Oberliga weibliche Jugend B

Am gestrigen Sonntag empfingen die B-Mädchen des HSV Wuppertal kurz vor 16 Uhr ein echtes Schwergewicht in der Sporthalle Kothen: den Nachwuchs der Zweitliga-Werkselfen von Bayer Leverkusen. Eine gewaltige Herausforderung direkt zum Saisonauftakt der B-Jugend-Oberliga – alle Achtung! Da die HSV-Mädchen bisher noch nie gegen dieses Team gespielt hatten, wusste man im Vorfeld nicht genau, worauf man sich einstellen musste. Zur Einordnung: In der vergangenen Saison sicherte sich die Leverkusener B1-Jugend den dritten Tabellenplatz. Es war also klar, dass sich unsere Neulinge in der B-Jugend mächtig strecken mussten, um in der heimischen Halle nicht unter die Räder zu kommen.
Aber muss man denn alle Spiele gewinnen, um am Ende stolz auf sich zu sein? Auf jeden Fall hilft es! Und das musste man den Wuppertalerinnen nicht zweimal sagen. Sie wollten auf heimischem Parkett beweisen, dass sie stark genug sind, um es mit jedem aufzunehmen – eben auch mit den favorisierten Leverkusener Elfen.
Auf der Tribüne versammelte sich eine Fangemeinde, die von der ersten Minute an richtig Stimmung machte. Die Halle war zwar nicht bis auf den letzten Platz besetzt (ich frage mich wirklich, wieso eigentlich nicht?), aber die Lautstärke reichte locker aus, um gleich zwei Spiele zu befeuern. Und wie man es sich erhofft: Der Funke sprang sofort auf die Spielerinnen über.
Beide Mannschaften drückten ab der ersten Minute aufs Tempo. Tor um Tor wurde gekämpft, ohne dass sich ein Team zunächst entscheidend absetzen konnte. Erst in der 17. Minute erarbeitete sich der HSV einen kleinen Vorsprung von zwei Toren und baute diesen kurz darauf sogar auf drei Treffer aus. Zur Pause nahmen die Wuppertalerinnen ein starkes +4 mit in die Kabine. Man konnte deutlich sehen: Obwohl die Leverkusenerinnen spielerisch stark waren, hatten sie zunehmend Schwierigkeiten, das hohe Tempo des HSV mitzugehen.
Aber im Handball ist ein Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit trügerisch. So ein Polster kann extrem schnell schmelzen – der BHC hat bei seinem Spiel in Nürnberg kürzlich eindrucksvoll unfreiwillig bewiesen, wie rasant man einen Fünf-Tore-Vorsprung aus der Hand geben kann. Und auch am Kothen wurde es noch einmal spannend: In der 32. Minute führte der HSV noch souverän mit +6 Toren (14:8). Nur drei Minuten später stand plötzlich ein 14:11 auf der Anzeigetafel. Ein kurzer Einbruch der Wuppertalerinnen brachte die Leverkusener Mannschaft regelrecht zurück ins Spiel.






Doch diese furiose Aufholjagd raubte den Gästen offenbar die letzten Kraftreserven. Kurz darauf nahmen die HSV-Mädchen das Heft des Handelns wieder fest in die eigenen Hände. Mit ein paar schnellen, konsequenten Aktionen zogen sie den Leverkusenerinnen endgültig den Zahn und machten den Traum vom Auswärtssieg zunichte.
Am Ende gewannen die HSV-Mädchen ihr Auftaktspiel in der B-Jugend-Oberliga mit einem fantastischen 21:16.
Gratulation! Es war ein hochverdienter Sieg. Und auch wenn ich vor dem Anpfiff nicht wirklich geglaubt hätte, dass ihr schon so weit seid: Nach 20 Minuten war ich mir überraschend sicher, dass ihr das Ding nach Hause bringt. Ich muss gestehen, ihr entwickelt euch in einer so rasanten Geschwindigkeit, dass man von Spiel zu Spiel immer wieder neue Facetten an euch entdeckt. Als Mannschaft habt ihr heute absolut das Beste aus diesem Spiel herausgeholt. Weiter so!
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…young ladies are now excelling at sports. For too long they didn’t have the opportunities that men have alway had.