Wenn der Körper streikt und die Angst mitspielt

Eigentlich bin ich krank. So richtig krank. Nachdem ich am letzten Freitag noch mit letzter Kraft und der Hoffnung an der Maschine stand, dass das Wochenende alles richten würde, kam am Montag der Zusammenbruch. Ich stand nassgeschwitzt in der Arbeit, der Kreislauf am Boden. Das Wetter hat mich diesmal voll in die Knie gezwungen.


Seit Freitag wütet diese Grippe so stark in mir, dass mir inzwischen gefühlt ein paar Tage Lebenszeit fehlen. Am Montag habe ich noch versucht, mich in den Arbeitsanzug zu quälen, doch als der Schweiß schon floss, bevor die Maschine lief, musste ich diesen Wahnsinn abbrechen. Es reicht. Eigentlich hätte ich schon am Freitag die Reißleine ziehen müssen.

Aber man ist in der Probezeit. Mit 56 Jahren, nach gerade einmal drei Monaten im neuen Betrieb, versucht man krampfhaft, Stärke zu zeigen. Man will beweisen, dass man unzerstörbar ist, dass auf einen Verlass ist. Doch das ist eine kontraproduktive Einstellung, die ich in meinem Alter eigentlich längst hätte ablegen müssen.

Jetzt, wo das Fieber ein wenig nachlässt und der Kopf klarer wird, kriechen die Sorgen zurück: Was erwartet mich am Montag? Braucht ein Arbeitgeber wirklich einen Mitarbeiter, der nach so kurzer Zeit schon die erste Schwäche zeigt? Ein guter, sicherer Arbeitsplatz ist in Deutschland heutzutage Mangelware. Man überlegt zweimal, ob der Gang zum Arzt wirklich notwendig ist. Aber am Ende riskiert man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Kollegen.

Egal… ich muss jetzt noch ein paar Tage durchhalten, die Tabletten nehmen und gesund werden. Und am Montag sehen wir weiter, was passiert.

Hilfe, mein Co-Autor hat kein Gehirn!

…Aber er schreibt verdammt gut

Es ist Montag. Vor ein paar Tagen, am 29. September, habe ich angefangen, euch meine Geschichten vorzustellen. Diese kurze Zeit hat mich und meine Arbeitsweise schon jetzt verändert. Mit diesem Beitrag will ich euch erzählen, wieso meine Texte plötzlich ganz anders zu lesen sind und wie ich damit klarkomme.

Das Schreiben: Voll aus der Seele (mit digitalem Rettungsring)

Obwohl… wenn ich meine Texte sehe, bevor sie durch die KI überprüft werden, sehe ich, dass ich mit der Zeit immer „schlechter“ schreibe. Mein Deutsch wirkt noch konfuser als früher, aber dafür schreibe ich jetzt voll aus meiner Seele! Ich achte kaum noch darauf, wie ich die Sätze bauen soll oder welche Fehler ich mache.

Das Beste daran: Die KI versteht sogar das, was ich selbst nach ein paar Minuten nicht mehr verstehen würde. Trotz der vielen Fehler und Buchstabenverwechslungen begreift sie alles.

Das „Gedanken-Dumping“

    Traut euch, einfach alles so hinzuschreiben, wie es aus dem Kopf purzelt. Die KI ist wie ein Sieb: Der Dreck bleibt hängen, das Gold (eure Geschichte) kommt unten sauber raus.

Ich kann ihr sagen, wie sie den Text bearbeiten soll: Entweder sie nutzt meinen Schreibstil (auch wenn ich mich frage, was das genau ist – sie macht ja zum Glück nicht so viele Fehler wie ich!) oder sie verwendet einen „gehobenen“ Stil. Die KI peppt den Text auf und macht die Geschichte spannender. Sie ist wie ein Partner an meiner Seite, der meine Erzählung verschönert.

Das größte Problem: Wenn die Bilder-KI „durchdreht“
Das Schwierigste sind aber die Bilder. Ich will meine Welt bildlich machen. Mit der KI geht das eigentlich fantastisch leicht – man kann es kaum glauben. Es reicht ein wenig Erzählen, Was man haben will und erledigt. Das Problem ist nur: meine Vorstellung gegen die Dickköpfigkeit der KI.

Ein Bild ist kein Problem. Aber je mehr Bilder man braucht, desto „brutaler“ wird es. Gerade schreibe ich an einer neuen Geschichte und mache gerade die Bilder dazu. Und wie schon bei der Maus Pieps habe ich auch diesmal nach einer halben Stunde die Nase voll.

