Himmelsblicke 2026 – Januar

Schon seit einigen Jahren begleitet mich das Projekt Himmelsblicke, und ganz ehrlich: Es wäre jammerschade, wenn ich dieses Jahr einfach so sang- und klanglos aufhören oder den Start komplett verschlafen würde. Heute schreiben wir den letzten Januartag – es ist also allerhöchste Eisenbahn, den Blick gen Himmel zu richten!


Mein Beitrag für Himmelsblicke 2026 – JANUAR

Aber was für ein Himmel präsentiert sich uns da? Seit Tagen ist das Wetter so unberechenbar wie ein Krimi am Sonntagabend. Obwohl sich der Winter draußen inzwischen etwas beruhigt hat, bin ich kaum dazu gekommen, einen richtigen Foto-Ausflug mit der Kamera zu machen.

Wer ist schuld? Eindeutig die Handball-Europameisterschaft! Die hat mich genauso gefesselt wie meine späten Rückkehrzeiten von der Arbeit. Aber es gibt Lichtblicke: Die Tage werden langsam spürbar länger und ich bin optimistisch, dass das Wetter bald endlich wieder eine Einladung zum Fotografieren ausspricht.

Auf der Pirsch am „Heiligen Samstag“

Bis es so weit ist, muss ich jede Gelegenheit nutzen, um zumindest kurz mit der Kamera auf die Pirsch zu gehen – so wie heute.

Am „Heiligen“ Samstag hieß es für mich: Früh aus den Federn! Ich wollte meine Erledigungen hinter mich bringen, bevor der Verkehr die ganze Stadt wieder in eine riesige Standspur verwandelt. Die Kamera durfte natürlich mit, getragen von der leisen Hoffnung, Zeit für ein paar Himmelsaufnahmen zu finden. Nur das Wetter… tja, das lässt sich leider immer noch nicht per App in den Warenkorb legen und passend bestellen.

Neujahr auf Nordbahntrasse: Weiße Pracht statt Pulverdampf

Ein Spaziergang über die Nordbahntrasse – zwischen Winterwunder und Neujahrsputz.

Wenn sogar die Wuppertaler Talachse weiß leuchtet, dann gibt es keine Zweifel mehr: Der Winter ist offiziell in der Stadt angekommen. Während man auf den Höhenlagen wie Lichtscheid oder Cronenberg jedes Jahr mit Schnee rechnen kann, ist die weiße Pracht im Tal meist ein flüchtiger Gast. Oft hält sie sich dort kaum länger als ein paar Stunden.

Was für ein Timing! Pünktlich zum ersten Tag des Jahres versinkt alles unter einer dichten Schneedecke. Und obwohl ich eigentlich kein großer Winter-Fan bin, muss ich zugeben: Dieses Mal bin ich froh drum. Der Schnee wirkt wie ein natürlicher Filter, der den ganzen Dreck schluckt, den die Menschen in der Silvesternacht in die Luft geschossen haben.

Von Knallern, Gestank und alten Traditionen

Dieses Jahr habe ich das Spektakel unfreiwillig aus nächster Nähe miterlebt. Mein Fazit? Von weitem sieht Feuerwerk bezaubernd aus, aber aus der Nähe betrachtet… nun ja. Die ohrenbetäubende Geräuschkulisse, der beißende Gestank von Schwarzpulver und kleine Kids, die völlig ungeniert mit Raketen hantieren – nein danke!

Ich bin heilfroh, dass ich vor über zwanzig Jahren einen Schlussstrich unter diese Tradition gezogen habe. Den Tieren, den Mitmenschen und der Umwelt zuliebe muss das einfach nicht sein.

Ein Zeichen für die Gesellschaft: Wer räumt hier eigentlich auf?

Doch es gab einen Lichtblick am Neujahrsmorgen. Während ich über die Nordbahntrasse spazierte und die Ruhe genoss, verschwanden die Raketenreste nicht nur unter dem Neuschnee – sie wurden vielerorts aktiv beseitigt.

