Gestern, auf meinem kurzen Spaziergang, bin ich einer alten Laterne begegnet. Eigentlich nichts Besonderes, doch in diesem einen Moment hat die tiefstehende Sonne sie so perfekt getroffen, dass sie förmlich von innen heraus erstrahlte.
Es war fast magisch: In der Laterne ist keine Birne mehr, sie ist eigentlich leer. Und doch schafften es die Sonnenstrahlen, die sich im alten Glas brachen, das Gehäuse komplett mit Licht zu füllen. Ein paar Minuten später wäre der Winkel der Sonne schon wieder ein anderer gewesen und der Zauber verflogen. Aber für diesen Augenblick war es das schönste Bild des Tages.
Um dieses warme Gefühl, das ich beim Anblick hatte, noch zu unterstreichen, habe ich bei der Bearbeitung ein wenig an Kontrast und Sättigung gedreht. Ich hoffe, die Stimmung kommt rüber, ohne dass es zu künstlich wirkt!
Das Wetter bei uns ist einfach wunderschön. Meine Frau hat sich inzwischen – wahrscheinlich durch mich angesteckt – schlafen gelegt. Also nutze ich die Gunst der Stunde und gehe eine Runde spazieren.
Natürlich ist wie immer meine Kamera dabei und ich habe einen Podcast auf den Ohren. Im Laufe der Zeit habe ich viele Podcasts gefunden, die ich mit großem Interesse verfolge. Solche einsamen Spaziergänge sind einfach die beste Zeit, um mal wieder richtig zuzuhören.
Seit ein paar Tagen höre ich mir vor allem politische Meinungen zur Weltlage an. Wahnsinn, wie schnell sich alles verändert – wie in einem Kaleidoskop! Was gestern noch aktuell war, ist heute Morgen schon wieder Schnee von gestern.
Apropos Schnee: Von winterlichem Wetter fehlt bei uns jede Spur. Wir haben Mitte Januar und es sind 9°C – und das mitten in der Nacht! Nicht schlecht, oder? Während das Klima draußen Frühlingsgefühle bekommt, wird es politisch auf der Welt leider immer frostiger. Aber lest selbst…
Wenn unser „Beschützer“ zum Angreifer wird
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Die NATO steht vor der größten Krise seit 80 Jahren. Ausgerechnet der Präsident der USA – dem mächtigsten Land im Bündnis – kündigt an, dass er Grönland übernehmen will. Eine Insel, die zu Dänemark gehört, einem unserer engsten Partner in der NATO und EU.
Diese Situation ist so unglaublich und schockierend, dass alles, was Trump vorher gemacht hat, dagegen harmlos wirkt. Ganz Europa steht unter Schock.
Es geht nicht um Sicherheit, es geht um sein Ego
Grönland ist nicht in Gefahr. Es gibt dort keine Bedrohung durch China oder russische Flotten. Sicher hätten die Russen gerne mehr Land, aber sie haben gar nicht die Mittel dafür. Außerdem könnten die Amerikaner durch die alten Verträge von 1951 jederzeit ihre Basen dort vergrößern. Dänemark ist ja bereit dazu.
Aber es geht hier gar nicht um Sicherheit. Es geht nur um das riesige Ego eines US-Präsidenten, der einen „Erfolg“ braucht. Er will das Territorium der USA vergrößern, egal zu welchem Preis – zum ersten Mal seit über 150 Jahren.
Europa muss endlich aufstehen
Wir in Europa wirken oft so hilflos, aber wir müssen uns endlich wehren! Auch in Amerika gibt es viele vernünftige Leute, die mit Angst zuschauen, was ihr Präsident da treibt.
Zölle als Erpressung? Wenn Trump uns mit Zöllen droht, nur weil wir zu Dänemark halten, dann müssen wir genauso antworten.
Kein Handel mehr? Wenn Trump uns den Rücken kehrt, dann handeln wir eben mehr mit Asien, Kanada oder Südamerika. Das wird Trump und seine Wähler am Ende am meisten wehtun. Niemand in den USA, der noch bei Verstand ist, will den Kontakt zu Europa wirklich abbrechen
.
