
An diesem einen Tag habe ich öfter eine Kirche betreten als sonst im ganzen Jahr – und das will schon etwas heißen. Aber wenn man schon einmal in Münster ist, sollte man auch so viele Orte wie möglich mitnehmen. Wer weiß schließlich, wann ich das nächste Mal hier bin?
Trotzdem habe ich bei Weitem nicht alles gesehen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, eine Galerie zu besuchen, doch dafür war es bereits zu spät. Das hebe ich mir einfach für meinen nächsten Besuch auf.
Den riesigen Platz vor dem St.-Paulus-Dom hatte ich zwar noch vage in Erinnerung, aber die vielen einzelnen Details wirkten auf mich völlig neu. Irgendwie hat sich da eine riesige Lücke in mein Gedächtnis geschlichen: Einzelne Motive waren da, aber ansonsten fühlte es sich an, als stünde ich zum ersten Mal hier. Dieses Gefühl wurde nur noch stärker, als ich den Dom betrat und vor der wunderschönen Astronomischen Uhr stand. Warum konnte ich mich bloß nicht mehr an sie erinnern? Wahnsinn … Aber egal, Hauptsache, jetzt hat sich dieser Anblick für immer eingeprägt.

Besonders in Erinnerung bleibt auch eine Kapelle hinter dem Hochaltar, die an den Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1987 erinnert.
Für die Astronomische Uhr gibt es übrigens auch spezielle Führungen, bei denen man mehr über ihre faszinierende Mechanik und Funktionsweise erfährt. Der nächste Termin ist am 6. November – vielleicht ein Datum, das ich mir im Kalender rot anstreichen und für meinen nächsten Ausflug nach Münster vormerken sollte. Schauen wir mal!

St.-Paulus-Dom
Als Bischofskirche ist der St.-Paulus-Dom das geistliche und religiöse Zentrum des im Jahr 805 gegründeten Bistums Münster. Nach zwei Vorgängerbauten legte Fürstbischof Dietrich III., Graf von Isenberg, im Jahr 1225 den Grundstein für den heutigen Dom, dessen Weihe durch Fürstbischof Gerhard, Graf von der Mark, im September 1264 erfolgte. Nach vierzigjähriger Bauzeit entstand hier ein herausragendes Baudenkmal des Mittelalters, das trotz aller historischen Umbrüche – von der Zerstörungswut der Wiedertäufer um 1530 bis zur weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – seine spätromanische Grundstruktur bis heute bewahrt hat.
Münster – St. Paulus Dom



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