Himmelsblicke 2026 – Februar

Himmelsblicke Wuppertal: Die Stadt von ihrer friedlichen Seite

Eigentlich hatte ich für diesen Samstag ganz andere Pläne: Da meine Frau Nachmittagsdienst hatte, wollte ich die Gunst der Stunde nutzen und wieder einmal die Aquarellfarben herausholen. Die Ruhe zu Hause hätte sich bestimmt gut auf meine Kreativität ausgewirkt.


Mein Beitrag für Himmelsblicke 2026 – FEBRUAR
Aber da draußen solch wunderschönes Frühlingswetter herrschte und die Sonne bei 11 °C einfach zu stark gelockt hat, habe ich mich kurz nach dem Aufbruch meiner Frau doch auf die Pirsch gemacht.

Frühlingswetter lockt zur Fotopirsch

Hier und da ein kleiner Stopp, um den Augen und der Seele ein wenig Freude zu gönnen und dabei vielleicht Material für neue Himmelsblicke in Wuppertal zu finden. Ein Blick auf die aktuelle Wetterlage zeigte schon, dass dies der erste echte Frühlingstag des Jahres war.

Ein friedlicher Aussichtspunkt über der Stadt

Einen solchen Moment habe ich eingefangen: Eine Stelle, die ich immer wieder ansteuere. Von dort oben zeigt sich das Panorama der Himmelsblicke Wuppertal von seiner friedlichsten Seite. Der weite Blick über die Stadt, gepaart mit dem Spiel der Wolken am blauen Himmel, lässt die Hektik des Alltags (wie das aktuelle Verkehrschaos in der Stadt) sofort klein und unbedeutend erscheinen.

Es ist genau dieser Moment, der mir gezeigt hat, dass die Entscheidung gegen die Malfarben und für die Kamera heute genau richtig war.

Bahnstrecke Wuppertal Sperrung: Das Verkehrs-Chaos

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon vor einer Woche schreiben, aber die Ereignisse haben mich überholt. Die angekündigte Bahnstrecke Wuppertal Sperrung hat meine Terminplanung durcheinandergebracht. Ich hatte gelesen, dass es bereits am 1. Februar so weit sein sollte. Voller Erwartung fuhr ich am Samstag an die Gleise, um die letzten Züge zu sehen. Doch an der Haltestelle die Ernüchterung: Die Infotafel verkündete den 6. Februar als Stichtag.

Die Stadt ist durch die Bahnstrecke Wuppertal Sperrung unerträglich

Seit einiger Zeit ist der Verkehr in Wuppertal einfach nur noch eine Qual. Inzwischen dauert mein Heimweg von der Arbeit meist über eine Stunde. Ich frage mich ernsthaft, wie die LKW-Fahrer das aushalten. Vor 30 Jahren habe ich meine Brötchen selbst hinter dem Steuer verdient, aber an so eine extreme Situation kann ich mich nicht erinnern. Informationen zu aktuellen Umleitungen findest du auch auf der offiziellen Seite der Stadt Wuppertal .

Der nächste Gau: Schienenersatzverkehr und Stau

Und jetzt kommt der nächste Tiefpunkt: Die Bahnstrecke Wuppertal Sperrung wird für ein halbes Jahr den kompletten Rhythmus der Stadt stören. Für die Pendler bedeutet das Schienenersatzverkehr. Busse, die in dem ohnehin schon herrschenden Chaos für noch mehr Verstopfung sorgen werden.

Ein ernstgemeinter Rat: Meidet die Stadt während der Sperrung

Man muss es leider so deutlich sagen: Wer plant, Wuppertal in den nächsten sechs Monaten zu besuchen – lasst es lieber. Mit dem Zug kommt ihr sowieso nicht an, ein Flughafen ist auch noch nicht gebaut (höchstens der Hubschrauberlandeplatz an der Helios Klinik wäre eine Option) und für das Auto braucht ihr Nerven aus Drahtseilen.
Wer nicht zwingend hierher muss, sollte seinen Besuch auf den Spätsommer verschieben.

Black & White – FEBRUAR 2026

Black & White 2026 Vor einem Monat startete mein persönliches Black & White Fotoprojekt mit einer festen Vision: Ich wollte die beeindruckenden Skulpturen von Tony Cragg porträtieren. Seine Werke sind aus dem Wuppertaler Stadtbild und dem berühmten Skulpturenpark Waldfrieden nicht wegzudenken. Die organischen Formen seiner Kunst bieten in der Schwarz-Weiß-Fotografie ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten.

