Mural „Der Fensterputzer“ – Cara Toes

Als ich vor ein paar Jahren meine Mural-Serie hier auf dem Blog gestartet habe, hat kaum jemand darüber gesprochen. Sehr wenige haben sich damals überhaupt damit beschäftigt. Inzwischen werden die Murals auf den Social-Media-Kanälen oft weit spektakulärer präsentiert, als ich es mit meinen Mitteln überhaupt zeigen kann. Dennoch ziehe ich mein Ding durch: Mein Ziel ist es, irgendwann alle Murals bei mir komplett vorgestellt zu haben. Solange sie noch mit ihren kräftigen Farben strahlen… solange sie nicht durch irgendwelche Chaoten zerstört oder übermalt werden.

Heute will ich euch das nächste Mural zeigen. Es ist der Kunst und der Künstlerin selbst gewidmet: Pina Bausch. Ein Mural, das auf mich einen sehr großen Eindruck gemacht hat. Ein wenig versteckt zwischen den Häusern strahlt eine poetische Interpretation ihres weltberühmten Stücks „Der Fensterputzer“.

Im Stück „Der Fensterputzer“ von Pina Bausch geht es um die Eindrücke, die Geräusche und die lebendige Atmosphäre der Millionenstadt Hongkong. Das Werk aus dem Jahr 1997 hat keine klassische Handlung, sondern zeigt eine bunte Collage aus Tanz, Humor, Musik und alltäglichen Szenen.

Das Mural selbst… empfinde ich als eine Darstellung des Inneren. Es zeigt das, was in uns passiert, wenn wir etwas tiefgreifend erleben. Versteckt in uns, kommt es aus uns heraus, wenn der richtige Moment da ist.

Ich selbst habe erst vor Kurzem angefangen, mich mit dem Thema ein wenig tiefer zu befassen. Pina Bausch war mir natürlich ein Begriff… aber ich war noch nie wirklich auf der Suche nach dem, was sie so alles auf die Beine gestellt hat. Erst durch dieses Mural wurde ich richtig angesprochen, sie und ihre Kunst näher kennenzulernen.

Und die Kunstlerin selbs?:

Cara Toes: ist ein belgischer/Hongkonger Künstler, Performer und Weltenbauer. Nomadisch seit 2013, nicht an materielle Grenzen gebunden, sondern nur an das, was die Welt zum Existieren braucht.

Geboren und aufgewachsen in einer Kleinstadt in Belgien als Kind von Hongkonger Einwanderern, war sie immer zwischen verschiedenen Welten. Sie passte nie ganz in die Vorlage von beiden. Dieses Dazwischen wurde zum Motor von allem, was sie macht. Nach dem Studium der Biochemie und Spieledesign zog sie nach Amsterdam, wo sie als Kreative in einer der weltweit angesehensten Werbeagenturen arbeitete . Dort begannen die Mauern sie zu rufen. Heute umfasst ihre Praxis großformatige Wandgemälde, freistehende Metallskulpturen, großformatige Installationen, tragbare Performance-Anzüge, die sie auf der Bühne trägt, bis hin zu immersiven Umgebungen, in die das Publikum physisch eintreten kann.

Der Fensterputzer ausf der Bühne:

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