Gerade bin ich auf ein tolles Projekt von Heike gestoßen: den „Spaziergang des Monats“. Eine wunderbare Aktion, besonders für jemanden wie mich! Von einem einzigen Spaziergang könnte ich eigentlich eine ganze Woche lang erzählen – jeden Tag eine kleine, neue Episode. So kann ich mich intensiv auf ein Thema konzentrieren und der Blog bleibt aktiv, selbst wenn ich gedanklich schon beim nächsten Ausflug bin. Warum also nicht einfach mal mitmachen?

Meine letzte „Expedition“ liegt nun schon fast eine Woche zurück. Einiges davon habe ich bereits erzählt, doch es warten noch viele interessante Bilder und Momente auf ihre Gelegenheit. Und die ist jetzt gekommen.
Wie ihr wisst, war ich letzte Woche mal wieder in Düsseldorf. Zehn Tage zuvor hatte ich die Stadt noch an einem Sonntag mit meiner Frau besucht. Diesmal war ich allein und mitten in der Woche unterwegs. Ich nutzte die Gelegenheit, Düsseldorf endlich einmal ganz ohne Auto zu erleben.
Spiegelungen



Mein erstes Ziel war der Medienhafen. Seit Jahren beginne ich hier fast jeden Fotoausflug. Ich kenne mich aus und werde selten überrascht – bis auf dieses Mal: So menschenleer habe ich den Hafen noch nie erlebt. Hinter den unzähligen Glasfassaden arbeiten eigentlich Tausende von Menschen. Wo die alle geblieben sind? Mir konnte es egal sein, so störte mich zumindest niemand bei der Motivsuche.
Ich war völlig unvorbereitet losgezogen. Ich wusste zwar, wo mein Ausflug beginnen sollte, aber danach überließ ich der Situation die freie Wahl – und das war gut so. Gleich am Anfang schoss ich zwei Bilder, die den Blick für meine weiteren Motive prägten. Hier im Medienhafen konnte ich mich fotografisch richtig austoben. Viele der Ecken habe ich schon hundertmal fotografiert, aber sie wirken immer noch spannend auf mich und wecken den Drang, noch einmal auf den Auslöser zu drücken. Da ich jedoch erst ein paar Tage zuvor hier gewesen war, zog es mich recht bald weiter.
Am Rhein Ufer



Apropos: Die Gehry-Bauten, die ich gestern im Blog gezeigt habe, wurden von Olaf als etwas zu dunkel kritisiert. Ja, Olaf, ein wenig vielleicht. Ich hätte die Schirme und die rote Fassade ein bisschen aufhellen können. Aber in dem Moment, als ich die Bilder bearbeitet habe, empfand ich es genau als richtig. Vor allem, weil in den Schattenpartien immer noch Zeichnung vorhanden ist – die Tiefen sind also nicht komplett „abgesoffen“. Doch das war die Geschichte von gestern. Heute ziehe ich weiter, direkt ans Rheinufer.

Ja, der Rhein fließt noch, und auch die Binnenschifffahrt war unterwegs. Allerdings sah man deutlich, dass die Schiffe nur zur Hälfte beladen waren. Sie ragten ungewöhnlich hoch aus dem Wasser, um den Fluss bei diesem niedrigen Pegel überhaupt befahren zu können. Das fiel mir schon von der Fuß- und Fahrradbrücke über die Düssel auf. Mein Ziel war es aber, diesmal direkt ans Rheinufer zu gelangen. In Zons machen wir das oft, aber in Düsseldorf? Da stand ich vielleicht vor zwanzig Jahren auf der Rheinkirmes das letzte Mal direkt am Wasser. Meist schaut man ja doch nur von der Promenade oder den Brücken hinab.
Schau nach Oben



Nicht weit vom Medienhafen fand ich schließlich eine traumhafte Stelle. Ein wenig gezeichnet von den kleinen Feiern, die hier wohl abends stattfinden, aber ansonsten ein herrlicher Platz, um sich abzukühlen oder ein Sonnenbad zu nehmen. Lange verweilen konnte ich jedoch nicht. Ich wollte noch die Altstadt erreichen, um von dort eine passende Straßenbahn für den Rückweg zu nehmen.

Also auf geht’s, knapp zwei Kilometer bis in die Altstadt. Vorbei am Spee’schen Palais, wo ich eigentlich langsam nach der Bahn Ausschau halten wollte. Doch dieser Plan war schnell Geschichte. Straßenbahn? Wozu eine Straßenbahn, wenn man überall spannende Motive findet! Zu Fuß ist es eben einfach besser – vielleicht ein wenig länger, aber auf jeden Fall interessanter.

So viel Bilder in einem Beitrag .. Passiert nur bei meinen Handball berichten … und da sind sie auch nur kleine Vorschaubilder. Es war ein Tolle Spaziergang … ich war von 09:00 Uhr fast 7Stnd Unterwegs… viel zeit in den Zugen verbracht … aber es war alle mal besser als nach eine Preiwerte Parkplatz in Düsseldorf zu suchen.
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