In vielen deutschen Städten gab es wieder die wunderbare Aktion, bei der vor allem muslimische Mitbürger am Morgen des 1. Januars auf die Straßen gingen, um den Müll der Nacht wegzuräumen. Ich finde das fantastisch! Es ist ein echter Beweis dafür, dass diese Menschen an die Gemeinschaft denken und zeigen wollen: „Wir gehören dazu und wir übernehmen Verantwortung.“

Ein kleiner, witziger (oder eher trauriger) Gedanke blieb mir dabei jedoch hängen: Es heißt immer „die Moslems“ räumen auf – aber wo waren eigentlich „die Deutschen“? Geschossen haben in der Nacht schließlich alle gemeinsam, egal welcher Herkunft. Es wäre doch gelacht, wenn wir es nächstes Jahr nicht schaffen, auch gemeinsam den Besen in die Hand zu nehmen.

Bis dahin genieße ich die seltene Stille im Tal – solange der Schnee im Wuppertaler Matsch noch durchhält!

Schlimmer geht immer

Wenn der Blog 17 Jahre alt ist und seine Pubertät gerade erst beginnt…

Aus der zeitlichen Distanz betrachtet, wirken manche Probleme oft erstaunlich simpel – und ja, es gibt immer eine Lösung. Nur bevor man zu dieser Erleuchtung gelangt, kostet es Nerven, Schlaf und manchmal unnötig viel Zeit. Aber fangen wir von vorne an…

Als quasi „erwachsener“ Blogger mit czoczo.de, das inzwischen stolze 17 Jahre auf dem Buckel hat, bin ich schon oft auf die Nase gefallen. Und jedes Mal bin ich wieder aufgestanden, bereichert um neue, meist schmerzhafte, Erfahrungen. Normalerweise brauchte ich nur ein paar Minuten oder Stunden, um die Blog-Katastrophen in den Griff zu bekommen… Manchmal waren es ein paar Tage. Aber es ist mir immer gelungen, den Blog wieder ans Laufen zu bringen.

Auch dieses Mal ist es im Grunde nicht anders. Nur das Ausmaß des Ärgers und der verlorenen Zeit fühlen sich diesmal exponentiell größer an. Die ursprüngliche Vision, wie der Blog einmal aussehen sollte, wird wohl künftig nur noch eine nostalgische Erinnerung sein.

Die Schuld daran trägt eine einzige App. Ein kleines, digitales Werkzeug, an das ich mich über die Jahre so gewöhnt hatte, dass es zu einem festen Bestandteil des Blogs geworden war. Klar, man kann den Blog auch ohne sie am Leben erhalten und weiterführen – aber nur, wenn man herbe Abstriche bei der Funktionalität akzeptiert. Oder eben: Man zückt das Portemonnaie und bezahlt.

Dass Software und Apps Geld kosten, ist vollkommen normal. Aber dass man für exakt denselben Funktionsumfang jedes Jahr aufs Neue zur Kasse gebeten wird, ist eine Hausnummer, die ich nicht akzeptieren will. Selbst wenn es bedeutet, dass ich jetzt meine wertvolle Zeit – die ich eigentlich genießen sollte – wieder tagelang in die Umschreibung alter Seiten investieren muss.

Die charmante Bescherung von Imagely

Ja, das ist die knallharte Realität, die uns die Firma Imagely kurz vor den Festtagen beschert hat. Die Pro-Version der NextGen Gallery – eine der besten WordPress-Apps für Fotografen – funktioniert bei mir einfach nicht mehr. Die Galerien, die diese Pro-Version nutzten, existieren zwar noch als Dateien im Hintergrund, werden aber auf den Seiten schlichtweg nicht mehr angezeigt. Blackout. Tot.

Die „Lösung“? Entweder man akzeptiert den Status quo und nutzt ab sofort NUR noch die kostenlose Version (mit all ihren Einschränkungen)… oder man setzt sich hin und sucht auf czoczo.de jeden einzelnen Beitrag auf und ändert den Code manuell. Zumindest das ist technisch noch möglich. Es kostet Zeit – viel Zeit! –, aber man kann den Blog so in einen Zustand versetzen, dass die Bilder mit einer anderen, wenngleich weniger eleganten, Präsentation immer noch gezeigt werden können.

Es wartet jede Menge Arbeit auf mich, aber ich hoffe, ich werde mich mit der Zeit irgendwie damit abfinden können. Jedes Jahr dafür bezahlen… NEIN! Nicht mit mir!

