Murals in Wuppertal: Urbane Kunst und das Erbe von Pina Bausch

Murals in Wuppertal verwandeln unsere Stadt in eine beeindruckende Freiluftgalerie. Wer aufmerksam durch die Straßen läuft, entdeckt immer wieder neue Wandbilder, die das graue Stadtbild beleben. Heute werfe ich einen Blick zurück auf die Anfänge der lokalen Street-Art-Szene und präsentiere euch ein ganz besonderes Highlight: das berühmte Pina-Bausch-Mural.

Die Geschichte der Murals in Wuppertal

Vor etwa drei Jahren, als das ambitionierte Projekt Urbaner Kunstraum Wuppertal ins Leben gerufen wurde, war ich besonders aktiv. Ich verbrachte viel Zeit damit, die neuesten Murals in Wuppertal zu fotografieren und zu dokumentieren. Mit der Zeit wurde mir der Trubel um die ständige Neueröffnung von Kunstwerken jedoch fast ein wenig zu viel, und ich verlor die Aktion beinahe aus den Augen.

In der Zwischenzeit sind jedoch fantastische neue Kunstwerke entstanden. Es gibt mittlerweile zahlreiche Webseiten, die diese Bilder professionell präsentieren – vielleicht sogar detaillierter, als ich es hier tun kann. Dennoch habe ich mich entschieden, meinem Blog wieder neues Leben einzuhauchen und mich wieder verstärkt der Street Art im Tal zu widmen.

Ein Denkmal für Pina Bausch

Heute möchte ich euch eines der vielen Murals in Wuppertal zeigen, das einer ganz besonderen Frau gewidmet ist: Pina Bausch. Als weltberühmte Choreografin des Tanztheaters Wuppertal war sie eine echte Revolutionärin des modernen Tanzes. Sie stellte ihren Tänzern oft die fundamentale Frage: „Was bewegt euch?“, anstatt nur nach der bloßen Technik zu fragen. Ihre Kunst hat Wuppertal international auf die Weltkarte gesetzt, und dieses Wandbild fängt ihren schöpferischen Geist wunderbar ein.

Mein Fazit zur Street Art in Wuppertal

Trotz der professionellen Konkurrenz im Netz möchte ich meinen Blog wieder mit eigenen Eindrücken füllen. Da das Wetter nun langsam besser wird, stehen auch wieder öfter Spaziergänge mit der Kamera auf dem Programm. Mein Foto des Pina-Bausch-Murals hätte ich im Nachhinein sicher aus einer anderen Perspektive aufnehmen können, aber am Ende kann kein Bild die Wirkung des Originals vollständig ersetzen.

Handballfieber & Wuppertals versteckte Kunstschätze

Jedes Jahr Mitte Januar hat mich der Handball voll im Griff. Ob Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft – die Turniere wechseln sich Jahr für Jahr ab. Aktuell läuft die Europameisterschaft 2026 im Fernsehen, und da ich glücklicherweise in der Frühschicht arbeite, nutze ich jede Gelegenheit, die Spiele live zu verfolgen.
​Dabei zieht allerdings nicht nur die Familie oft den Kürzeren; auch mein Blog und andere Hobbys geraten durch das Handballfieber ein wenig in Vergessenheit. Ich weiß natürlich, dass es nicht ideal ist, so lange vor der „Glotze“ zu sitzen… aber ab morgen ändert sich das wieder ein wenig! Endlich spielen die Mädchen vom HSV wieder zu Hause, und es zieht mich wieder in die Halle.

Streetart in Wuppertal: Ein Hauch von Leben für den Blog

​Um dem Blog heute wieder neues Leben einzuhauchen, möchte ich euch ein besonderes Highlight aus meiner Stadt zeigen. In Wuppertal gibt es immer mehr Murals (großflächige Wandgemälde). Vor zwei Jahren habe ich die Aktionen dafür noch intensiv begleitet, doch irgendwann ist das Thema bei mir leider etwas in den Hintergrund gerückt.
​Dabei treibe ich mich immer öfter an Wänden herum, auf denen ich unbekannte Kunstwerke entdecke. Jedes Mal wundere ich mich aufs Neue, wie viele dieser beeindruckenden Bilder inzwischen in Wuppertal entstanden sind. Ich glaube, ich muss mich öfter in diese Richtung bewegen – es lohnt sich definitiv!
​Heute zeige ich euch dieses Prachtstück hier.


