Bei einfachen Motiven ist ein perfektes Ergebnis meist schnell erzielt. Software-Riesen wie Photoshop und Lightroom leisten hier saubere Arbeit, aber auch Affinity Photo kann mit ein wenig Übung wirklich überraschen. Doch die wahre Herausforderung beginnt, wenn ein riesiges Gebäude direkt vor dir aufragt.
Wenn man versucht, einen solchen Koloss zu bändigen und die Linien geradezuziehen, stößt man an die Grenzen des Machbaren. Das Bild wird extrem verzerrt, wichtige Details fallen dem Beschnitt zum Opfer und das Gebäude wirkt plötzlich unnatürlich gestaucht. Es ist ein ständiger Kampf gegen die Optik: Wie weit kann man gehen, bevor das Bild seine Seele verliert, nur um die Linien perfekt auszurichten? Heute habe ich wieder experimentiert, damit meine Motive auf dem Schreibtisch gefühlt nicht mehr „umkippen“.
Wie geht ihr damit um? Seht ihr stürzende Linien als Teil der Realität, oder treibt euch dieser Drang zur Perfektion auch immer wieder in die Nachbearbeitung?
Mural „Ohne Titel“ / Peeta (Delft)
Der italienische Künstler Peeta, mit bürgerlichem Namen Manuel Di Rita, gehört seit Jahren zu den prägendsten Stimmen der internationalen Urban-Art-Szene. Bekannt wurde er durch seine perfekt konstruierten 3D‑Graffiti und seine Trompe‑l’Œil‑Techniken, die Fassaden in optische Labyrinthe verwandeln. Seine Arbeiten finden sich heute in Metropolen wie New York, Shanghai, Paris oder Berlin – und sie gehören zu den meistfotografierten Murals weltweit.
Peetas Stil ist unverwechselbar: Er zerlegt klare, geometrische Formen und setzt sie zu dynamischen, fast schwebenden Strukturen zusammen. Was auf den ersten Blick wie digitale Renderings wirkt, entsteht in Wirklichkeit mit Pinsel, Sprühdose und einem präzisen Verständnis von Licht, Schatten und räumlicher Wahrnehmung. Seine Wandbilder, Leinwände und Skulpturen bewegen sich an der Schnittstelle von Graffiti, Design, Architektur und abstrakter Malerei.
Eine Besonderheit seines Schaffens: Die Skulptur ist für Peeta nicht nur ein eigenes Medium, sondern ein zentrales Werkzeug. Durch die Arbeit an realen dreidimensionalen Objekten entwickelt er ein tiefes Gespür für Volumen und Materialität – ein Wissen, das er anschließend in seine zweidimensionalen Murals überträgt. Dadurch entstehen jene typischen Illusionen, bei denen Fassaden plötzlich aufbrechen, sich wölben oder in futuristische Formen zerfallen.
Mit der UKW‑Edition 2025 setzt Peeta seine Auseinandersetzung mit urbanem Raum fort: Er verwandelt Architektur in ein Spiel aus Perspektiven und lädt Passantinnen und Passanten dazu ein, die Stadt mit neuen Augen zu sehen.
Andere Werke von Peeta , UKW Murals die ich auf czoczo.de gesehen habe
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@ Hallo Olaf – Ja eine Drohne das ist wirklich klasse ding. Habe gesehen bei meinen Bruder … so fantastische Bilder kommen da raus aus solche ungewöhnliche Perspektive. Ich wünsche dir also viel Spaß dabei und sei vorsichtig … mein Bruder hat seine Drohne über einen Wulkan in Indonesien kaputt gemacht … also nur da fliegen wo man darf ;-).
@ Liebe Mascha – ja das gebe ich dir recht. Man soll die stürzende Linien einfach in der Komposition des Bildes so annehmen wie sie ist… und wen man das nicht kann… da eben lernen und nicht sofort alles begradigen.
Also, ich sage nur Wow! zu dem Gebäude.
Ansonsten lasse ich mich von stürzenden Linien nicht ärgern – mir fehlt einfach die technische Finesse und die Geduld, daran etwas zu ändern und so lasse ich „Fünfe grade sein“, wie man so schön sagt 😉
LG A.
Hi Marius, die stürzenden Linien waren für mich jahrelang ein Ärgernis. Für Insider ist es ja so, man erkennt die Softwarebearbeitung immer. Das ist in manchen Fällen gut oft aber wirkt es danach unnatürlich. Gerade bei Kirchen ist mit das immer wieder passiert oder bei Gebäuden mit Turmaufbauten, das wirkt dann langezogen und komisch für den Betrachter. Ich habe die Bilder immer mit ShiftN bearbeitet. Ich würde sagen, eines der besten Automatiktools überhaupt.