Die Logik der KI

    Ich wollte ein Bild von einer Maus, die müde guckt. Die KI gab mir eine Maus die wie besoffen anschaut, „Nein, traurig!“. Manchmal fragt man sich: Hat die KI getrunken oder ich?

Warum die KI so störrisch ist

Es ist nicht zu fassen, wie störrisch eine KI sein kann! Egal welche man nimmt – seid vorsichtig, vor allem wenn ihr Dinge auf mehreren Bildern wiederholen wollt. Es ist unglaublich, was für „Anfälle“ die Technik haben kann.

Konsistenz-Tricks

    Wenn ihr wollt, dass eine Figur (wie Maus Pieps) immer gleich aussieht, gebt ihr feste Merkmale: „Maus mit einem roten Schal und einem kleinen Fleck am linken Ohr“. Das hilft der KI, die Spur zu halten.

ABER: Man bekommt auch Bilder, die man im Leben nie so hinbekommen hätte. Die Profis wie Anne haben es bewiesen – da werde ich wohl nie ankommen. Aber ich werde auch kein Geld für KI ausgeben. Solange es „Free“-Versionen gibt, nutze ich sie. Danach ist der Hype eben aus und man muss auf neue Ideen kommen.

Und wie geht es weiter?

Eigentlich sollte dieser Beitrag schon längst fertig sein, zusammen mit ein paar Bildern, die es damals nicht in das Abenteuer von Maus Pieps geschafft haben. Hier zeige ich sie euch nun – sie waren zu schade für den digitalen Mülleimer, auch wenn die KI dort mal wieder mal ihren eigenen Kopf hatte. Die Bilder werden auch in eine Galerie von Maus Pieps KI-Reihe gezeigt

Ob es diesmal wieder jeden Montag eine Geschichte gibt? Ich glaube nicht. Letztes Mal hat mich das am Ende ein wenig gestresst. Aber es kommen bald die ersten Teile der neuen Geschichte – sie liegt thematisch ziemlich nah an der Maus Pieps.

Frohe Weihnachten…

Normalerweise ist es auf czoczo.de Tradition, das Jahr mit ganz besonderen Beiträgen und einer sorgfältig ausgewählten Rückschau auf die vergangenen Monate abzuschließen. Ich liebe es, gemeinsam mit euch in den Erinnerungen und Momenten zu stöbern, die das Jahr geprägt haben.
​Dieses Jahr sollte es eigentlich genauso sein. Doch wie das Leben manchmal so spielt, habe ich es zwischen all den Terminen und dem Trubel nicht rechtzeitig geschafft, den großen Rückblick fertigzustellen. Aber keine Sorge: Für diesen ganz besonderen Beitrag ist es nie zu spät – die Zeit dafür wird noch kommen!


Der Zauber der Weihnacht

​Weihnachten ist mehr als nur ein Datum im Kalender. Es ist die Zeit, in der die Welt ein kleines bisschen leiser wird, die Lichter in den Fenstern heller strahlen und wir uns auf das besinnen, was wirklich zählt: Zeit, Wärme und Gemeinschaft. Es ist die Gelegenheit, innezuhalten, tief durchzuatmen und die kleinen Wunder des Alltags zu schätzen – sei es der Duft von Zimt, ein gutes Gespräch oder das Lächeln eines geliebten Menschen.

​Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um euch allen von Herzen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen. Genießt die Feiertage, lasst die Seele baumeln und sammelt neue Kraft.

​Ich verabschiede mich in eine ganz kurze Pause, freue mich aber schon sehr darauf, euch bald wieder hier auf czoczo.de begrüßen zu dürfen.

​Herzliche Grüße und frohe Festtage!

Nature Thursday 2025 #51

Mein Beitrag für Nature Thursday 2025 #51

Das Finale eines bewegten Jahres 2025
Hier ist er nun: der letzte Beitrag des Jahres für Nature Thursday 2025. Es ist die 51. Ausgabe – und ich kann mit Stolz sagen: Ich habe wieder ein komplettes Jahr durchgehalten! Trotz einiger Schwierigkeiten und meinem Reha-Aufenthalt war immer Zeit für den Nature Thursday.

