Black & White 2022 – MÄRZ


Carl SIEBEL *13.01.1836 in Barmen +09.05.1868 in Elberfeld
Wuppertal – Friedhof Bartholomäusstraße.
Objektiv: PORST WW 28mm/f2,8

Carl Siebel war der Sohn des Litzenfabrikanten Karl August Siebel (1805–1888) und von Emilia (Emilie) Kampermann (1812–1878). Nach Unterricht durch einen Privatlehrer besuchte er die Barmer Stadtschule und danach eine höhere Schule in Rheydt. 1850 bestimmte sein Vater, dass er Lehrling in der väterlichen Firma „Abraham Siebel & Sohn“ sein sollte. Dem Beruf war er nicht sehr zugetan und wandte sich deshalb der Poesie zu. Seine Freunde waren Emil Rittershaus und Hugo Oelbermann. Diese hatten zusammen den „Wupperbund“ gegründet. Später gehörte er dem „Sonntagskränzchen“ von Friedrich Roeber an.

Wegen eines Brustleidens reiste er 1866 und 1867 zur Heilung nach Funchal auf der Insel Madeira. Carl Siebel unterstützte Karl Marx durch Rezensionen bei der Bekanntmachung von Marx’ „Das Kapital“.
Johann Victor Bredt nannte ihn einen „Dichter von Gottes Gnaden“, während Friedrich Engels in einem Brief an Jenny Marx vom 22. Dezember 1859 es so zusammenfasste:
„Da lob’ ich mir doch den Siebel, der zwar ein grundschlechter Poet ist, aber der auch weiß, daß er durch und durch Humbug ist und nur verlangt, man soll ihm das Reklamehandwerk als ein heutzutage nötiges procédé erlauben, indem er ohne dies gar nichts wäre.“ (Quele-Wikipedia)

Kurz nach seiner Rückkehr von Madeira verstarb er in Elberfeld an Schwindsucht. Er wurde auf dem Friedhof Bartholomäusstraße in Barmen begraben.

Meeresleuchten

Wieviel Sonnenstrahlen fielen goldenschwer,
fielen feurig glühend in des ew’ge Meer!
Und die Woge sog sie tief in sich hinab,
und die Woge ward ihr wild lebendig Grab.
Nur in stiller Nächte heilger Feierstund‘
sprühen diese Strahlen aus des Meeres Grund.
Leuchtend roll’n die Wogen durch die dunkle Nacht
wunderbar durchglüht sie funkensprüh’nde Pracht.
(Author : Carl Siebel / Musick: Carl Loewe)

Wieviel Glück muss man haben das gerade diese Stein meine Aufmerksamkeit gewann.
Wer sich hinter den Namen versteck habe ich erst später rausgefunden. Dann erst recht habe ich weitere versuche gemacht bis mir das Bild gefallen hat.
Es ist trotz dem nicht perfekt, ganz zufrieden bin ich nicht. Aber noch öfter da zu stehen hätte wirklich blöd ausgesehen:-)
Trotz dem freue ich mich ungemein, dank diese Projekt Aufgabe, habe ich nächste Steinchen in Wuppertaler Geschichte entdeckt.

Ich bin schon jetzt gespannt was ich als Nächste finden werde :-)



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20 Gedanken zu „Black & White 2022 – MÄRZ“

  1. Lieber Marius, wieder ein toller Fund (ich beneide Dich um interessante Friedhöfe, unserer gibt nicht viel her und andere sind für mich unerreichbar) und ehrlich: den Dichter kannte ich überhaupt noch nicht!
    Er kann nicht ganz konservativ gewesen sein, wenn er sich mit Marx‘ Ideen/Büchern beschäftigt hat.
    Ein wunderbar beruhigendes Lied, das kann ich gerade gut gebrauchen!
    Litzen wurden früher viele verwendet zum Nähen von Uniformen…aber mir wäre der Beruf sicher auch zu langweilig –
    Vorfrühlingsgrüsze aus dem Harz
    Mascha
    https://maschas-buch.blogspot.com/2022/03/baume-ruhend.html

  2. Hallo Marius,
    ich fand den Hinweis auf den Litzenfabrikanten sehr interessant. Litze bezeichnet ja extrem unterschiedliche Dinge. Ich vermute, in diesem Fall ist die Kordel, die Verzierung gemeint. – Dieses Denkmal zu fotografieren ist sicher nicht einfach. Sieht aus, als sei der Stein stark verschmutzt oder angegriffen. Da fehlt auch die richtige Ausleuchtung. Sehr schwierig.
    Liebe Grüße – Elke

  3. Liebe Anne,
    Du hast vollkommen Recht die Schärfe ist nicht Optimal. Aber das stimmt nicht das dem Bild fehlt die Schärfe. Es ist die Perspektive und vor allem das Abstand von dem Stein der die Tiefenschärfe so knapp macht. Es war gewollt solche Tiefenschärfe Verlauf … aber nicht so knapp. Um den Stein bessere/größere Schärfe zu spenden müsste man eine stiching machen … aber dafür habe ich leider keine Erfahrung.
    Aber wie gesagt es sieht wirklich nicht optimal aber scharf genug … schau die erste Zeile ganz unten rechts … danach die Zeile mit seinem Todes Datum … die Zeile über und Nachname ist schon leicht in Unschärfe geraten … wenn Mann noch höher geht ist schon … unscharf um 30 cm zu früh
    Ich vermute es ist das Stein Struktur … die Ränder des Grabsteins in den Bereichen sehen irgendwie schärfer als das Schrift selbst … der in sich ziemlich verwittert ist
    Lg czoczo

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