Seit dem ich meine Fuji Ausrüstung verkauft habe und mir eine Lumix gekauft habe, shifte ich keine Bilder mehr. Ich bearbeite Fotos mit Affinity Photo schon seit Jahren. Dort kann man auch Perspektiven verändern, ein ganz nützliches Gimmick. Das nutze ich aber eigentlich immer weniger. Ich versuche beim Knipsen schon eine erträgliche Perspektive zu erreichen. Mal gelingt mir das mal auch nicht. Seit zwei Jahren fliege ich mit der DJI, die Perspektiven sind der Hammer, das ist mit der Kamera nicht möglich und die Quali der Bilder ist auch überzeugend, kann man auch auf meiner Seite sehen. Die Fotos sind bis A3 Kalender gestochen scharf. Weiterhin fotografiere ich mit der GoPro13. Da sind oft Hammerperspektiven drin. Mittlerweile sind die Action Cams in Sachen Qualität kaum mehr von den großen Modellen zu unterscheiden. Du hörst , eigentlich ist für mich die Quali gar nicht mehr so ausschlaggebend, mein Hauptaugenmerk liegt auf der Perspektive. Das ist kreativer als alles andere was ich bisher gemacht habe. Da spielt dann die stürzende Linie auch keine echte Rolle mehr, das würde mir letzten Endes auch nur die Perspektive „versauen“.
Klar kommt der Fotoapparat noch ab und an zum Einsatz. Letzte Woche war ich im Tierpark damit. Da kannst du keine Drohne fliegen und die extreme Weitwinkelperspektive der GoPro kommt da auch nicht mehr so gut.
Dieses Jahr geht es wieder mit dem Wohnwagen nach Dänemark. Dort möchte ich hauptsächlich mit Drohne und Gopro arbeiten um wieder schöne Bilder für einen Urlaubskalender zu machen. Das schönste für mich sind dann die Landschaften und dort gibt es keine stürzenden Linien. Bis dann mal wieder.
Gruß Olaf
Liebe Elke,
aber das es sowas überhaupt an der Kamera gibt ist schon eine leichte Vorteil. Nicht alle Menschen haben mit Bildbearbeitung was zu tun. Ich kenne Menschen die die Bilder noch auf der Karte halten und wen die Karte voll ist kaufen einfach neue. 🙂
Liebe Grüße czoczo
Ich habe es tatsächlich gleich mal ausprobiert. Aber bei unserem aktuellen Dauerregen nur in der Wohnung. Das ist eigentlich ganz einfach, wird aber nicht immer perfekt. Vermutlich weil die Darstellung auf dem Kameramonitor ja ziemlich klein ist. Der Vorteil ist, dass man das Ergebnis sieht und auch wie viel Platz bei so einer Korrektur oben und/oder an der Seite abgeschnitten wird. Wenn man erst zu Hause das Ganze mit der Bildbearbeitung korrigiert, erlebt man ja manchmal eine unangenehme Überraschung, wenn man das beim Fotografieren nicht mit eingerechnet hat.
Auf dem Kameramonitor hast du horizontal und vertikal so eine Art Wasserwaage eingeblendet und kannst die Ausrichtung mit dem vorderen und dem hinteren Drehrädchen beeinflussen. Das ist schon genial.
LG – Elke
Liebe Elke,
Danke für dein Besuch und Kommentar,
Interessant, das wüste ich nicht das die Kameras inzwischen sowas intern korrigieren können. Wen das so ist, finde ich nicht schlecht. ( Bleib am Ball und versuch das zu benutzen. Bin ich gespannt wie das Aussieht) Aber wie Du schon geschrieben hast … man kann unter umstände auf Photoshop oder eben auf Affinity ausweichen.
Liebe Grüße czoczo
Hallo Marius,
das mit den stürzenden Linien hast du in dem kleinen Vorher/Nachherbild gut hinbekommen. Ich fotografiere selten Architektur, aber wenn, dann stört mich das auch. Bei den Olympuskameras gibt es dafür die sogenannte Keystone-Korrektur, die bereits vor der Aufnahme korrigieren soll. Das habe ich nur leider noch nie ausprobiert. Wenn ich mal vor dem Problem gestanden habe, dann habe ich nicht mehr gewusst, was ich genau machen muss. Deshalb weiche ich dann doch wieder auf Photoshop aus. Ich sollte mir mal vornehmen, das an der Kamera direkt auszuprobieren.
Das Gebäude sieht interessant aus.
Herzlichen Gruß – Elke