So viel Zeit wie in den letzten Tagen habe ich schon lange nicht mehr vor dem Rechner verbracht. Ob ich nun das Design meines Blogs anpasse oder neue Software teste – ich brauche die Beschäftigung. Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, helfen nur noch ausgiebige Spaziergänge. Alles nur, um den Gedanken an die Zukunft ein wenig zu entfliehen… doch der Wirklichkeit kann man leider nicht davonlaufen.
Seit heute bin ich nämlich eine von den über drei Millionen Arbeitslosen in Deutschland.
Ich gehöre nun zu denen, die froh sind, dass unser System noch stark genug ist, um Menschen in meiner Lage aufzufangen. Wie es sich anfühlt, wirklich arbeitslos zu sein, habe ich in der Vergangenheit kaum gespürt. Meistens hatte ich schon nach wenigen Tagen einen neuen Job. Letztes mal war ich vorbereitet, ich sah es kommen.
Diesmal ist es anders. Eine nicht bestandene Probezeit hat mich unfreiwillig in eine Situation geworfen, vor der ich mich immer gefürchtet habe. Mit 58 Jahren plötzlich ungewollt in dieser Statistik aufzutauchen, fühlt sich erst einmal schwer an.
Aber ich verliere den Mut nicht.
Passend dazu habe ich neulich dieses Foto gemacht. Es zeigt zwei alte Bären auf rostigen Rollschuhen, die sich auf eine steile „Berg“ kämpfen. Die Rollen sind alt, das Metall ist verwittert – genau wie wir mit 58 Jahren vielleicht schon die eine oder andere Schramme im Lebenslauf haben. Der Weg ist steil und nicht immer glatt.
Doch genau dort, am Scheitelpunkt, liegt dieses strahlend gelbe Smiley.
Für mich symbolisiert dieses Bild meine aktuelle Lage: Ja, der Weg ist gerade mühsam und die Ausrüstung vielleicht nicht mehr die neueste. Aber ich rolle weiter. Die Erfahrung von 58 Jahren ist kein Rost, sondern das Fundament, auf dem ich stehe. Das Smiley erinnert mich daran, dass es auch in der Krise Lichtblicke gibt und dass man mit einem Lächeln – und sei es manchmal ein wenig trotzig – auch die steilsten Kurven meistern kann.
Ich weiß, dass viele in meinem Alter ähnliche Sorgen haben. An euch alle:
Wir sind mehr als eine Nummer beim Arbeitsamt. Wir haben Geschichten zu erzählen und noch viel vor. Der Weg geht weiter!
Übrigens:
Eigentlich sollte dieser Beitrag ganz schnell online gehen, aber die Technik hatte andere Pläne. Das ist mein erster Versuch mit dem neuen Gutenberg-Editor – und was soll ich sagen? Der Anfang war holprig! Besonders das Zusammenspiel mit meiner NextGEN-Galerie hat mich einige Nerven gekostet. Aber wie heißt es so schön: Aller Anfang ist schwer. Hier ist es nun, das erste Bild, das den Weg durch den Code-Dschungel gefunden hat

Lieber Marius,
bei dir überschlagen sich in diesem Jahr die Ereignisse, um es mal so auszudrücken. Und ja, arbeitslos hört sich wirklich erstmal ganz fies an. Aber das heißt ja nicht, dass es so bleiben muss. Du bist ein Kämpfer. Und das Foto hat mir sofort gefallen und ich wusste auch auf den ersten Blick, dass es gerade perfekt passt. Ich drücke dir die Daumen, dass es bald wieder zu einem Neustart kommt.
Wenn du jetzt zum ersten Mal den Gutenberg-Editor benutzt, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das eine Herausforderung ist. Ich benutze ihn schon länger und auch ich fand es am Anfang schwierig, aber inzwischen bin ich davon begeistert und habe es auch völlig aufgegeben, hin und her zu wechseln, was ich anfangs noch getan habe. Und der Gutenberg-Editor entwickelt sich ständig weiter. Ich vermute, dass wir bald auf Galerie-Plugins komplett werden verzichten können. Deshalb wäre ich auch immer noch daran interessiert, meine Seite statt mit WordPress und Divi, ausschließlich mit WordPress und dem Gutenberg-Editor zu gestalten. Aber noch ist er nicht ganz so weit.
Herzliche Grüße – Elke