Oppeln – Mehr als nur die Hauptstadt des Liedes

Witamy w Polskiej Stolicy Piosenki – Willkommen in der polnischen Hauptstadt des Liedes!

Diesen Anblick genießt ein Reisender, wenn er heute aus dem Hauptbahnhof in Oppeln (Opole) tritt. Früher war dieser Ort ein absolut nicht einladender Platz bewachsen mit alten Großen Bäumen, und überbleibsel des kommunistischen Kleinhandel Gewerbes. Doch endlich hat auch dieser Bereich ein frisches Aussehen erhalten, das zu all den positiven Veränderungen passt, die in Oppeln in den letzten Jahren stattgefunden haben.
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Die neuen Umgehungsstraßen waren erst der Anfang. In letzter Zeit kamen ein neues Stadion hinzu (und das für eine Mannschaft, die nicht einmal in der ersten Liga spielt!) sowie ein Industriegebiet, das in einer Geschwindigkeit aus dem Boden gestampft wurde, die man in Deutschland kaum noch für möglich hält – besiedelt mit Firmen aus der ganzen Welt. Oppeln wächst, gedeiht und verändert sich schneller, als man denken kann.

Nun war also der Bahnhofsvorplatz an der Reihe. Direkt gegenüber ist der neue, überdachte Busbahnhof entstanden, und dazwischen gibt es nun ein wenig Natur mitten im Zentrum. Auf meinem Foto wirken die Bäume noch kahl, schließlich war es erst Anfang April. Doch mit den Jahren werden sie wachsen, schöner werden und den Reisenden im Sommer Schatten spenden.

Man bekommt fast den Eindruck, dass man in Polen ganz genau weiß, wie man europäische Fördergelder beantragt und sie zum Wohle der Bürger einsetzt. Es ist beeindruckend zu sehen, was dort möglich ist – und gleichzeitig schmerzhaft, weil man solche Fortschritte bei uns oft vermisst. Es ist fast Wahnsinn, wie träge wir im Vergleich geworden sind.


Übrigens: Das Gebäude im Hintergrund ist der besagte Busbahnhof. Der große Schriftzug darauf begrüßt die Reisenden in der „Hauptstadt des polnischen Liedes“. Seit 1963 veranstaltet Oppeln eines der ältesten Musikfestivals Europas. Opole ist dabei kein gewöhnliches Massenfestival, sondern ein echtes kulturelles Archiv: Es zeigt seit über 60 Jahren, wie sich die polnische Musik, die Gesellschaft und die Politik verändert haben. Das macht diesen Ort historisch einzigartig.

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6 Kommentare

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  1. Danke für eure Besuch und Kommentare
    @ Liebe Elke – Manchmal müssen alte Bäume Platz machen – vor allem, wenn sie das ganze Konzept des Umbaus stören. Direkt hier um die Ecke war damals ein neuralgischer Punkt, an dem viele Straßen aufeinandertrafen, die nicht für den heutigen Verkehr gebaut waren. Jetzt wurde das Ganze ein wenig entschärft und der Bahnhofsvorplatz den Reisenden und Besuchern gerecht gestaltet. Und die Bäume? Ja, es ist schon schade, aber diese neu gepflanzten werden irgendwann auch so groß sein wie die alten.
    @ Liebe Mascha – Ich weis nicht wie man das auf Deutsch heißen kann, deswegen so meine Direkte Übersetzung von Polnisch… in Polnische Sprache klingt es aber wirklich schön 😉
    @ Hallo Olaf – Ok Oppeln ist schon schöne Stadt … nicht so gross wie Breslau. viel kleiner aber Interessant mit ein paar Interessanten Museen die dem Region gewidmet sind.
    @ Liebe Claudia – ist es auch. Klein aber fein 🙂

  2. Hallo Marius,
    scheint wirklich eine schöne Stadt zu sein.
    Da hätte ich gerne noch ein paar Bilder mehr gesehen.
    Die Beschreibung dazu macht neugierig.
    Lieber Gruss Claudia

  3. Bis Opole hat es mich noch nicht getrieben, ich bin meistens in Breslau hängengeblieben. Wenn ich in meiner Rentenzeit etwas mehr Zeit für Ausflüge habe werde ich ganz sicher auch Opole anschauen. Wenn die alten Bäume krank waren, dass kommt ja nicht so selten vor in Großstädten, dann macht das mit den neuen Bäumen schon Sinn. Das Foto an sich ist etwas dunkel und ein leichter Gelbstich ist sichtbar, sicher waren hier die WB Einstellungen nicht optimal.

    Gruß Olaf

  4. Sieht nicht schlecht aus und: Hauptstadt die Liedes klingt gut! Nur bei den alten Bäumen kann ich nicht ganz zustimmen: es ist immer schade, diese zu fällen und bis Neue wieder richtig grosz und stattlich werden, dauert es mehr als ein Menschenleben.
    Das kommunistische Kleinhandels-Gewerbe war wohl topisch polnisch – unsere DDR-Bürger sind immer rübergefahren, um dort Dinge einzukaufen, die es bei uns nicht gab.
    Nach der Wiedervereinunigung haben wir hier nun asiatisches Kleinhandels-Gewerbe… –
    Liebe Grüsze und eine gute neue Woche
    A.

  5. Sieht hübsch aus, aber was war an großen, alten Bäumen verkehrt?
    Ich habe keine Ahnung, wer überhaupt Fördergeld aus der EU erhält. Aber deine Gedanken hatte ich schon oft. Nicht speziell wegen Polen, aber überhaupt. Mit der Trägheit kannst du schon recht haben. Angeblich soll das ja jetzt besser werden. Man darf gespannt sein.
    Liebe Grüße – Elke

  6. Mir gefällt, dass sie die die alte Lok dort mit hin gestellt haben. Und Bäume sind immer gut! LG, Christine