Nach vier Niederlagen in Folge sollte das Rückspiel gegen den TV Issum am vergangenen Sonntag endlich die Wende bringen. Die Vorzeichen standen gut, schließlich hatte der HSV das Hinspiel in Issum souverän mit 21:18 gewonnen. Die Zuversicht im Team war die ganze Woche über spürbar – bis zum Spieltag.
Ein Start unter schweren Vorzeichen
Der Schock kam am Sonntag: Die halbe Mannschaft hatte sich mit einem Infekt angesteckt. Mit Atemnot und Hustenattacken schleppten sich die Spielerinnen in die Halle. Dass man sich unter diesen Umständen überhaupt entschied anzutreten, war mutig, doch mit einem solchen Handicap durfte man keine Wunder erwarten.
Der Start verlief dementsprechend holprig. Die Gäste aus Issum erkannten sofort, dass der HSV heute mehr mit der eigenen Gesundheit als mit dem Gegner zu kämpfen hatte. Blitzschnelle Aktionen der Gäste führten zu einem schnellen Rückstand; nach nur zehn Minuten hieß es bereits 2:8. Es sah nach einer frühen Vorentscheidung aus.
Kampfgeist gegen den Hustenreiz
Doch die Mädels der Handball C-Jugend des HSV hatten das Krankenbett zu Hause gelassen und weigerten sich, kampflos aufzugeben. Nach etwa 11 Minuten fand der HSV endlich ins Spiel. Die Abwehr stabilisierte sich – man wollte die eigene Halle nicht ohne Gegenwehr verlassen.
In der zweiten Halbzeit wurde es dann richtig dramatisch. Plötzlich gelangen die Angriffsversuche, und das Ergebnis änderte sich im Minutentakt. Mal lag der HSV nur noch mit zwei Toren hinten, nur um kurz darauf wieder einen Vier-Tore-Rückstand zu kassieren. Doch der Ehrgeiz war geweckt: In der 35. Minute war es so weit – der HSV warf den Ausgleich!
Herzschlagfinale bis zur letzten Sekunde
Die letzte Viertelstunde war nichts für schwache Nerven. Es ging Tor um Tor, die Führung wechselte ständig. Man konnte den Willen jeder einzelnen Spielerin förmlich greifen. In der Schlussphase hatte der HSV bei eigenem Ballbesitz noch 10 Sekunden Zeit, den Siegtreffer zu erzielen. Doch nach diesem kräftezehrenden Kampf waren die Mädels stehend k.o. – die Kraft für den letzten entscheidenden Wurf fehlte.
Am Ende stand ein 27:27 auf der Anzeigetafel. Ein Sieg wäre für beide Teams schön, aber angesichts des Spielverlaufs vielleicht auch ein wenig ungerecht gewesen.
Fazit: Eine tolle Moral der Truppe! Unter diesen Umständen war das Unentschieden das Beste, was herauszuholen war.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser kämpferischen Leistung!

Wieder ein sehr schöner Bericht! Vielen Dank auch für die tollen Fotos!