Mural SOUL FLORA von Studio Giftig
Lenneper Str. 28

Studio Giftig besteht aus dem in den Niederlanden ansässigen Kunstlerduo Niels vanSwaemen und Kaspar van Leek.
Mehr infos und andere Bilder von enstehung findet ihr hier

Black & White – JANUAR 2026

Black & White 2026Ich bereite gerade meinen ersten Beitrag für das Black and White Projekt 2026 vor!
Wie gewohnt wird das Fotoprojekt immer am ersten Tag des Monats eröffnet. Da wir am 1. Januar alle noch mit dem Neujahr beschäftigt waren, starten wir diesmal mit einer kleinen Verspätung – aber keine Sorge: Da jeder Teilnehmer 15 Tage Zeit hat, reicht das völlig aus. Ihr seid also alle wieder herzlich eingeladen!

Nachdem ich mir im letzten Jahr kein festes Thema gesetzt habe, möchte ich 2026 öfter im Skulpturenpark Waldfrieden vorbeischauen. Es sieht ganz danach aus, als würde ich euch in nächster Zeit öfter mit Werken von Tony Cragg ‚langweilen‘ – aber ich hoffe natürlich, dass euch die Einblicke gefallen! Mein Ziel ist es, meine Technik in der Schwarz-Weiß-Fotografie zu verfeinern und mich künstlerisch weiterzuentwickeln


Tony Cragg “ Migrant“ (2015)
Die Skulptur von Tony Cragg, die ich heute präsentiere, trägt den Namen ‚Migrant‘. Ein gewagter Titel, der zum Nachdenken anregt. Man muss sich intensiv mit der Form auseinandersetzen, um die Aussage dahinter zu verstehen. Ich selbst habe den tieferen Sinn noch nicht ganz entschlüsselt, aber das Werk fasziniert mich sehr.

Besonders beeindruckend ist die Oberfläche der Bronzeskulptur: Wenn man direkt davor steht, wirken die feinen Strukturen fast organisch. Man kann kaum glauben, dass dieses Werk aus hartem Metall besteht – es wirkt in der Nahaufnahme beinahe weich wie flüssiges Wachs. Ich bin absolut begeistert von dieser Dynamik!

Was denkt ihr über die Skulpturen von Tony Cragg? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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Black & White 2025 – DEZEMBER

Black & White Projekt – Der fotografische Abschluss

Ich schreibe diesen Beitrag für das Projekt „Black & White Dezember 2025“.
Für den Dezember und als Abschluss der diesjährigen Version von Black & White 2025 habe ich im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal ein Bild einer Skulptur gemacht.
Nicht die ganze Skulptur – obwohl sie wirklich interessant war – sondern ein Detail des Materials und die Art, wie Hede Bühl sie gestaltet hat.

Wuppertal und Hede Bühl: Eine neue Entdeckung

Mit dem Skulpturenpark in Wuppertal bin ich noch lange nicht fertig. Und das ist gut so, denn andernfalls hätte ich dieses interessante Bild nicht für euch. Vorausgesetzt natürlich, man bezeichnet dieses Bild als interessant.
Für mich jedenfalls hat nicht nur die gesamte Skulptur einen solchen Eindruck gemacht (leider habe ich kein Bild von ihr), sondern auch der Stein und vor allem seine glatte und sauber verarbeitete Struktur. Die Haptik des Steins, nur im Schwarz eingefangen, wird dadurch besonders betont.
Fasziniert von dem, was ich sah, habe ich angefangen, nach Hede Bühl im Netz zu suchen – und meine Begeisterung war sofort gezündet.
Die Arbeiten, die ich im Netz sah waren einfach fantastisch

Wer ist Hede Bühl? (Kurzporträt)

Um euch die Künstlerin etwas näherzubringen und eure Neugier zu wecken:
Hede Bühl, geboren 1940, ist eine deutsche Bildhauerin, die für ihre reduzierten und zugleich ausdrucksstarken Skulpturen bekannt ist. Oft arbeitet sie mit Materialien wie Stein, Bronze oder Holz, wobei sie menschliche Köpfe und Büsten als ihr zentrales Motiv wählt. Das Faszinierende an ihren Werken ist die Abstraktion des Gesichts: Sie lässt alle Details weg, konzentriert sich ganz auf die Form und die Oberfläche des Materials. Dadurch wirken ihre Skulpturen gleichermaßen zeitlos und tiefgründig. Ein Blick auf ihre weiteren Arbeiten lohnt sich garantiert!

