Heute war es endlich so weit: Das erste Mal seit über zwei Wochen habe ich mich wieder ganz bewusst auf Fotopirsch begeben. Das tat unheimlich gut, denn die Tage davor waren echt anstrengend. Ich saß gefühlt ununterbrochen nur am Rechner, weil mich ein paar hartnäckige, kleine Fehler in meinen Plugins einfach nicht zur Ruhe kommen ließen. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, dieses ganze Technik-Chaos pünktlich zum ersten Mai hinter mir zu lassen, aber wie das nun mal so ist: Was sein muss, muss sein.
Hinter den Kulissen hat sich in den letzten Tagen sowieso eine Menge bei mir verändert. Ich stand sogar kurz davor, den gesamten Blog einmal komplett auf links zu drehen. Doch als ich die ersten kleinen Versuche startete, packte mich im letzten Moment das Zögern und ich habe mich umentschieden. Warum sollte man auch etwas austauschen, das eigentlich stabil läuft? Und das, obwohl ich von allen Seiten ständig höre: „Lass das mit NextGen bloß sein, diese veraltete Struktur wird mit der Zeit doch nicht besser.“
Ich war ehrlich gesagt schon fast weichgeklopft und hatte mit der „FooGallery“ auch schon ein wirklich vielversprechendes, neues Plugin an der Angel. Aber genau in dem Moment, als es ernst werden sollte, habe ich die Reißleine gezogen. Ich brachte es einfach nicht übers Herz, die Arbeit von all den Jahren aufs Spiel zu setzen. czoczo.de ist für mich inzwischen viel mehr als nur eine Website – es ist wie ein echtes Tagebuch, manchmal auch ein kleiner Kummerkasten, und vor allem ein Ort, an dem ich mich unheimlich gerne mit euch austausche. Zwar hätte ich beim Wechsel vermutlich kein einziges Bild verloren, aber die ganzen mühsam angelegten Verschachtelungen, Shortcodes und Galerien wären von einer Sekunde auf die andere unbrauchbar geworden.
Deswegen bleibt jetzt erst einmal alles so, wie es ist. Stattdessen habe ich versucht, das bestehende NextGen-System noch besser an meine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Ich habe mich sogar hingesetzt und ein eigenes kleines Plugin geschrieben, das mir die Arbeit im Gutenberg-Editor erleichtert. Ja, ihr habt richtig gehört: im Gutenberg! Endlich habe ich mich zumindest in diesem Punkt getraut, einen Schritt nach vorne zu machen und mit der Zeit zu gehen. Ich bin selbst gespannt, ob ich mich dauerhaft daran gewöhne oder das Ganze wie beim letzten Mal enttäuscht in die Ecke schmeiße.
Für heute konnte ich das Projekt jedenfalls mit einem richtig guten Gefühl abschließen. Wobei ich mich natürlich kenne: Dieser Frieden hält meistens nur kurz, die nächsten Ideen schwirren schon wieder in meinem Kopf herum.
Aber das war mir heute erst einmal egal, denn das Wichtigste war: Die Kamera musste endlich wieder an die frische Luft! Diesmal hatte ich das PORST 28mm/2.8 im Gepäck. Eine wirklich faszinierende Linse, die allerdings eine kleine Eigenheit besitzt: Durch ihre speziellen Gläser wirken die Bilder immer so, als läge ein leichter Blaustich über ihnen. Beim letzten Ausflug hatte ich diesen Farbstich noch auf den Polfilter geschoben. Um den Fehler zu finden, habe ich den Filter diesmal extra zu Hause gelassen – und siehe da, das Ergebnis war exakt dasselbe. Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt, aber die Linse bleibt für mich trotzdem spannend. Mit den 28mm bekommt man einfach herrlich viel Landschaft auf den Sensor, und das Objektiv ist extrem leicht.
Allerdings musste ich auf der Runde auch schmerzhaft feststellen, wie sehr man sich verwöhnen lässt: Wenn man sonst fast nur mit einem Zoom-Objektiv unterwegs ist, fordert einen der Umstieg auf eine feste Brennweite – und dann auch noch so weitwinklig – ganz schön heraus. Man muss sich plötzlich wieder richtig anstrengen und bewegen, um ein gescheites Motiv auf den Punkt zu bringen. Aber Übung macht den Meister! Ich habe mich jetzt einfach dazu entschlossen, den Blaustich zu ignorieren und dieses handliche Duo in Zukunft öfter auf meine Wandertouren mitzunehmen. Die Ausbeute von heute werde ich euch in den nächsten Tagen nach und nach zeigen – auch wenn ehrlicherweise diesmal noch keine großen Meisterwerke dabei sind.
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