Ein kleiner Rückblick und ein Geständnis

Eigentlich lag die ursprüngliche Idee für dieses Projekt bei Elke. Ich hatte es fast vergessen, aber nachdem Elke damals eine kleine Pause brauchte, habe ich das Projekt kurzerhand übernommen. Und irgendwie ist es dann bei mir hängengeblieben. Es tut mir leid, Elke! Aber inzwischen ist das Projekt hier auf czoczo.de so stark gewachsen, dass ein „Umtopfen“ wohl schwierig wäre.

Danke an die Community

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an euch alle! Ihr habt mir in schwierigen Momenten Kraft gegeben und das Nature Thursday Projekt so zahlreich mit euren wunderschönen Bildern unterstützt.

Auch der Umstieg auf InLinkz war ein voller Erfolg. Es erspart mir viel Arbeit und wird daher nicht nur beim Nature Thursday, sondern auch bei meinem Black & White Projekt fester Bestandteil bleiben. So kann ich mich mehr auf die Inhalte konzentrieren und muss eure Beiträge nicht mehr jedes Mal händisch integrieren.

Ein kleiner Gruß zum Jahresabschluss

Da dies mein letzter Beitrag für 2025 ist, habe ich mir etwas Besonderes überlegt und eine kleine Grußkarte mit Blumen für euch erstellt. Sie ist vielleicht ein wenig lustig geworden – eigentlich war es eine Notlösung, die in meinen Augen aber ziemlich amüsant aussieht.

Ich wünsche euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ich hoffe, wir sehen uns am 08. Januar 2026 wieder. Den 01. Januar lassen wir aus, da ist noch Neujahr/Silvester-Stimmung und ich möchte niemanden unter Druck setzen. In der Zwischenzeit werde ich am neuen Logo für 2026 basteln. Schaut also ab und zu mal rein!

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Nature Thursday 2025 #50


Mein Beitrag für Nature Thursday 2025 #50

Liebe Nature-Thursday-Community,

Heute sollte mein 50. Nature Thursday-Beitrag erscheinen! Ein kleines Jubiläum, das ich gerne mit einem spektakulären Bild gefeiert hätte. Tja, hätte! Denn was soll ich sagen: Heute ist einfach nur ein Tag zum Vergessen.

Ich bin gerade unglaublich enttäuscht und ehrlich gesagt auch stinksauer.

Warum? Weil die Technik wieder einmal kapituliert hat! Genauer gesagt: das ach so tolle WordPress-Plugin von Imagely, die NextGen Gallery.

Es sieht ganz danach aus, als würden mein Jubiläumsbeitrag und alle zukünftigen Posts ohne Bilder erscheinen. Das ist der Dank dafür, dass man sich vor 15 Jahren dachte: „Ich will etwas Besonderes!“ Damals war die NextGen Gallery das Nonplusultra in diesem Bereich. Ich habe mir sogar die Plus-Version gegönnt! Aber anscheinend wollen die Betreiber nur noch mehr Kasse machen. Auf einmal funktioniert dieses Plugin bei mir nicht mehr.

Das ist wirklich das, was man davon hat, wenn man sich auf fremde Plugins verlässt, anstatt das Blog einfach selbst zu gestalten. Jetzt stehe ich vor einem riesigen Problem, das ich irgendwie lösen muss.

Was das für mich heißt:

  1. Ich kann keine neuen Bilder mehr hochladen.
  2. Mein Lizenzschlüssel scheint nicht mehr zu funktionieren.
  3. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als entweder eine neue Lizenz zu kaufen oder einen anderen Ausweg zu finden.

Ich werde morgen nach Lösungen und Hilfe suchen, aber jetzt gerade bin ich einfach nur fertig mit der Welt und diesem Plugin-Mist.
Also, entweder ich veröffentliche diesen Beitrag ohne Bild (was ich nur ungern tue), oder ich krame ein altes Bild hervor, um wenigstens etwas Buntes in diesen Frust-Post zu bekommen. Wir werden sehen.

Trotz allem wünsche ich euch allen einen wunderschönen Nature Thursday! Ich hoffe, euer Tag läuft besser als meiner!

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NACHTRAG:
Was ist Passiert das ich auf einmal kann Bilder laden:
Weis ich nicht Ich hab bis jetzt also Samstag 04Uhr morgens nichts in dem Thema gemacht.
Einzige war zwei Emails geschrieben an Imagely geschrieben(auf der zweite nicht mal eine Antwort bekommen)
Jetzt werde ich überprüfen ob alles wirklich funktioniert oder aus Versehen habe ich ein anderer Weg gefunden.
Ich Wünsche allen schöne Wochenend start

Das große Abenteuer

Maus Pieps ist nicht nur eine Figur, sondern ein Riesen-Abenteuer – vor allem für mich selbst.