Vorerst muss ich mich also mit der Free-Version von NextGen neu anfreunden. Die neue Version hat nicht nur ein anderes Aussehen mitgebracht, sondern auch manche Vorgehensweisen. Nicht immer ist das schlüssig oder logisch. Aber das muss ich jetzt eben annehmen. Es ist, wie es ist.

Aufgeben ist keine Option

Natürlich gäbe es noch eine zweite, ganz einfache Möglichkeit: den Blog löschen und vielleicht neu anfangen. Aber das kommt erst recht nicht infrage! czoczo.de ist inzwischen eine der größten – wenn nicht die größte – Handball-Galerien im Wuppertal. Die Kids von damals sind heute erwachsen und freuen sich hoffentlich immer noch, ihre sportlichen Anfänge zu sehen.

Deshalb steht Aufgeben nicht zur Debatte. Die Kosten für Server und Co. kann ich (noch!) stemmen.

Also mache ich mich jetzt langsam an die Arbeit und hoffe, dass Ihr Euch rechtzeitig meldet, wenn Ihr einen Fehler seht.

Und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Imagely bedanken, für dieses wundervolle, vorweihnachtliche Geschenk. Nichts bringt uns mehr in Festtagsstimmung, als tagelange, unbezahlte Mehrarbeit. Vielen Dank für die Bescherung, Jungs! Frohe Weihnachten!


Mein Beitrag für Himmelsblicke 2025 – #10

Normalerweise dreht sich bei meinem Projekt Himmelsblicke alles um Klarheit, die perfekte Linienführung und den Blick in die Weite. Leider war mein Blick am letzten Donnerstag nicht auf Sterne gerichtet, sondern auf das Rücklicht des Vordermanns.

Projekt Himmelsblicke vs. Projekt Höllen-Stau: Wenn das Universum nein sagt

Der Tag war eigentlich als Startschuss für meine persönliche Operation NextGen-Lösung geplant. Nachdem mich die Imagely-App (ihr erinnert euch an die charmante Bescherung) in die digitale Steinzeit zurückgeworfen hatte, wollte ich den Donnerstag nutzen, um mich in Code und Datenbanken zu wühlen. Stattdessen? Stau.

Die 10-Minuten-Hölle von Haan

Mein Tag begann, wie ein guter Tag nicht beginnen sollte: um vier Uhr morgens aufgestanden, um rechtzeitig bei der Arbeit zu sein. Um 18:00 Uhr stand ich endlich wieder zu Hause. Aber dazwischen? Ein kleiner Abstecher zu meinem Schwager, der mich über drei Stunden meines Lebens gekostet hat. Die zehnminütige Visite wurde zur unbezahlten Verlängerung meines Arbeitstags.

Gerade am Donnerstag, einen Tag nach dem großen NextGen-Fiasko, musste mich das Schicksal auch noch auf die Probe stellen. Wieder einmal stand ich nicht mit der Kamera für ein schönes Bild draußen, sondern stand fest wie einbetoniert auf der Straße. Der Grund: Ein gigantischer LKW-Unfall auf der A46 bei Haan.

Die A46 – eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands – war für über 15 Stunden dicht! Das gesamte Verkehrsaufkommen musste runter von der Bahn, was ein Chaos mit sich brachte, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Es war eine regelrechte Verkehrsapokalypse in der Region Solingen/Wuppertal.

Ich war so müde, so genervt und so verärgert, dass ich mein Auto am liebsten einfach abgestellt hätte, um nach Hause zu laufen. Während ich da stand und zuguckte, wie mein Plan, das Blog-Problem zu lösen, im zähflüssigen Stau-Brei versank, fragte ich mich: Hat das Universum gerade entschieden, dass ich dieses Jahr einfach keine Freizeit verdient habe?

Zuerst Imagely, dann der LKW. Man könnte meinen, irgendjemand möchte nicht, dass ich Bilder zeige – egal ob auf dem Blog oder in der Realität.

Trotz dieser Widrigkeiten und der Tatsache, dass ich mich fühle, als hätte ich gerade einen Marathon im Stop-and-Go absolviert: Ich lasse mich nicht unterkriegen! Mein Blog bekommt eine Lösung (irgendwann!) und meine Himmelsblicke gibt es trotzdem!