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NACHTRAG vom 01.12.2025 (Abend)

Bei der Durchsicht meiner Fotos stieß ich auf ein Bild von der Skulptur „Kopf“ von Hede Bühl.
Schon bei meinem ersten Besuch des Parks ist mir dieses Kunstwerk sofort ins Auge gesprungen und vor die Linse gekommen. Zuhause angekommen, war ich mit dem Ergebnis jedoch nicht wirklich zufrieden. Die Gegenlichtsituation machte die Aufnahme extrem schwierig zu bewältigen. Zumindest fand ich damals keine kreative Lösung dafür – und eine solch frontale Aufnahme wirkte auch nicht besonders aussagekräftig.
Vielleicht war dies der Grund, weshalb ich beim zweiten Mal meine Herangehensweise komplett änderte: Ich konzentrierte mich ausschließlich auf Details und die Strukturen der Skulptur selbst

Das Saison-Projekt „Black & White 2025“ neigt sich langsam dem Ende zu… aber wie Ihr bestimmt ahnt: Ich werde im Januar 2026 wieder auf euch warten, um die nächste Saison zu starten!
Das neue Logo ist zwar noch nicht aktualisiert, aber in Kürze werde ich es fertigstellen. Kurz darauf folgt ein neuer Bericht mit einer offiziellen Einladung, sodass sich jeder rechtzeitig den Termin notieren und auf seinem Blog zeigen kann.

Ich freue mich schon jetzt darauf, im Januar 2026 wieder eure neuen, beeindruckenden Schwarz-Weiß-Werke zu sehen!

Black & White 2025 – NOVEMBER

Im Skulpturenpark Waldfrieden von Tony Cragg findet man natürlich viele seiner eigenen Werke, aber auch spannende Arbeiten anderer Künstler der internationalen Kunstszene. Das ist eine großartige Gelegenheit, um auch andere Positionen und ihre Kunst kennenzulernen.
Klar, nicht alles überzeugt mich – und das muss es auch nicht. Wir haben eben alle unsere Vorlieben und unterschiedlichen Geschmäcker.
Die Skulptur „Immaterielles“ von Andreas Schmitten gehört allerdings ganz klar zur zweiten Gruppe, den Werken, die mich einfach fasziniert haben.


Schon von Weitem zog mich diese Skulptur in ihren Bann. War es die schiere Größe oder doch die makellose, weiße Oberfläche? Anfangs hielt ich sie fälschlicherweise für weißen Marmor. Tatsächlich wirkt dieser Lack leicht, sauber und fast steril – eben immateriell und widersprüchlich zum massiven Material.

Die Skulptur erzählt von jeder Seite eine andere Geschichte. Von vorne wirkt sie wie ein menschlicher Körper, dessen Kopf tief zwischen den Schultern versunken ist. Aber von der Seite (und diese Ansicht hat mir am besten gefallen) sah es für mich aus wie ein Aufschrei, bei dem der Unterkiefer förmlich auf den „Tisch“ gefallen ist! Eine wirklich faszinierende Einsicht.

Wenn man sich dann die anderen Versionen dieses Werkes, „Immaterielles“ von Andreas Schmitten, ansieht – zum Beispiel die Skulptur mit dem gleichen Namen in Frankfurt am Main oder Düsseldorf, bei der der Kopf von drei Armen getragen wird – erkennt man einen klaren Stil: Die makellos weiß lackierte Stahlskulpturen, die von Andreas Schmitten zu Markenzeichen geworden sind.

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Der erste Schuss nach zwei Jahren: Mein Panorama-Comeback

Fast zwei Jahre ist es her, seit ich das letzte Mal ein Panorama zusammengesetzt habe. Meine Gesundheit hat letztes Jahr vieles aus dem Gleichgewicht gebracht. Jetzt muss ich mühsam die Scherbenhaufen zusammensammeln. Vieles ist in dieser Zeit liegen geblieben, aber alles nur auf die Gesundheit abzuwälzen, wäre auch nicht richtig. Schwamm drüber – ich bin mir sicher, es wird wieder Spaß machen, czoczo.de erneut auf die Beine zu stellen! Und genau das beginnt mit meinem Panoramafotografie Comeback.

Ihr habt bestimmt schon meine neue Vorliebe bemerkt: Der Versuch, mich als Erzähler zu etablieren, macht mir richtig Spaß. Leider verbraucht es mehr Zeit, als ich anfangs dachte. Auch die Arbeit, die hinzugekommen ist, lässt mir langsam die Zeit fehlen.

Aber ich nutze die verbleibende Zeit intensiver als noch vor ein paar Monaten. Anscheinend ist mir bewusster geworden, dass verlorene Zeit unwiederbringlich ist. Im wahren Leben existiert kein Neustart. Deswegen werde ich mich wieder neu sammeln und nicht länger das Wohnzimmersofa besetzen – es geht jetzt ans Eingemachte.

Der Weg zum Comeback

Eine positive Veränderung, die ich bemerkt habe, ist das Schreiben. Ja, ich schreibe wieder mehr und ich genieße es. Leider ist meine Grammatik trotzdem nicht besser geworden. Aber dafür lasse ich meinen persönlichen Korrektor, die KI, meine Texte überprüfen. Vielleicht sind diese abrupten Verbesserungen der Texte für euch ungewohnt (für mich auch 😊 – manchmal verstehe ich selbst ein paar Stunden später, was ich da geschrieben habe!).