Wenn wir in Europa hart bleiben und klar sagen, dass wir Grönland verteidigen, wird Trump nicht angreifen. Er braucht dafür die Zustimmung vom Kongress, und die wird er nie bekommen. Wenn wir zusammenhalten, wird es keinen Krieg um Grönland geben. Wir müssen nur endlich aufhören, alles einfach so hinzunehmen.
Zwischen Wetterkapriolen, Bettruhe und der Schönheit der Edeldistel
Draußen toben die Wetterkapriolen, und drinnen hat mich die Bettruhe fest im Griff. Wenn der eigene Körper einen unter die Decke verfrachtet, wird der Radius klein. Ein Foto im Freien? Aktuell unmöglich. Doch die Natur findet ihren Weg zu mir – heute in Form eines Blumenstraußes meiner Frau.
Mein Beitrag für Nature Thursday 2026 #03
Makrofotografie aus der Isolation: Die Edeldistel
Da ich keine Kraft für große Fototouren hatte, habe ich mir die Zeit genommen, jede einzelne Pflanze des Straußes vor die Kamera zu holen. Ein Motiv hat mich besonders fasziniert: Die Edeldistel (Eryngium).
Sie gehört vielleicht nicht zu den „klassisch schönen“ Blumen, aber sie hat eine fast schon mystische, wehrhafte Ausstrahlung. Die knappe Schärfe im Bild macht die Aufnahme unruhig – ein Spiegelbild meiner eigenen Verfassung. Doch muss jedes Foto ein perfektes Kunstwerk sein? In der Natur ist auch das Unperfekte absolut sehenswert.
Botanische Details zur Edeldistel:
Symbolik: Standhaftigkeit und Schutz.
Optik: Stahlblaue Blütenköpfe und dornige Hochblätter.
Wirkung: Sie wirkt im Garten oft wie ein kleiner, natürlicher Schutzwall.
Dieses Foto ist mein persönlicher Gruß zum Nature Thursday Projekt. Ein Symbol für das Durchhalten, wenn es mal stachelig wird.
Eigentlich bin ich krank. So richtig krank. Nachdem ich am letzten Freitag noch mit letzter Kraft und der Hoffnung an der Maschine stand, dass das Wochenende alles richten würde, kam am Montag der Zusammenbruch. Ich stand nassgeschwitzt in der Arbeit, der Kreislauf am Boden. Das Wetter hat mich diesmal voll in die Knie gezwungen.
Seit Freitag wütet diese Grippe so stark in mir, dass mir inzwischen gefühlt ein paar Tage Lebenszeit fehlen. Am Montag habe ich noch versucht, mich in den Arbeitsanzug zu quälen, doch als der Schweiß schon floss, bevor die Maschine lief, musste ich diesen Wahnsinn abbrechen. Es reicht. Eigentlich hätte ich schon am Freitag die Reißleine ziehen müssen.
Aber man ist in der Probezeit. Mit 56 Jahren, nach gerade einmal drei Monaten im neuen Betrieb, versucht man krampfhaft, Stärke zu zeigen. Man will beweisen, dass man unzerstörbar ist, dass auf einen Verlass ist. Doch das ist eine kontraproduktive Einstellung, die ich in meinem Alter eigentlich längst hätte ablegen müssen.
Jetzt, wo das Fieber ein wenig nachlässt und der Kopf klarer wird, kriechen die Sorgen zurück: Was erwartet mich am Montag? Braucht ein Arbeitgeber wirklich einen Mitarbeiter, der nach so kurzer Zeit schon die erste Schwäche zeigt? Ein guter, sicherer Arbeitsplatz ist in Deutschland heutzutage Mangelware. Man überlegt zweimal, ob der Gang zum Arzt wirklich notwendig ist. Aber am Ende riskiert man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Kollegen.
Egal… ich muss jetzt noch ein paar Tage durchhalten, die Tabletten nehmen und gesund werden. Und am Montag sehen wir weiter, was passiert.