Eure Belohnung: Die Himmelsblicke des Jahres

Um diesen Beitrag mit etwas Positivem zu beenden und zu zeigen, dass sich das Aufstehen um vier Uhr morgens manchmal gelohnt hat:


Hier zeige ich euch alle Bilder, die ich dieses Jahr für das Projekt Himmelsblicke aufgenommen habe. Viel Spaß beim Anschauen! Und denkt daran: Auch wenn der Himmel mal voller Rücklichter statt Sterne ist – es gibt immer einen Weg.

Himmelsblicke NOVEMBER 2025


Mein Beitrag für Himmelsblicke 2025 – #09

Gestern hatte ich das seltene Glück, einen Sonnenaufgang beobachten zu können. Seit zwei Monaten arbeite ich ununterbrochen in der Frühschicht – und solche magischen Momente waren mir bisher verwehrt geblieben.
​Gestern jedoch nutzte ich meinen freien Tag, um Arztbesuche zu erledigen, und genau dabei konnte ich diesen Augenblick erleben. Was für ein perfektes Motiv für das Himmeksblicke Projekt.

Himmelsblicke OKTOBER 2025

Es gibt ihn, diesen einen, winzigen Schurken in meinem Leben, der mir die allerletzte meiner kostbaren Minuten stiehlt: die Maus Pieps. Dieses kleine Abenteuer, die Kindergeschichten, raubt mir im Moment den Schlaf und, ja, die ganze freie Zeit!

Man könnte fast meinen, ich sei hauptberuflich Kindergeschichten-Erfinder. Dabei ist es nur ein Projekt, das sich gerade anfühlt wie eine Vollzeitstelle!

Die Wahrheit: Mein Schreibtisch ist ein Schlachtfeld. Eine Stunde hier, eine halbe Stunde da – meine gesamte Existenz ist darauf ausgerichtet, Geschichten zu ersinnen. Ich überarbeite sie zigmal und muss dann im letzten, panischen Sprint alles für den Montag-Deadline fertigstellen. (Obwohl ich gestehen muss: Im Kopf spuken mir tatsächlich unzählige weitere, interessante Geschichten herum!)

Als wäre das nicht schon genug: Zu jeder Geschichte müssen auch noch die perfekten, passenden Bilder wie magisch aus dem Nichts entstehen!

Zum Glück gibt es die KI. Sie ist mir bei der Erstellung der Bilder und Texte eine große Hilfe. Man sollte meinen, das würde die Arbeit massiv erleichtern. Aber irgendwie schaffe ich es trotzdem, die gesparte Zeit wieder ins feinschliffliche Chaos zu investieren!

Der Rest meiner Welt? Er liegt brach. Für Hobbys, Freunde oder auch nur eine meditative Tasse Tee bleibt kaum ein Hauch von Zeit.

Mein einziges Glück ist im Moment die triste Wetterlage. Wäre draußen die Sonne am Himmel und die Welt einladend, müsste ich mir ernsthafte, quälende Vorwürfe machen.

Aber so? Ein Hoch auf den Regen! Er ist mein bester Alibi-Gehilfe in diesem großen, zeitfressenden Literatur-Drama!


Mein Beitrag für Himmelsblicke 2025 – #08
Am Samstag habe ich mir eine kurze Auszeit gegönnt, um einen kleinen Ausflug zu machen. Und das war gut, denn dabei ist mir ein Bild für das Projekt „Himmelsblicke“ in die Tasche gehüpft.

Ich gebe zu: Das Foto ist nicht gerade eine Schönheit und wird wohl keinen Fotopreis gewinnen. Aber darum geht es nicht. Es hilft mir, meinen Beitrag für das Projekt fertigzustellen und die Geschichte voranzubringen. Manchmal braucht man eben nur den Anstoß, um aus dem kreativen Chaos auszubrechen!

Eigentlich hätte ich euch diesen Beitrag schon am Samstag zeigen wollen… Aber das Wetter spielt weiter mit: Auch heute ist es nicht viel besser als am Wochenende. Die Sonne habe ich gefühlt schon seit Tagen nicht mehr gesehen. Es ist eben Herbst mit all seinen Vor- und Nachteilen – perfekt, um sich ohne schlechtes Gewissen in der Arbeit zu vergraben!