Planänderung: Fotografie ohne Druck

Doch im Laufe des Monats kam die Erkenntnis: Ich möchte mich nicht durch ein starres Thema einschränken. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, das Projekt ohne jeglichen Druck fließen zu lassen. Die reine Ästhetik der monochromen Fotografie soll im Mittelpunkt stehen – ganz gleich, welches Motiv mir vor die Linse kommt.

125 Jahre Schwebebahn – Ein Motiv für sich

Im Februar schweifte mein Blick kurzzeitig ab zur Wuppertaler Schwebebahn. Da wir im Jahr 2026 das 125. Jubiläum dieses technischen Wunderwerks feiern, ist sie ein gefragtes Motiv. Doch obwohl die Schwebebahn auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen eine starke grafische Wirkung hat, bin ich der Meinung: In Farbe wirkt sie oft noch lebendiger. Daher werde ich die Schwebebahn zwar fotografisch begleiten, sie aber nicht zum festen Bestandteil meines Black & White Projekts machen.

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Handballfieber & Wuppertals versteckte Kunstschätze

Jedes Jahr Mitte Januar hat mich der Handball voll im Griff. Ob Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft – die Turniere wechseln sich Jahr für Jahr ab. Aktuell läuft die Europameisterschaft 2026 im Fernsehen, und da ich glücklicherweise in der Frühschicht arbeite, nutze ich jede Gelegenheit, die Spiele live zu verfolgen.
​Dabei zieht allerdings nicht nur die Familie oft den Kürzeren; auch mein Blog und andere Hobbys geraten durch das Handballfieber ein wenig in Vergessenheit. Ich weiß natürlich, dass es nicht ideal ist, so lange vor der „Glotze“ zu sitzen… aber ab morgen ändert sich das wieder ein wenig! Endlich spielen die Mädchen vom HSV wieder zu Hause, und es zieht mich wieder in die Halle.

Streetart in Wuppertal: Ein Hauch von Leben für den Blog

​Um dem Blog heute wieder neues Leben einzuhauchen, möchte ich euch ein besonderes Highlight aus meiner Stadt zeigen. In Wuppertal gibt es immer mehr Murals (großflächige Wandgemälde). Vor zwei Jahren habe ich die Aktionen dafür noch intensiv begleitet, doch irgendwann ist das Thema bei mir leider etwas in den Hintergrund gerückt.
​Dabei treibe ich mich immer öfter an Wänden herum, auf denen ich unbekannte Kunstwerke entdecke. Jedes Mal wundere ich mich aufs Neue, wie viele dieser beeindruckenden Bilder inzwischen in Wuppertal entstanden sind. Ich glaube, ich muss mich öfter in diese Richtung bewegen – es lohnt sich definitiv!
​Heute zeige ich euch dieses Prachtstück hier.


Mural SOUL FLORA von Studio Giftig
Lenneper Str. 28

Studio Giftig besteht aus dem in den Niederlanden ansässigen Kunstlerduo Niels vanSwaemen und Kaspar van Leek.
Mehr infos und andere Bilder von enstehung findet ihr hier

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Vor ein paar Jahren habe ich auf meinem Blog eine ganz besondere Sammlung eröffnet: Eine Galerie für Türen und Portale. Eigentlich eine tolle Sache, aber in letzter Zeit herrschte dort leider ein wenig „Durchzug“. Neue und interessante Entdeckungen sind selten geworden – oder ich bin einfach mit geschlossenen Augen durch die Welt gelaufen.

Meine Sammlung ist zwar schon beachtlich gewachsen, aber ich muss gestehen: Letztes Jahr habe ich dem Ganzen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Eigentlich schade! Hier im Bergischen Land ähneln sich die Türen oft sehr; echte Prachtstücke sind gar nicht so leicht aufzuspüren. Und wenn man immer nur die gleichen Wege geht, wird die Ausbeute natürlich nicht besser. Man kennt irgendwann jede Klinke beim Vornamen.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, für meine Spaziergänge demnächst völlig neue Gebiete zu erkunden. Solange das Wetter allerdings so bleibt wie in den letzten Tagen, ist das mit dem Spazierengehen eher eine „Feucht-Fröhliche“ Angelegenheit – nur ohne das Fröhlich.

Aber hey, nach jedem Winter kommt früher oder später der Frühling. Und auf den freue ich mich heute schon riesig – und meine Kamera auch!

Neujahr auf Nordbahntrasse: Weiße Pracht statt Pulverdampf

Ein Spaziergang über die Nordbahntrasse – zwischen Winterwunder und Neujahrsputz.

Wenn sogar die Wuppertaler Talachse weiß leuchtet, dann gibt es keine Zweifel mehr: Der Winter ist offiziell in der Stadt angekommen. Während man auf den Höhenlagen wie Lichtscheid oder Cronenberg jedes Jahr mit Schnee rechnen kann, ist die weiße Pracht im Tal meist ein flüchtiger Gast. Oft hält sie sich dort kaum länger als ein paar Stunden.