Ich frage mich, wieso meistens nichts daraus wird, wenn ich etwas plane. Den ganzen Morgen habe ich mich auf den Feierabend gefreut. Im Kopf habe ich schon Pläne geschmiedet, was wir (ich und meine Frau – sie hat diese Woche noch Urlaub) machen können. So schönes Weiß hält bei uns meistens nicht lange; dass es bis jetzt durchgehalten hat, ist schon fast ein Wunder. Aber wenn seit dem ersten Januar die Temperaturen nicht über null Grad gestiegen sind, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass der Schnee so lange hält. Bis heute war es jedoch trockene Kälte, kaum Neuschnee kam dazu … bis heute, wohlgemerkt!
Mein Beitrag für Nature Thursday 2026 #02
Schon kurz vor eins kamen die ersten Leute zur Spätschicht mit einer Hiobsbotschaft: Draußen herrscht Armageddon! Überall um Wuppertal und Solingen steht alles still, die Busse fahren nur teilweise. Wie es aussieht, wird aus meinem Spaziergang heute nichts. Vorerst muss ich erst mal glücklich nach Hause kommen.
Und es war genau so, wie die Menschen berichtet haben: Autos mit frischem Schnee bedeckt und die Fahrt nach Hause war ein echtes Abenteuer. Nicht mal aus dem Industriegebiet kam man vernünftig raus. Die Autobahn sollte angeblich auch dicht sein, also habe ich mich in Richtung Innenstadt gewagt. Schlechte Entscheidung! Hier war es alles andere als angenehm. Für 19 km habe ich zwei Stunden gebraucht. Wahnsinn! Können die Menschen nicht Autofahren oder wieso passiert sowas? Dass manche versucht hatten, mit Sommerreifen die Steigungen zu bewältigen, hat man sofort erkannt. Solchen Leuten sollte man wirklich den Führerschein entziehen!
Egal … nach zwei Stunden war ich zu Hause. Nur den Spaziergang, den müssen wir auf einen späteren Termin verschieben.
Übrigens: Die Rose für den „Nature Thursday“ habe ich auf dem Friedhof gefunden. Extra bin ich dorthin gegangen, um zumindest eine Aufnahme für das Projekt zu finden.
Vor ein paar Jahren habe ich auf meinem Blog eine ganz besondere Sammlung eröffnet: Eine Galerie für Türen und Portale. Eigentlich eine tolle Sache, aber in letzter Zeit herrschte dort leider ein wenig „Durchzug“. Neue und interessante Entdeckungen sind selten geworden – oder ich bin einfach mit geschlossenen Augen durch die Welt gelaufen.
Meine Sammlung ist zwar schon beachtlich gewachsen, aber ich muss gestehen: Letztes Jahr habe ich dem Ganzen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Eigentlich schade! Hier im Bergischen Land ähneln sich die Türen oft sehr; echte Prachtstücke sind gar nicht so leicht aufzuspüren. Und wenn man immer nur die gleichen Wege geht, wird die Ausbeute natürlich nicht besser. Man kennt irgendwann jede Klinke beim Vornamen.
Deshalb habe ich mir vorgenommen, für meine Spaziergänge demnächst völlig neue Gebiete zu erkunden. Solange das Wetter allerdings so bleibt wie in den letzten Tagen, ist das mit dem Spazierengehen eher eine „Feucht-Fröhliche“ Angelegenheit – nur ohne das Fröhlich.
Aber hey, nach jedem Winter kommt früher oder später der Frühling. Und auf den freue ich mich heute schon riesig – und meine Kamera auch!
Ich muss ehrlich zugeben: Ich war schon auf vielen Turnieren, aber was der HSV Wuppertal hier mit dem Neujahrscup auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend. Innerhalb von nur einem Jahr (letztes Jahr war Premiere) hat sich das Ganze zu einer fast semiprofessionellen Veranstaltung entwickelt – und das trotz eines Termins, den eigentlich nur Pinguine lieben können.
Vom Auslachen zur Begeisterung
Rückblick: Als mein Sohn vor zwei Jahren mit der Idee um die Ecke kam, habe ich ihn ausgelacht. Wer macht bitteschön ein Jugendturnier im tiefsten Winter, mitten in der Weihnachtspause? Die Leute wollen Ruhe und nicht ihre Töchter bei Minusgraden durch die Gegend kutschieren. Tja, wie so oft im Leben: Ich habe mich gewaltig getäuscht!