Himmelsblicke SEPTEMBER 2025

Mein Beitrag für Himmelsblicke 2025 – #07

Ein Tropfen auf dem heißen Stein? Der Blick auf die Wupper

​In letzter Zeit hören wir immer öfter, dass die hydrologische Situation weltweit angespannt ist. Die Nachrichten aus Polen sind besonders beunruhigend – dort soll die Weichsel in Warschau nur noch fünf Zentimeter Wasser führen. Ja, Sie haben richtig gehört: fünf Zentimeter! Da könnte man fast mit einem kleinen Eimerchen rüberspringen.
​Aber wie sieht es bei uns in Deutschland aus? Um der Sache auf den Grund zu gehen, bin ich gestern nach Remscheid gefahren, um der Wuppertalsperre einen Besuch abzustatten. Seit Tagen haben wir hier zwar eine ordentliche Bewölkung, aber der große Regen lässt auf sich warten. Es tröpfelt hier und da mal kurz, aber die Gießkanne hat noch niemand versteckt.
​Laut den Informationen des Wupperverbandes und des Hochwasserportals NRW ist die hydrologische Situation in Wuppertal und Umgebung am heutigen Mittwoch, dem 3. September 2025, zum Glück unkritisch. Der Pegelstand der Wupper in Wuppertal kann mit seinen 17,4 cm fast schon als beruhigend bezeichnet werden – das ist eher ein gemütlicher Bach als ein reißender Fluss.
​Und die Wuppertalsperre, die ich gestern besucht habe? Tja, so wenig Wasser habe ich dort noch nie gesehen. Zugegeben, ich bin nicht oft dort und mein letzter Besuch war vor vielen Jahren, also sollte ich besser nicht zu viel behaupten. Dennoch: Man sieht es an den Brückenpfeilern und am Ufer, dass hier noch viel, viel Platz für Wasser ist – ideal, um bei Starkregen das Schlimmste zu verhindern.
​Apropos Regen: Die wunderschönen Wolken, die sich gestern am Himmel getürmt haben, sahen beeindruckend aus, haben aber leider kaum Wasser abgegeben. Typisch, oder? Manchmal müssen wir uns einfach mit den kleinen Dingen begnügen.

Spiegelungen des Alltags: Eine Momentaufnahme

Manchmal sind es die unerwarteten Perspektiven, die den Alltag besonders machen. Vor Kurzem schlenderte ich durch die charmanten Straßen Wuppertals – einer Stadt, die für ihre einzigartige Schwebebahn und ihre bergige Landschaft bekannt ist. Doch an diesem Tag war es nicht die Architektur selbst, die meine Aufmerksamkeit fesselte, sondern ihre Reflexion.


Fotoprojekt Spiegelungen – powered by blitzeria.eu
Das beigefügte Bild zeigt genau so einen Moment. Die Chromoberfläche eines Seitenspiegels wird zu einer Leinwand, auf der sich ein Stück Wuppertal spiegelt. Man sieht deutlich die robuste Steinarchitektur eines Gebäudes, dessen Fenster sich auf dem gewölbten Spiegel verzerren und doch erkennbar bleiben. Es ist faszinierend zu sehen, wie die harte Realität der Gebäude in der spiegelnden Fläche weicher und fast traumhaft wirkt.

Interessant ist auch die Reflexion in der Autoscheibe darüber. Hier scheint sich ein anderer Teil der Umgebung zu zeigen, vielleicht weitere Gebäude oder sogar der Himmel, was dem Bild eine zusätzliche Ebene der Tiefe verleiht. Es ist eine subtile Erinnerung daran, dass unsere Wahrnehmung der Welt oft durch die Linse, durch die wir sie betrachten, geformt wird – sei es ein Kamerabild, ein Autospiegel oder einfach unsere eigene subjektive Sichtweise.
Solche kleinen Details im Alltag erinnern mich daran, wie viel Schönheit und interessante Perspektiven es gibt, wenn man nur innehält und genauer hinsieht. Wuppertal, mit seinen vielen Ecken und Kanten, bietet dafür unzählige Gelegenheiten.

Was sind eure liebsten „versteckten“ Perspektiven in eurer Stadt? Teilt es gerne in den Kommentaren!