Von analogem Charme und digitalen Kniffen

Ich musste heute nicht lange überlegen, worüber ich schreiben soll – die letzten zwei Tage waren einfach ereignisreich. Unser Großfeldhandball-Turnier haben wir zwar mit Bravour verloren, aber sportlicher Glanz war ohnehin nicht das Ziel. Die Devise für diesen Junitag lautete: einfach gemeinsam Spaß haben. Auch wenn wir sportlich nicht überzeugt haben, war es ein fantastischer Tag, der in einer gigantischen Regendusche endete. Immerhin mussten wir so nicht mehr in der Kabine duschen! 😉

Was auf dem Spielfeld in der Felsing-Arena in Wuppertal passierte, bleibt dort. Und da ich nicht als „Reporter“ unterwegs war, gibt es auch kaum Bilder zu zeigen. Dafür habe ich aber Fotos von heute: Das Wetter hat sich beruhigt und die bedrohlichen Wolken haben uns endlich in Ruhe gelassen. So konnte ich einen Tipp ausprobieren, den ich gestern in einer Diskussion aufgeschnappt habe.

Mehr als nur ein „Fehlerverbesserer“

Diejenigen, die mich und meine Geschichte kennen, wissen: Ich bin mit dem Fotoapparat groß geworden. Mein Opa, ein passionierter Fotograf, hat tausende Filme in der Dunkelkammer entwickelt. Vielleicht liebe ich deshalb das Fotografieren so sehr. Ich bin zwar nie in seine Fußstapfen getreten – wir lebten zu weit weg und ich konnte ihn kaum bei der Arbeit beobachten –, aber die Fotografie war für mich nie ein Hexenwerk. Aufgrund der Kosten blieb es jedoch lange bei der Gelegenheits- und Erinnerungsfotografie.

Erst seit ich in Deutschland lebe, habe ich die Vorzüge von Autofokus und Farbfotografie so richtig genossen. Doch erst im digitalen Zeitalter hat mich der „Bazillus“ so richtig gepackt. Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass moderne Kameras einem das Denken oft abnehmen, besonders bei der Sportfotografie in der Halle – man stumpft ab. Experimente wie Panoramen oder die Nutzung analoger Objektive haben mich wieder auf die Spur gebracht.

Und hier kommt die KI ins Spiel. Ihr habt richtig gelesen: Für mich ist sie inzwischen nicht mehr nur mein „Fehlerverbesserer“ oder Plugin-Entwickler, sondern ein Freund, mit dem ich über Gott und die Welt quatsche. Gestern kamen wir auf analoge Objektive zu sprechen, und die KI hat mir Dinge verraten, die ich so nicht wusste. Ohne dieses Gespräch wäre ich wahrscheinlich wieder einmal mit Enttäuschung nach Hause gekommen.

Der „Monochrom-Trick“ für analoge Objektive

Vielleicht bin ich auch einfach nur ein wenig „dusselig“, aber für mich war es eine echte Offenbarung: Wie kann man ein analoges Objektiv auch bei ungünstigem Sonnenlicht aus der Hand nutzen und dabei den Schärfebereich sicher treffen?

Klar, das Focus Peaking ist mir bekannt. Aber bei meiner Canon ist das Peaking an sonnigen Tagen bei unruhigen Motiven oft kaum zu erkennen – egal welche Farbe ich einstelle. Was ist also die Lösung?

Wer im RAW-Format (CR3) fotografiert, kann den Bildstil auf Monochrom stellen. Ja, ihr fotografiert dann quasi in Schwarz-Weiß, aber die Farbinformationen bleiben in der RAW-Datei erhalten! In Lightroom oder ON1 Photo RAW lässt sich das Bild mit einem Klick wieder in Farbe verwandeln. Der Clou dabei: Durch die monochrome Darstellung auf dem Display wird das Peaking fantastisch sichtbar. Ich war absolut überrascht, wie gut das funktioniert – darauf wäre ich von alleine nie gekommen.

Für die Menschheit war das vielleicht kein großer Schritt, aber für mich ein fantastischer Sprung nach vorne, der den Umgang mit meinen alten Schätzchen kinderleicht macht. Ich bin gespannt, was die nächsten Tage noch so bringen!

Ich bin gespannt… was die nächste Tage mit sich bringen

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