Mut zum Experiment

Ein Kommentar, mit dem ich nicht wirklich gerechnet habe – den ich aber akzeptiere. Jeder hat eine Meinung, und jedem ist erlaubt, diese zu vertreten. Dass ich aber solche deutlichen Worte gerade von Elke bekommen würde, hat mich überrascht. Elke war für mich immer wie eine Laterne, die mir den Weg gezeigt hat. Nicht nur ihre Bilder, sondern vor allem ihre Texte haben mir beigebracht, wie viel Spaß man beim Schreiben haben kann.


Doch trotz meines dauernden Willens konnte ich meine Texte nie so hinkriegen, wie ich es eigentlich wollte. Mir fehlten einfach die vielen Jahre Lernzeit in der Schule, um mich auf eine Weise zu artikulieren, die mich selbst zufriedenstellt. Und obwohl viele meine Fehler gerne gelesen oder zumindest nichts Negatives dazu gesagt haben, blieb bei mir immer die Gewissheit: Trotz der vielen Zeit, die ich investierte, um Texte zu korrigieren, kam am Ende oft etwas heraus, auf das man nicht wirklich stolz sein konnte.

Die KI als Befreiung der Vorstellungskraft

Deswegen waren meine Anfänge mit der KI vorsichtig. Doch mit der Zeit wurden die Versuche mutiger. Ich merkte: Eine KI kann ein Bild oder einen Text so formen, wie man es vor seinem inneren Auge sieht. Mit der Hilfe dieses Werkzeugs kann man Welten erschaffen. Und das sind keine Welten, die einfach zwischen Kondensatoren oder CPUs entstehen – sie entstehen zuerst in meinem Kopf. Je stärker die eigene Vorstellungskraft ist, desto perfekter wird das Ergebnis. Ist das dann das reine Werk der KI? Nein. Die KI hat nichts alleine gemacht. Sie hat nur das getan, was ich in diesem Moment wollte.

Vielleicht habe ich bei den Plugins – wie dem Konfetti – in einer Art „Schaffens-Ekstase“ nicht wirklich nachgedacht. Ich habe Stunden am PC verbracht, um etwas technisch umzusetzen, anstatt die Kamera in die Hand zu nehmen und nach draußen zu gehen. Im Nachhinein stimme ich Elke zu: Bei manchen Gadgets hätte ich vorher überlegen sollen, wie sie auf andere wirken.

Vom Werkzeug und dem Wert der Arbeit

Man muss es so sehen: Das Konfetti-Plugin (an dem ich einen ganzen Tag gearbeitet habe) ist wie die KI oder eine Software zur Bildbearbeitung. Es ist nur ein Werkzeug. Wie man dieses Werkzeug einsetzt und in welcher Form man sich bei seinen Lesern bedankt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe es anscheinend „zu gut“ gemeint und die Einstellungen zu extrem gewählt. Aber natürlich kann man auch ohne Konfetti leben.

Man kann es mit einem Schriftsteller vergleichen: Ein Autor schreibt in seinem Leben vielleicht 20 oder 50 Bücher. Am Ende wird vielleicht nur ein einziges davon einen Preis gewinnen. Heißt das, dass die anderen Bücher schlecht waren? Nein. Sie wurden nur nicht entdeckt oder haben den Nerv der Zeit nicht so getroffen wie das eine Erfolgswerk. Aber jedes dieser Bücher war notwendig, um zu dem Punkt zu kommen, an dem man heute steht.

Ein Testlauf für die Zukunft

Mein Aufruf von gestern, die neuen Plugins vorzustellen, war im Grunde eine Art Testlauf. Ich wollte herausfinden: Was mögen die Menschen und was ist ihnen zu viel? Vielleicht schreckt es die Besucher ab, die heute hier sind, aber morgen kommt vielleicht jemand vorbei, der genau davon begeistert ist. Jemand, der WordPress nutzt, um eine ganz andere Community aufzubauen, und dessen Grenze für das „Gute“ ein wenig weiter verschoben ist.

So ist es eben: Man versucht sich an einem Thema, probiert dies und jenes aus. Nicht alles ist perfekt, nicht alles findet die Zustimmung der Menschen. Aber jeder Schritt, auch der vermeintlich falsche, ist ein Schritt nach vorne. Man lernt dabei das Handwerk, man lernt die Menschen kennen und vor allem sich selbst. Ein Fehler zu machen ist nichts Schlechtes – nur wer nichts tut, macht keine Fehler.

Wie geht es weiter?

Ich werde den „Dankes-Gruß“ nun entschärfen. Ich nehme mir die ehrlichen Kommentare zu Herzen und probiere aus, ob eine dezentere Version besser ankommt – oder ob es am Ende besser ist, gar keinen automatischen Gruß zu haben.

Alles, was neu ist, ist noch lange nicht schlecht. Es ist nur ein weiterer Versuch auf dem Weg zum nächsten „Buch“ im Leben von czoczo.de.

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