Die Wurzeln dieser Geschichte reichen weit zurück. Vor vielen, vielen Jahren – ich war damals vielleicht dreizehn – packte mich die reine Freude am Schreiben. In einem schlichten Heft begann ich, meine erste (und bis dato einzige) literarische Welt zu erschaffen: Ein Science-Fiction-Abenteuer, das sich thematisch ein wenig an den Film Planet der Affen anlehnte. Es war die Zeit der Träume, in der das simple Ausdenken der Geschichte und die geistige Reise der wahre Genuss waren.

Damals zeigte ich die Geschichte fast niemandem. Nur meine Cousine Irene durfte einen Blick riskieren. Sie gestaltete die Titelseite liebevoll, um das Heft schön und einzigartig zu machen. Ob ihr der Inhalt – eine jugendliche Dystopie – gefiel, hat sie mir nie verraten. Bestimmt wollte sie mir nicht wehtun – aber eine Kritik, auch wenn sie manchmal wehtut, ist ehrlicher als in Ungewissheit zu leben. Das nenne ich wahre Familienliebe: lieber schweigen als dem Autorenherz wehzutun! Bis heute bin ich mit dem damaligen Ergebnis nicht wirklich zufrieden.

Der waghalsige Neubeginn

​Nach über vierzig Jahren hat mich diese alte Flamme wieder gepackt. Ein wenig durch die Ermutigung aus dem Netz – und ja, nach Jahren, in denen ich im Blog jeden erdenklichen Schwachsinn verzapft habe – dachte ich: Warum nicht noch einmal wagen? Eine echte Geschichte diesmal. Keine Science-Fiction, sondern eine Geschichte, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen verzaubern sollte.
​Und plötzlich hatte ich moderne Waffen: die KI. Sie ist das Hilfswerkzeug, das es mir überhaupt erst ermöglicht, meine wirren Gedanken in halbwegs verständliches Deutsch zu gießen. Ja, ich weiß, manche empört das, und vielleicht sieht man der Sprache die „Nachhilfe“ an. Aber das nehme ich in Kauf, denn die Alternative wäre, euch mit meinem ungefilterten Deutsch Augenkrebs zu verursachen!
​So war sie geboren: meine neue, waghalsige Schnapsidee.


Der Wochen-Kampf und die Leere danach

​Ich muss ehrlich sein: Die Geschichte von Pieps war mein Baby, das ich mit eigenen Händen geformt habe. Ich habe die KI nicht gefragt, „Was soll ich schreiben?“. NEIN! Ich habe jede Sequenz selbst erdacht, musste manche Passagen mehrmals durchkneten, bis die Essenz meiner Idee spürbar war. Die KI? Sie war nur der Übersetzer meiner stümperhaften deutschen Texte, der sie so polierte, dass sie nach etwas Ähnlichem wie einer Geschichte aussahen.
​Aber jeden Sonntag, jede Woche, war es ein immenser Stress. Eine neue Episode musste fertig sein. Die Deadline drückte, das Adrenalin pumpte. Ich habe wochenlang dafür geackert, diese Maus auf ihre Reise zu schicken.
​Und dann … die Leere. Das erhoffte Echo blieb aus.
​Das war der Schmerzpunkt, der Pieps’ schnelles Ende besiegelte. Haben die Leute schon nach dem ersten Satz abgeschaltet? Haben sie sich lustig gemacht? Oder hat es einigen vielleicht doch im Stillen gefallen? Ich weiß es nicht. Doch das fehlende Feedback war wie ein kalter Windstoß, der mich zur fluchtartigen Heimkehr zwang.

Das war der Schmerzpunkt. Es wäre so viel einfacher gewesen, jetzt die Segel zu streichen, die Geschichte zu beenden, den Pieps sterben zu lassen und wieder zu dem zurückzukehren, was ich sonst tue. ABER NICHT!

Abenteuer von Maus Pieps

Pieps’ Überleben und das neue Zuhause

Der Pieps war und ist mir zu wichtig. Er wird nicht sterben!
Ich habe ihn am Leben erhalten, denn ich bin felsenfest entschlossen: Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben!