Trotz Chaos auf den Straßen und gefühlt einem halben Meter Neuschnee (vielleicht war es etwas weniger, aber draußen war alles strahlend weiß) standen fünf von sechs gemeldeten Mannschaften pünktlich in der Halle. Und bei dieser „Aura“ standen die Helfer tatsächlich draußen am Grill, um Fans und Teams zu bewirten. Hut ab – das ist wahre Leidenschaft!
Anpfiff mit Hindernissen
Geplant waren 10 Spiele à 25 Minuten, insgesamt sechs Stunden Handball pur. Wie das bei solchen Events so ist: Der erste Anpfiff verzögerte sich wegen einer technischen Störung kurz, aber dann ging es Schlag auf Schlag.
Das Eröffnungsspiel bestritten der Gastgeber HSV Wuppertal gegen den HSV Solingen-Gräfrath. Genau jener Gegner, gegen den sich unsere Mädels zuletzt so schwergetan und nur mit Glück ein Remis geholt hatten. Eine harte Aufgabe, wenn man gerade erst aus dem Bett gekrochen ist!
Lektionen für die Regionalliga
Die Wuppertalerinnen hielten lange einen Vorsprung von zwei Toren. Doch Trainer-Wort hielt: „Heute spielt jeder! Es geht nicht darum, in der eigenen Halle zu dominieren, sondern das Teamgefühl zu stärken.“ Ein solches Turnier bietet die Chance, dass die jüngeren oder spiel schwächeren Mädchen Verantwortung übernehmen und von den Erfahrenen lernen.
Diesmal war der Druck vielleicht ein Quäntchen zu groß. Der Vorsprung schmolz gegen starke Solingerinnen dahin. Was mich überraschte: Das Trainerteam griff nicht ein, nahm keine Auszeit, sondern ließ die Mädels bis zum Ende kämpfen. Eine richtige Entscheidung! Wer in der Regionalliga spielt, muss lernen, in jeder Minute alles zu geben. Diese knappe Niederlage mit zwei Toren Rückstand tut weh, ist aber eine wertvolle Lektion für die Entwicklung.
Der Krimi gegen Tönisvorst
Im vierten Spiel wartete der Favorit: Die Zweitvertretung aus Tönisvorst. Deren erste Mannschaft führt ungeschlagen die Regionalliga, und auch die Zweite ist bärenstark – was sie mit einem 23:5 gegen Aldekerk eindrucksvoll bewiesen hatten.
In der eigenen Halle „wegpoliert“ zu werden, ist nicht cool. Der Coach stellte um und ließ die Formationen taktisch klug rotieren. Der Plan ging auf! Der HSV Wuppertal gewann das Spiel und blieb bis zum Ende im Rennen um den Pokal.
Ein emotionaler Abschied
Ich musste das Turnier leider vorzeitig verlassen, aber das Netz vergisst nichts: Die Mädels haben ein tolles Turnier gespielt und am Ende einen hervorragenden dritten Platz belegt (nur die Tordifferenz verhinderte eine bessere Platzierung). Gratulation!
Die Herren an der Pfeife: Souveränität pur
Was wäre ein Turnier ohne die Schiedsrichter? Ein besonderes Lob geht an das eingesetzte Duo und vor allem an einen jungen C-Jugend-Schiedsrichter. Man darf nicht vergessen: In der Hitze des Gefechts und bei dem Tempo der Regionalliga-Mädels den Überblick zu behalten, ist kein Pappenstiel.
Der junge Kollege hat das fantastisch gelöst. Er agierte wie ein „alter Wolf“ auf der Platte und hat den Mädels klipp und klar gezeigt, wo ihr Platz ist. Souverän, unaufgeregt und mit einer Autorität, die man in dem Alter selten sieht – da wächst ein echtes Schiri-Talent heran!
Zum Schluss ein persönliches Wort: Danke an die Mädels und die Eltern für die Riesen-Überraschung!
Es hat mich sehr berührt. Ich werde euer Trikot mit Würde tragen (sobald es ankommt und passt 😉 ). Es ist mir eine große Freude, bei euren Spielen direkt von der Grundlinie aus zuzusehen, wie ihr den Handballsport lebt und lernt.