Du hast Recht … es gibt Menschen die nur auf solche Moment warten … um Stunk zu machen. Habe ich auch so ein Fall schon gehabt. Am Ende ist ein wenig stress gewesen und der Tipp hat am Ende Aufgegeben.
Deswegen… es ist eine Fotografie Art die in Deutschland grosse Thema ist … aber wen wir in Urlaub sind, jeder in seinem Album hat von Bilder die Direct eine Person auf der Strasse Zeigt… deswegen wen wir wollen , bitte schön, aber in dem Fall sollten wir uns übverall so verhalten.
Ob Street in Farbe oder B&W … hehe das ist schon eine Interessante Thema. Ich finde BW sehr Gut obwohl bei manchen Situationen hätte ich auch mir gedanken Gemacht.
Und die Rahmen… Ja das sind meine zwenge die wieder auf einmal rausgekommen sind 😉 aber dammit werde ich noch fertig sein
Danke für dein Besuch und Kommentar
czoczo.
Olaf seh nicht alles so ernst … es sind Regeln aber Regeln sind auch dafür um Sie zu brechen.
Grüße
@ Bock – … da hast Du recht …Aber ich hab auf diese Gefühl eine Antwort bekommen… nach dem ich das Bild angefangenn habe zu bearbeioten, stand ich kurz davor das Bild zu veroffentlicht bei mir auf dem Blog. Erst in dem Moment war mir auch bewust geworden , das nicht das fotografieren, aber das veröfentlichen dieses Bildes kann mir Probleme in Deutschland verursachen.
Danke für dein Besuch und Kommentar!
VG czoczo
Menschen fotografieren ist eine Gratwanderung, du kannst Glück haben und so was bleibt unbemerkt oder du kannst dir auch reichlich Ärger einhandeln. Es reicht schon Markennamen im Hintergrund abzubilden um eine Abmahnung zu bekommen. Da geht sogar soweit, dass geschützte Graffitis einem Copyright unterliegen, das kann mächtig schief gehen.
Da es immer mal wieder neue Datenschutzrichtlinien gibt, kann man sich schon mal verlesen so kompliziert wie das ist. Du hast letztens gesagt man kann bei mir nichts kommentieren, das ist richtig. Denn in diesen neuen Richtlinie geht es um das Popup Fenster zu den Datenschutzrichtlinien, hast du kein Popup dann darfst du auch keine Kommentare zulassen. Ich arbeite dran meine Seite so hinzubekommen, dass man auf das Popup verzichten kann. Nur mal so am Rand.
Du sagst, Street muss In B&W sein, das finde ich nicht. Street bildet das wahre Leben ab und es kommt auf die Szene an, die muss spannend sein, sonst hilft B&W auch nicht. Street muss scharf sein. Man kann auch in Color mit viel Kontrasten arbeiten. Das muss aber jeder für sich selber entscheiden.
Deine Bilder gefallen mir. Die Leute die du frontal drauf hast wirken ein wenig verdattert, bis auf den „Gegenfotografen“ 😉 , ein Fotoduell, finde ich echt gelungen. Der Meinung von Elke schließe ich mich an, Rahmen sind bei Street nur Schnick Schnack und lenken ebenfalls von der Betrachtung ab. Rahmen kommen um Kunstwerke oder eventuell um Landschaftsaufnahmen. Ich selber verzichte bei allen Bildern auf Rahmen, macht dir auch ein paar Sekunden Mehrarbeit aus 😉 Bitte nicht falsch verstehen.
Gruß Olaf
Mich beschäftigt vor allem, dass die eigentliche Aufregung offenbar erst zu Hause am Rechner beginnt. Draußen fotografiert man fremde Menschen, rechnet vorsorglich mit Konfrontationen und stellt fest: Es passiert wenig. Dann öffnet man ON1 Photo RAW und plötzlich wird es ernst.
Das ist vermutlich die moderne Form fotografischer Gefahr. Nicht mehr der Mann auf der Straße, der wissen will, warum man ihn fotografiert hat, sondern der Regler für Kontrast, den man seit zwanzig Minuten um zwei Prozent hin- und herschiebt.
Besonders sympathisch finde ich, dass der gewünschte „Heureka“-Moment noch fehlt. Vielleicht gehört genau das zur Streetfotografie: Man versucht, spontane Augenblicke festzuhalten und verbringt anschließend sehr viel Zeit damit, ihre Spontaneität technisch möglichst exakt zu rekonstruieren.
Die Menschen draußen waren offenbar das kleinere Problem. Sie hatten wenigstens keine Schieberegler.
Lieber Marius,
Menschen ungefragt auf der Straße zu fotografieren traue mich einfach nicht. Bei dir ist das vielleicht ein bisschen einfacher, du bist schließlich ein ‚Bär von einem Mann‘, mit dem sich sicher niemand so schnell anlegen wird.
Rahmen, also ich weiß nicht recht. Ich finde, dass sie einem Digitalbild selten wirklich gut tun. Es gibt auf YouTube einen Schwarz-Weiß Fotografen (Storys in Black and White), der immer recht breite weiße Rahmen um seine Bilder macht. Ich find’s fürchterlich, obwohl mir seine Fotos an sich meistens ganz gut gefallen. Aber diese Rahmen erschlagen meiner Meinung nach die Bilder regelrecht. Aber das ist halt auch wieder Geschmackssache. Mach einfach das was dir selbst am besten gefällt.
Herzliche Grüße – Elke