Vorerst aber braucht Pieps ein Zuhause – einen Ort, an dem sich seine Freunde sammeln können. Deshalb entsteht gerade auf czoczo.de eine neue Webpräsenz. Es wird unsere zentrale Fan-Seite, auf der ich das Fundament für die Rückkehr lege. Dort werde ich bisher unveröffentlichte Bilder zeigen, die es nicht ins Buch geschafft haben, und das eine oder andere verraten, bevor es offiziell im Blog erkundet wird.

Schaut bald vorbei! Auf czoczo.de warten wir auf alle, die Pieps am Leben halten wollen!

Sauerkraut selber machen


Ein Weihnachtsgeschenk mit Tradition: Der neue Gärtopf ist da! (H1)
Heute ist ein besonderer Tag – aber eigentlich begann er schon gestern. Da ist nämlich mein Weihnachtsgeschenk angekommen, das ich sofort auspacken durfte: Ein 8-Liter-Sauerkraut-Keramikfass!

Schon letztes Jahr habe ich versucht, Sauerkraut selbst zu machen – allerdings direkt in Gläsern. Das war mein erster Versuch überhaupt, seit ich als Kind meinen Eltern dabei zugesehen habe. Es war ein Erlebnis, das man erst jetzt so richtig zu schätzen weiß. Damals war es eher eine peinliche Geschichte, wie das Sauerkraut in einem riesigen Fass mit den Füßen gestampft wurde.

Vielleicht war das der Grund, warum ich nie selbst Sauerkraut gemacht habe. Doch mit den Jahren habe ich angefangen, den Wert des Selbstgemachten zu schätzen. Was man in Deutschland in Geschäften kaufen kann, ist oft ganz anders als wirklich gutes Kraut. Es ist genießbar, ja, aber es unterscheidet sich sehr von dem, was man in Polen isst.

Da ich aber nicht jedes Mal Sauerkraut aus Polen schmuggeln kann, habe ich mich letztes Jahr endlich entschlossen, selbst Hand anzulegen. Das Resultat: Zwei Gläser Sauerkraut, die mir aber überhaupt nicht gelungen sind. Die ganze Sache landete nach ein paar Wochen im Klo.

Doch dieses Jahr wird alles anders! Mit meinem neuen 8-Liter-Fass bin ich bestens ausgestattet und fest entschlossen, ein würdiges Kraut herzustellen, das an die polnische Tradition anknüpft.

Die Vorbereitung: Kraut, Karotten und das Maschinen-Dilemma

Also habe ich heute drei mittelgroße Krautköpfe nach Hause gebracht. Dazu noch ein paar Karotten und ein paar Äpfel – mehr braucht man eigentlich nicht. Na und eben das Keramikfass, das zwar viel kleiner ist als damals in Polen bei meinen Eltern, aber für uns allemal reicht. Vor allem, weil ich erst das zweite Mal meinen Versuch starte.

Die drei Krautköpfe hatten etwas mehr als 5 kg, die ich mit dem Küchenroboter geschnitten habe. Letztes Jahr habe ich das noch mit dem Messer gemacht – aber da war auch nur ein kleiner Kopf dabei. Heute wollte ich mir die Arbeit sparen, also nutzte ich den Roboter.

Das Problem entstand allerdings schon am Anfang: Welchen Messersatz soll ich dafür verwenden? Alle, die ich in dem Set hatte, haben das Kraut ganz ungewöhnlich geschnitten. Ich hoffe, es wird deswegen nicht wieder ein Reinfall, nur weil ich mir die Arbeit sparen wollte. Letztendlich war ich nach anderthalb Stunden mit allem fertig.

Danach musste ich nur noch die Küche aufräumen, die aussah wie nach einer Krautkopf-Explosion.

Mein Polnisches Sauerkraut-Rezept für 5 kg

Hier ist, was letztendlich in den Topf gewandert ist:
5 kg Weißkraut (drei mittelgroße Köpfe)
4 mittelgroße Karotten (gerieben)
2 Äpfel (gerieben/gewürfelt)
100 g Salz (20 Gramm Salz pro einem Kilogramm Kraut)

Nach dem Schichten kamen das Salz, die Karotten und die Äpfel dazu, gefolgt von viel Stampfen! Nun heißt es warten. Ich halte euch über den Fermentationsprozess auf dem Laufenden!

Fazit & Aufruf
Wie macht Ihr euer Sauerkraut für den Winter? Habt Ihr spezielle Tipps, was das Schneiden oder das Stampfen angeht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!