Das barocke Klosterportal in Oppeln

Eigentlich bin ich hundemüde. Die letzten Nächte waren kurz, der Schlaf blieb aus, und ständig gab es hier und da etwas zu regeln. Mein eigentlicher Plan für heute war: Kein Blog-Beitrag. Aber diesen Vorsatz habe ich schnell wieder verworfen. Solange es gerade so gut läuft, möchte ich zumindest ein paar Bilder mit euch teilen. Man muss ja nicht jedes Mal lange Texte schreiben; manchmal reicht ein kurzes Statement und eine neue Tür zu meiner Foto-Serie.

Ein bröckelndes Barock-Juwel mitten im Zentrum

Ich habe nicht mehr viele Bilder aus Tür & Portal Reihe auf der Platte, aber ein oder zwei Schätze liegen dort noch. Heute zeige ich euch eine Eingangspforte zu einem kleinen Kloster in Oppeln.

Das Kloster liegt eigentlich sehr zentral und ist für jeden gut sichtbar. Als ich davor stand, hat mich der Kontrast sofort fasziniert. Schaut euch einmal diese unglaubliche handwerkliche Arbeit an: Die aufwendigen, dunklen Holzschnitzereien der Tür, die mächtigen Steinsäulen und die wunderschönen barocken Steinmetzarbeiten über dem Bogen. Man sieht, dass dieses Portal einst mit großem Stolz und Reichtum erbaut wurde.


Und dann sieht man den Zustand. Das Mauerwerk wirkt notdürftig geflickt, der Putz blättert ab, und die Farbe an der Holztür zeigt tiefe Risse. Es ist ein Foto, das vom Verfall und vom Überleben erzählt.

Das wundert mich ein wenig: Normalerweise wurden die Kirchen in Polen in den letzten zehn Jahren sehr gut mit Geld versorgt. Viele sind in dieser Zeit wirklich schön geworden und wurden aufwendig restauriert. Hier, im Herzen von Oppeln, hat man aber anscheinend gespart. Vielleicht liegt es aber auch am Orden selbst: Es ist das Franziskanerkloster. Wer den heiligen Franz von Assisi kennt, weiß, dass Prunk und Protz dort nicht an erster Stelle stehen. Während andere Kirchen prachtvoll glänzen, zeigt diese Pforte vielleicht genau das, wofür der Orden steht: Bescheidenheit. Das ramponierte Mauerwerk ist hier kein Mangel, sondern fast schon ein Statement gegen den Prunk der letzten Jahre

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3 thoughts on “Das barocke Klosterportal in Oppeln”

  1. Ich finde, das Ganze hat Charme und irgendwie verbinde ich Kloster auch wirklich nicht mit Prunk. Wobei das ja schon mal echt schicki gewesen sein muss.

  2. Liebe Elke,
    Danke für dein Besuch und Kommentar…
    Gerade hast Du was neues verpasst … aber bei deine Aktivitäten auf czoczo.de wird die näugkeit dir nicht erspart 🙂
    Aber zu deine Frage … Du hast richtig beobachtet… bestimmt sind die Tür viel Junger als das Portal. Aber wieviel Junger … ist mir unbekannt. Vielleicht sollte ich meine Nächste ausflüge nach Oppeln selbst unternehmen und sich nur an einen Objekt Konzentrieren. Schon seit paar Jahren entstehen meine Bilder meistens bei vorbeigehen auf Spaziergängen … dadurch entsehen einzelne Bilder die sehr wenig über den oder anderen Ort erzählen… obwohl Sie mehr beachtung verdienen.
    Bei meine nächste Besuch werde ich den Kloster besuchen … vielleicht bekomme ich die schanze die Klosterkirche im Licht zu fotografieren …
    Liebe Größe czoczo

  3. Hallo Marius,
    ich finde das halbrunde Fenster über der Tür interessant. Mich würde interessieren, ob das (und die Tür) eventuell mal erneuert wurden. Denn irgendwie erinnert es mich ein bisschen an den Jugendstil. Zur dunklen Holztür passt es sehr gut, aber irgendwie nicht so richtig zum opulenten barocken Überbau. Jedenfalls empfinde ich das so.
    Herzliche Grüße – Elke

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