Auch die Nutzung des Fotoapparats anstelle eines Handys hat sich etwas verbessert: Zurück zu den Wurzeln, wie man so schön sagt. Das Handy hat durch das Schreiben jetzt dafür mehr zu tun. Die Kurzgeschichten werden nämlich meistens auf dem Handy oder Tablet im Wohnzimmer oder Park geschrieben. Mit dem Park ist allerdings langsam Schluss für dieses Jahr.

Wie ihr seht: czoczo.de ist immer noch nicht tot!

Seit Samstag trage ich nicht nur die Kamera, sondern auch das Stativ. Und wenn man das Stativ mit sich trägt, muss natürlich auch der Nodalpunkt-Adapter dabei sein. So habe ich meinen letzten Ausflug zum Skulpturenpark genutzt, um mich wieder in der Panoramafotografie auszuprobieren. Wahnsinn, wie lange das her ist! Ich musste alles von Neuem lernen. Die Griffe, die man früher im Schlaf gemacht hat, verursachten mir am Samstag richtig viel Anstrengung – und dazu noch die vielen Menschen. Am Wochenende werde ich den Skulpturenpark bei schönem Wetter also lieber meiden.

Aber jetzt Schluss mit dem Erzählen: Das erste Panorama seit zwei Jahren ist vielleicht nicht das Meisterwerk, aber trotzdem ist es das schönste in 2025, und das will doch etwas heißen.

Die Panoramaaufnahme ist fertig … und es ist noch schlimmer als befürchtet. Ich bin voll sauer, dass ich das so versemmelt habe. Hoffentlich bekomme ich bei diesem Herbst noch einmal solch eine Gelegenheit, die Aufnahme zu wiederholen.

Die Villa Waldfrieden

Der verborgene Magnet: Die Villa Waldfrieden und ihre fehlenden Ecken

Endlich! Ich bereite mich schon seit Jahren auf diesen Besuch vor. Wer die Kunst von Tony Cragg liebt, muss einfach einmal hier gewesen sein. Heute ist es so weit: Ich bin im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal.
Auch wenn die Skulpturen der eigentliche Star sind – ich habe direkt ein Haus entdeckt, das meine ganze Aufmerksamkeit fesselt: die Villa Waldfrieden, früher bekannt als Villa Herberts. Sie ist der geheimnisvolle Mittelpunkt des Parks. Leider ist sie für uns Besucher innen nicht zugänglich, aber ihre Geschichte und ihre Architektur sind ein riesiger Magnet.

Die Sensation: Ein Haus ohne rechte Winkel

Die Villa ist eine architektonische Sensation, die bewusst fast ohne rechte Winkel gebaut wurde. Nach der Zerstörung des Vorgängerbaus beauftragte der Lackfabrikant und Kunstmäzen Dr. Kurt Herberts nach dem Krieg den Architekten Franz Krause.
Ihr Ziel war ein klares Statement gegen die kalte, kubische Architektur der Zeit. Zwischen 1947 und 1950 entstand ein Meisterwerk der Organischen Architektur. Das Credo: „Nicht Raumkuben aneinanderreihen, sondern Kraftlinien bilden.“

Das Ergebnis ist ein Haus voller fließender, runder Formen. Es wirkt, als wäre es direkt aus dem Hang gewachsen – eine riesige, begehbare Skulptur, die perfekt mit der umgebenden Natur harmoniert.

Geheimnisse hinter den runden Mauern

Was dieses Baudenkmal aber wirklich spannend macht, sind die Geschichten über seinen ursprünglichen Bewohner. Herberts war nicht nur Kunstfreund, sondern auch ein vorsichtiger Industrieller. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Villa über:
Abhörsichere Räume und einen Fluchtraum verfügte.
Eine riesige Telefonzentrale im Keller besaß, die mit über 30 Außentelefonen im Wald verbunden war.
Ein Haus, das so natürlich und organisch aussieht, aber so geheimnisvoll ausgestattet war – ein spannender Kontrast!

Vom Mäzen zum Bildhauer

Jahre stand dieses besondere Haus leer, bis Tony Cragg es 2006 erwarb. Er rettete das Baudenkmal und machte es zum Verwaltungssitz seiner Stiftung. Damit verbindet sich die Vision des Bildhauers perfekt mit der architektonischen Vision des Kunstmäzens Herberts.

Die Villa Waldfrieden mag verborgen bleiben, aber sie ist der Grundstein und das Herz dieses magischen Ortes. Ich kann es kaum erwarten, jetzt endlich die Skulpturen zu entdecken!