Tag1/2026 – Wenn alles anders kommt als gedacht

Eine Fahrt nach Schlesien ist eigentlich immer eine Herausforderung. Vor allem, wenn man – wie wir diesmal – erst am späten Nachmittag losfährt. Normalerweise quält man sich durch den Verkehr, doch diesmal war alles anders.

​Das Autobahn-Wunder von Kassel

​Samstag, 16:00 Uhr: Der Verkehr war absolut überschaubar. Ich frage mich ernsthaft: Mache ich seit Jahren etwas falsch? Warum fahre ich sonst immer so früh los, nur um mich dann stundenlang durch Blechlawinen zu kämpfen?

​Diesmal war die Straße wie leergefegt. Besonders um 18:00 Uhr bei Kassel, auf der neu ausgebauten, mehrspurigen Autobahn – ein Traum! So eine freie Fahrt habe ich, glaube ich, noch nie erlebt. Man hätte fliegen können, wenn da nicht diese eine Sache wäre…

​Spritpreise vs. Bleifuß

​Dass wir trotz der leeren Straßen kaum Zeit gespart haben, lag schlichtweg am Spritpreis. Der lag mir nämlich schon vor der Abfahrt schwer im Magen. Also hieß die Devise: Reisegeschwindigkeit 110 bis 120 km/h. Nur einmal sind mir die Nerven gerissen und ich habe den Wagen auf 160 km/h beschleunigt – aber auch nur für eine halbe Stunde. Das Ergebnis dieser kurzen „Raserei“? Ein Durchschnittsverbrauch von 6,0 Litern statt der erhofften 5,7 Liter. Man gönnt sich ja sonst nichts!

​Das Tank-Paradies

​Doch die Sparsamkeit hat sich ausgezahlt. Nach 850 km haben wir in Oppeln (Opole) getankt:

  • Menge: 51 Liter
  • Preis: 395 Złoty (ca. 90 €)

​Das ist fast ein Viertel weniger als in Deutschland! Da lacht das Herz des Autofahrers, und die Reise hat uns zumindest nicht völlig pleite gemacht.

​Ankunft und der „Himmel auf Erden“

​Nach genau 8,5 Stunden rollten wir über die Ziellinie. Kurz nach Mitternacht hieß es endlich: „Wir sind da!“ Obwohl die Fahrt ungewöhnlich leicht war, steckte sie uns trotzdem in den Knochen. Vor 11:00 Uhr morgens ist keiner von uns aus dem Bett gekrochen. Aber jetzt fängt der Urlaub richtig an! Während wir langsam auspacken, steigt schon die Vorfreude auf unser Stammlokal.

​Ein königliches Mahl

​Zum Einstand gab es natürlich das obligatorische festliche Mittagessen und ein paar kühle Helle. Was will man mehr? Für mich gab es – wie jedes Mal – den Hirschbraten. Leute, ich sage euch: Das ist der Himmel im Mund! Und das Beste daran? Das Ganze kostet gerade einmal 12 €. Unfassbar, oder?

​Ausblick

​Der erste Tag geht nun langsam zu Ende. Wir haben uns viel zu erzählen, schließlich haben wir uns lange nicht gesehen. Aber ab morgen sind die Tage voll durchgeplant. Wenn das Wetter hält, erwarten uns viele neue (und alte) Eindrücke.

Schlesien, wir sind bereit!

1 thought on “Tag1/2026 – Wenn alles anders kommt als gedacht”

  1. Na, dann drücke ich dir mal die Daumen für gutes Wetter, lieber Marius. Bei deiner Überschrift habe ich ja erstmal gedacht „ohgott, was ist denn nun schon wieder passiert“, aber dann war es ja wirklich einmal etwas Positives. Ich wünsche euch einen schönen Urlaub.
    Herzliche Grüße – Elke

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