Nature Thursday 2026 – #17

Frühlingserwachen am Annaberg – Ein Tanz auf den Knien

Diesen Donnerstag möchte ich euch eine kleine Kostbarkeit vorstellen, die mir bei meinem letzten Spaziergang auf dem St. Annaberg in Schlesien begegnet ist: das Hain-Veilchen.

Manchmal muss man sich im Leben tief verneigen, um die wahre Schönheit zu sehen. In diesem Fall war es eher ein mühsames In-die-Knie-Gehen! Mit 58 Jahren merke ich langsam, dass meine Knochen nicht immer so wollen wie mein Kopf. Aber wenn man solche Naturwunder – mitten im Wald und nicht im gepflegten botanischen Garten – entdeckt, vergisst man den Schmerz für einen Moment. Überall am Boden leuchteten diese kleinen blauen Gruppen hervor, oft versteckt zwischen dem alten Laub.


Obwohl ich fast jedes Jahr auf dem St.Annaberg bin, war dieser Besuch Mitte April eine Premiere für mich. Wir waren dort, um Sama, die das erste Mal in Polen zu Besuch ist, die Gegend zu zeigen. Dass ich dabei selbst noch einmal die Natur so intensiv beim Erwachen erleben durfte, war ein echtes Geschenk. Es zeigt mir mal wieder: Man kann einen Ort hundertmal besuchen und entdeckt beim hunderteinsten Mal doch etwas völlig Neues, wenn man nur genau hinschaut.

Geminis Klugscheiß-Ecke

    Falls ihr beim nächsten Spaziergang glänzen wollt: Das ist ein Hain-Veilchen (Viola riviniana). Dass sie am St.Annaberg so prächtig gedeihen, liegt am Boden – der Berg ist nämlich ein erloschener Vulkan und der Basalt liefert genau die Nährstoffe, die diese kleinen Schönheiten brauchen. In der Blumensprache stehen sie übrigens für Bescheidenheit. Kein Wunder, so tief wie ich mich für das Foto bücken musste!

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9 thoughts on “Nature Thursday 2026 – #17”

  1. Sehr hübsch – obwohl so klein dennoch so schön 🙂 Aber ja – man muss genauer hinschauen dann entdeckt man viel Schönheit!
    Liebe Grüße
    Liz

  2. Lieber Marius,
    ja, das genaue Hinschauen macht den Unterschied – plötzlich nimmt man Dinge wahr, die früher „unsichtbar“ gewesen sind… Für mich haben sich viele Orte so verwandelt, seit ich mehr fotografiere und deshalb genauer hinsehe. Gar so bescheiden scheint mir das Veilchen aber nicht zu sein, wenn es Menschen dazu bringt, sich vor ihnen hinzuknien

    Aber Spaß beiseite: Schmerzende Knie heilst du am besten durch: Bewegung! Sprich: zum Beispiel durchs in die Knie gehen. Probiere es mal einen Monat lang (z.B. mit Übungen aus dem Internet) aus. Eine sehr gute Erklärung für den Grund von Knieschmerzen bekommst du bei Liebscher & Bracht: https://www.youtube.com/watch?v=GYYn7zx0BWQ (Am Schluss dieses Videos ist eine erste gute Übung zu finden.) Und von diesen Schmerzspezialisten findest du auch sehr viele weitere tolle und einfache Übungen im Internet. Bei mir haben die Schmerzen aufgehört – und ich bin älter als du
    Alles Liebe,
    Traude

  3. Ein sehr schönes Foto vom Hain-Veilchen, lieber Marius. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele unterschiedliche Arten von Veilchen es tatsächlich gibt. Bei uns im Garten sind ja die Frühlings-Duftveilchen stark vertreten.
    Aber mit achtundfünfzig bist du ja fast noch ein Jungspund, mein Lieber. Da solltest du dich noch nicht beklagen müssen, wenn du mal in die Knie gehen musst ;-).
    Liebe Grüße – Elke
    Blau geht es auch bei mir heute zu.

  4. Lieber Marius,

    nach einer kleinen Urlaubspause bin ich heute wieder mit dabei, das Hain-Veilchen schaut zauberhaft aus, passend zu dem schönen Blau habe ich die Gedenkemein verlinkt.

    Sonnige Frühlingsgrüße
    aus dem Taunus
    von Anke

  5. Guten Morgen lieber Marius!

    Deine akrobatischen Bemühungen haben sich gelohnt! Toll!
    Und danke für die Info, denn den Namen kannte ich noch nicht.

    Liebe Grüße

    Anne

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