Was für ein Timing! Pünktlich zum ersten Tag des Jahres versinkt alles unter einer dichten Schneedecke. Und obwohl ich eigentlich kein großer Winter-Fan bin, muss ich zugeben: Dieses Mal bin ich froh drum. Der Schnee wirkt wie ein natürlicher Filter, der den ganzen Dreck schluckt, den die Menschen in der Silvesternacht in die Luft geschossen haben.

Von Knallern, Gestank und alten Traditionen

Dieses Jahr habe ich das Spektakel unfreiwillig aus nächster Nähe miterlebt. Mein Fazit? Von weitem sieht Feuerwerk bezaubernd aus, aber aus der Nähe betrachtet… nun ja. Die ohrenbetäubende Geräuschkulisse, der beißende Gestank von Schwarzpulver und kleine Kids, die völlig ungeniert mit Raketen hantieren – nein danke!

Ich bin heilfroh, dass ich vor über zwanzig Jahren einen Schlussstrich unter diese Tradition gezogen habe. Den Tieren, den Mitmenschen und der Umwelt zuliebe muss das einfach nicht sein.

Ein Zeichen für die Gesellschaft: Wer räumt hier eigentlich auf?

Doch es gab einen Lichtblick am Neujahrsmorgen. Während ich über die Nordbahntrasse spazierte und die Ruhe genoss, verschwanden die Raketenreste nicht nur unter dem Neuschnee – sie wurden vielerorts aktiv beseitigt.

In vielen deutschen Städten gab es wieder die wunderbare Aktion, bei der vor allem muslimische Mitbürger am Morgen des 1. Januars auf die Straßen gingen, um den Müll der Nacht wegzuräumen. Ich finde das fantastisch! Es ist ein echter Beweis dafür, dass diese Menschen an die Gemeinschaft denken und zeigen wollen: „Wir gehören dazu und wir übernehmen Verantwortung.“

Ein kleiner, witziger (oder eher trauriger) Gedanke blieb mir dabei jedoch hängen: Es heißt immer „die Moslems“ räumen auf – aber wo waren eigentlich „die Deutschen“? Geschossen haben in der Nacht schließlich alle gemeinsam, egal welcher Herkunft. Es wäre doch gelacht, wenn wir es nächstes Jahr nicht schaffen, auch gemeinsam den Besen in die Hand zu nehmen.

Bis dahin genieße ich die seltene Stille im Tal – solange der Schnee im Wuppertaler Matsch noch durchhält!

Das Licht von Altenberg

Von schlichter Eleganz und königlicher Pracht

Ich war schon so oft im Altenberger Dom, und jedes Mal faszinieren mich die Fenster dieser Kirche aufs Neue. Besonders die Westfassade mit ihrem Westfenster – dem größten gotischen Fenster nördlich der Alpen – zieht mich immer wieder in ihren Bann. Je nach Tageszeit und Wetter wirkt die Fassade jedes Mal anders, wenn ich in Altenberg bin. Das Licht spielt hier eine ganz eigene Rolle und verändert die gesamte Atmosphäre im Raum.


Über das Westfenster habe ich ja schon einmal geschrieben, daher heute nur eine kurze Erzählung darüber. Diesmal haben mich die „weißen“ Fenster, die in den Seitenschiffen ihren Platz finden, viel neugieriger gemacht. Man nennt sie auch Grisaille-Fenster. Diese hellen Glasflächen wirken auf den ersten Blick sehr schlicht, was an den strengen Regeln der Zisterzienser-Mönche lag, die früher auf bunten Prunk verzichteten.

Doch bei genauerem Hinsehen entdeckt man wunderschöne, feine Muster im Glas. Was mich dieses Mal besonders fasziniert hat: Manche dieser klaren Fenster haben zusätzlich ein kleines, farbiges Wappen in der Ecke. Diese Wappen stammen oft von adligen Stiftern, die den Bau des Doms unterstützten und sich so in den Fenstern verewigen durften. Sie wirken wie kleine, kostbare Farbtupfer in der sonst so schlichten Architektur.


Zum Schluss möchte ich euch noch einladen, einen Blick in meine Galerie über Bleiglasfenster auf czoczo.de zu werfen. Dort habe ich die neuen Bilder aus Altenberg hochgeladen. In dieser Galerie finden sich alle möglichen Fenster, die ich bisher vor die Kamera bekommen habe. Sie ist vielleicht noch nicht riesig, aber ich fülle sie mit großer Vorliebe und freue mich über jeden, der dort vorbeischaut und die Lichtspiele gemeinsam mit mir genießt.